Jena
Koordinierungsstelle MoNaQu - Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung für Jugendliche und junge Erwachsene ohne Berufsabschluss – modellhafter Auf- und Ausbau auf Dauer ausgerichteter Kooperations-, Unterstützungs- und Beratungsstrukturen unter Einbeziehung der relevanten regionalen Arbeitsmarktakteure
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Übersicht

Kontakt

Heiko Buckreus
Überbetriebliche Ausbildungsgesellschaft
Berufs- und Arbeitsförderungsgesellschaft gGmbH
Erfurter Straße 52
07743 Jena

Tel.: 03641-352733
E-Mail: heiko.buckreus@ueag-jena.de
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Ausgangslage

Jena, die Stadt der Wissenschaft 2008, verfügt als Standort der gewerblich-technischen Wirtschaft, der Forschung und Wissenschaft über eine gute Infrastruktur mit wachsendem Potenzial. Als kreisfreie Stadt arbeitet Jena seit 2005 nach dem Modell der optimierenden Kommune. Der kommunale Eigenbetrieb „jenarbeit“ setzt seitdem die gesetzlichen Rahmenbedingungen des SGB II um.

In der Qualifikationsstruktur der regionalen Unternehmen zeigt sich deutlich der Bezug zum Technologiestandort Jena. Niedrigqualifizierte bzw. fachfremd eingesetzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen lediglich einen Anteil von rund 10 Prozent aller Beschäftigten aus. Die Bereiche Optik, Mechanik, Messtechnik, Elektro, Pharma, Chemie, Kunststoff, Biotec, unternehmensnahe Dienstleistungen und IT-Dienstleistungen entwickeln sich gegenwärtig sehr positiv. Das schrumpfende Beschäftigungsfeld für An- und Ungelernte wird langfristig eine unbedeutende Rolle spielen, was wiederum den Bedarf für Nachqualifizierung in der Region widerspiegelt.

Ziele

Mit dem Projekt „Koordinierungsstelle MoNaQu“ werden wir den Anteil von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne beruflichen Abschluss nachhaltig senken und deren Zukunftschancen verbessern. Um die Chancen auf eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt zu erhöhen, wird gezielte Förderung frühzeitig einsetzen. Die Förderung wird flexibel gestaltet, um das beschäftigungsbegleitende Nachholen beruflicher Abschlüsse für An- und Ungelernte als zweite Chance zu ermöglichen. Bestehende Förderprogramme des Bundes und der Länder werden genutzt.

Für die erfolgreiche Etablierung einer nachhaltigen Struktur zur abschlussorientierten modularen Nachqualifizierung arbeiten wir bereits mit folgenden Partnern erfolgreich in Netzwerken zusammen:

  • Arbeitgeber aus Industrie, Handwerk und Dienstleistungsgewerbe der Region Jena

  • Arbeitgeberverbände, z.B. BVMW, IG-Nord, IG-Göschwitz, Kreishandwerkerschaft

  • Wirtschaftsförderung der Stadt Jena

  • Agentur für Arbeit Jena, ARGE SHK, jenarbeit

  • IHK Gera, HWK Gera, Landesverwaltungsamt Weimar

  • Qualifizierungspartner zur Vorbereitung der externen Prüfung (zum Beispiel IB, Th. Bildungswerk Bau, IFW Jena, Schott-Zeiss Bildungszentrum).

Unsere Zielsetzung in Zahlen: Wir werden 50 arbeitslose und 30 beschäftigte junge Erwachsene ohne bzw. ohne verwertbaren Abschluss über modulare Nachqualifizierung auf den Weg bzw. zum externen Berufsabschluss führen.

 

Umsetzungsstrategie

Die Kernaufgaben Beratung der Kunden und Koordinierung der Angebote sind in ihren Verantwortungsbereichen klar getrennt. Der Betriebskontakter berät hauptsächlich die Arbeitgeber und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst vor Ort. Die Qualifizierungsberaterin im Innendienst berät und begleitet arbeitssuchende Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Grundsicherungsträger. Beide arbeiten zielführend mit den bestehenden Förderinstrumenten. Regelmäßige Steuerungsrunden der Netzwerkpartner werden durch die Beraterin und den Berater organisiert und durchgeführt.

 

Umsetzungsstand 2011

Das Beratungsteam berät Arbeitgeber, Beschäftigte und arbeitssuchende Personen in enger Absprache mit dem zuständigen Leistungsträger.

Für die erfolgreiche Umsetzung arbeiten neben dem Team vor Ort die Steuerungsrunden der Bildungsdienstleister, eine Steuerungsrunde der Leistungsträger und ein Projekt-Beirat, bestehend aus den Geschäftsführern der Leistungsträger sowie Arbeitgeberverbände.

Der geplante Transfer nach Ostthüringen wird mittlerweile durch den Projektbeginn des Verbundprojektes der Handwerkskammer zu Gera und dem IFW Meuselwitz (NAWI) umgesetzt. Damit ist Thüringen mit fünf Projektstandorten im Bereich der Nachqualifizierung sehr gut aufgestellt. Dazu kommen noch die Partner des Thüringer Netzwerkes für Nachqualifizierung welche durch die geförderten Vorhaben unterstützt werden.

In Jena konnten bisher für 14 beschäftigte Personen Nachqualifizierungen organisiert werden. Darunter fallen beispielsweise Industriemechaniker, Konstruktionsmechaniker, KFZ-Mechatroniker, Mikrotechnologen, Industriekeramiker, Elektroniker und Dachdecker, die sich parallel zum Arbeitsalltag nachqualifizieren. Davon wurden vier externe Prüfungen erfolgreich abgeschlossen.

Bei den arbeitslosen Personen konnten neun Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre externe Prüfung absolvieren. Gärtner, Lageristen, Bürokaufleute, Köche, Verkäufer, Altenpflegehelferinnen und Fachinformatiker konnten sich über erfolgreich abgeschlossene Prüfungen freuen.

Weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sowohl beschäftigte als auch arbeitslose, bereiten sich derzeit auf ihre Abschlussprüfungen vor.

Bis zum Ende der Projektlaufzeit rechnen wir mit ca. 50 erfolgreich absolvierten Prüfungen.

Gemeinsam mit dem Thüringer Netzwerk für Nachqualifizierung wurden während der letzten zwei Jahre Qualitätsstandards in der Nachqualifizierung entwickelt, die in Thüringen angewendet und mit dem Q-Pass dokumentiert werden. Dieses Netzwerk soll auch nach Projektende weiter bestehen.

 

 
Förderung
Durchführung