Förderinitiative 2: "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung"
Mit der Förderinitiative "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung" sollen nachhaltig geeignete Rahmenbedingungen für Nachqualifizierung geschaffen werden. Damit kann sie zur Verringerung des Anteils an- und ungelernter junger Erwachsener mit und ohne Beschäftigung beitragen.
Die Förderinitiative "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung" ist als Strukturveränderungsprogramm angelegt. Sie will nachhaltig geeignete Rahmenbedingungen für Nachqualifizierung schaffen und so zur Verringerung des Anteils an- und ungelernter junger Erwachsener mit und ohne Beschäftigung beitragen. Dazu werden im Zusammenwirken mit den regional tätigen Arbeitsmarktakteuren - insbesondere Kammern, Unternehmen, Unternehmensverbände, Gewerkschaften, Träger der Arbeitsförderung/Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende, Bildungsträger, kommunale/regionale Wirtschaftsförderung - Konzepte für bedarfsgerechte Nachqualifizierung regional angepasst implementiert, bestehende Fördermöglichkeiten transparent gemacht und gebündelt und Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Betroffene und insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen aufgebaut. Arbeitslosen An- und Ungelernten werden Möglichkeiten eröffnet, nachträglich einen Berufsabschluss zu erwerben und so ihre Beschäftigungschancen zu verbessern. Unternehmen werden Wege aufgezeigt, Qualifizierungspotentiale an- und ungelernter Beschäftigter zu erschließen und so ihren Fachkräftebedarf zu decken. Als Erfolgsfaktoren für Nachqualifizierung stehen folgende Qualitätsstandards:
- Aufteilung der Ausbildungsinhalte in so genannte Module, also Qualifikationseinheiten mit jeweils abgegrenzten berufsbezogenen Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die einzeln geprüft und zertifiziert werden.
- Orientierung am betrieblichen Bedarf bei der Entwicklung und Umsetzung von Nachqualifizierungsangeboten.
- Enge Verknüpfung von Lernen und Arbeiten - Nachqualifizierung findet zum großen Teil im Betrieb statt und wird durch strukturierte Lerneinheiten beim Bildungsträger ergänzt.
Die Förderinitiative wird wissenschaftlich begleitet durch das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) in Nürnberg.
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