Die Förderinitiative "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung" ist als Strukturveränderungsprogramm angelegt. Sie will nachhaltig geeignete Rahmenbedingungen für Nachqualifizierung schaffen und so zur Verringerung des Anteils an- und ungelernter junger Erwachsener mit und ohne Beschäftigung beitragen. Dazu werden im Zusammenwirken mit den regional tätigen Arbeitsmarktakteuren - insbesondere Kammern, Unternehmen, Unternehmensverbände, Gewerkschaften, Träger der Arbeitsförderung/Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende, Bildungsträger, kommunale/regionale Wirtschaftsförderung - Konzepte für bedarfsgerechte Nachqualifizierung regional angepasst implementiert, bestehende Fördermöglichkeiten transparent gemacht und gebündelt und Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Betroffene und insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen aufgebaut. Arbeitslosen An- und Ungelernten werden Möglichkeiten eröffnet, nachträglich einen Berufsabschluss zu erwerben und so ihre Beschäftigungschancen zu verbessern. Unternehmen werden Wege aufgezeigt, Qualifizierungspotentiale an- und ungelernter Beschäftigter zu erschließen und so ihren Fachkräftebedarf zu decken. Als Erfolgsfaktoren für Nachqualifizierung stehen folgende Qualitätsstandards:
- Aufteilung der Ausbildungsinhalte in so genannte Module, also Qualifikationseinheiten mit jeweils abgegrenzten berufsbezogenen Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die einzeln geprüft und zertifiziert werden.
- Orientierung am betrieblichen Bedarf bei der Entwicklung und Umsetzung von Nachqualifizierungsangeboten.
- Enge Verknüpfung von Lernen und Arbeiten - Nachqualifizierung findet zum großen Teil im Betrieb statt und wird durch strukturierte Lerneinheiten beim Bildungsträger ergänzt.
Die Förderinitiative wird wissenschaftlich begleitet durch das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) in Nürnberg.
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