Potsdam
Servicestelle Nachqualifizierung Westbrandenburg, Brandenburg, Förderlaufzeit: 01.05.2008-31.03.2012


Kontakt

BBJ Consult AG
Bessemerstr. 82  
12103 Berlin

 


Im Land Brandenburg sind 23 Prozent der Geringqualifizierten unter 25 Jahre. Diese Gruppe stellt etwa ein Drittel der jüngeren Arbeitslosen. Gleichzeitig besteht ein zunehmender Bedarf an Fachkräften unterhalb eines (Fach-)Hochschulabschlusses - auch bei Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten, die 76 Prozent aller Brandenburger Firmen ausmachen.

Im Rahmen verschiedener Förderinitiativen wurden und werden in der Region durch das Land, die Landkreise und Städte mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit und der Kammern neue Wege der Qualifizierung und Beschäftigung von jungen Geringqualifizierten erprobt. Als „Servicestelle Nachqualifizierung“ unterstützte das Projekt der BBJ Consult AG die Westbrandenburger Akteure dabei, die Chancen junger Menschen zum Nachholen eines anerkannten Berufsabschlusses zu vergrößern. Die Modellregion Westbrandenburg umfasste acht Landkreise und zwei kreisfreie Städte.

Ziel war, abschlussorientierte Nachqualifizierung als Regelangebot im Rahmen des lebenslangen Lernens im Land Brandenburg zu etablieren.

Teilziele waren die gemeinsame (Weiter-)Entwicklung von zielgruppenspezifischen Informations- und Sensibilisierungskonzepten, eines regional abgestimmten Leitbildes zur Weiterbildungsbegleitung – einschließlich notwendiger Finanzierungsmodelle – einheitlicher Qualitätsstandards und Verfahren und Strukturen der Qualitätssicherung sowie der Aufbau nachhaltig wirkender Kooperationsverbünde in den bestehenden Netzwerkstrukturen.

Das Umsetzungsmodell beinhaltete das zu entwickelnde regionale Netzwerksystem, welches die Information und Einbindung der Akteure auf verschiedenen Arbeitsebenen der beteiligten Landkreise und kreisfreien Städte vorsah. Die „Servicestelle Nachqualifizierung“ der BBJ Consult AG war dabei Bindeglied zwischen den verschiedenen Strukturen und Beteiligten und nahm die Aufgabe der Netzwerkmoderation wahr. Das Konzept sah keine eigenen Nachqualifizierungsangebote vor.

Die „Servicestelle Nachqualifizierung“ wurde begleitet durch den Projektbeirat, in dem Vertreterinnen und Vertreter des Arbeits- und des Bildungsministeriums des Landes, der IHK und HK, der Agenturen für Arbeit und der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg Mitglieder waren.

Instrumente zur Erreichung der oben genannten Ziele waren unter anderem Bedarfsanalysen, fachspezifische Workshops, Fachtagungen, „Entwicklungsinseln“ zu spezifischen Handlungsfeldern der Nachqualifizierung, Handreichungen, Leitfäden und das projekteigene Webportal www.nachqualifizierung.info.    

Ergebnisse

Das Projektteam hat die meisten seiner Ziele erreicht. Nachqualifizierung ist als wichtiges Thema des lebenslangen Lernens bei Institutionen, Bildungsdienstleistern und Jobcentern bzw. Arbeitsagenturen in der Region angekommen.

Mittels zahlreicher, gut besuchter Veranstaltungen (jährliche Tagungen, Workshops, Messen), Beratungen, Arbeitsgespräche und erarbeiteter Materialien konnten die verschiedenen Akteure für abschlussorientierte, modulare Nachqualifizierung sensibilisiert und auch gewonnen werden. Zu den großen Themen der „Lobbyarbeit“ des Projektes gehören die Externenprüfung, ein Verfahren zur Kompetenzfeststellung, Lern- und Leistungsmotivation, AZWV-Zertifizierung und Modularisierung. Aber auch E-Learning und Nachqualifizierung im Pflegebereich waren Themen der Projektarbeit.

Im Zuge des Querschnittziels „Cultural Mainstreaming“ fand im November 2011 eine Tagung in Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg zur Einführung des "Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen" statt, die die Wirkungen wie auch die Umsetzung des Gesetzes für Brandenburg betrachtete und auf sehr großes Interesse traf.

Im Rahmen dieser Öffentlichkeitsarbeit konnte ein ausgedehntes Netzwerk aufgebaut werden, in dem die „Servicestelle Nachqualifizierung“ Westbrandenburg erfolgreich als Schaltstelle fungiert. Bildungsdienstleister wurden umfassend über die Möglichkeiten informiert, durch Nachqualifizierungsangebote ihr Geschäftsfeld zu erweitern.

Darüber hinaus wurde ein eigenes Nachqualifizierungskonzept inklusive eigenem Qualifizierungspass – das „QPass-System“ – entwickelt, welches eine umfassende Beratung und Begleitung der Teilnehmenden einschließt. Das Konzept stieß auf breite Zustimmung, konnte jedoch bis zum Projektende aufgrund von fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten nicht als Regelangebot etabliert werden.

Alle entwickelten Konzepte, Leitfäden, Handreichungen und Materialien zu den Fachtagungen stehen auf der Internetseite der „Servicestelle Nachqualifizierung“ www.nachqualifizierung.info zum Download bereit.

Kurz vor Ende der Projektlaufzeit hat das Projektteam die meisten seiner Ziele erreicht. Nachqualifizierung ist als wichtiges Thema des lebenslangen Lernens bei Institutionen, Bildungsdienstleistern und Jobcentern bzw. Arbeitsagenturen in der Region angekommen.

Mittels zahlreicher, gut besuchter Veranstaltungen (jährliche Tagungen, Workshops, Messen), Beratungen, Arbeitsgespräche und erarbeiteter Materialien konnten die verschiedenen Akteure für abschlussorientierte, modulare Nachqualifizierung sensibilisiert und auch gewonnen werden. Zu den großen Themen der „Lobbyarbeit“ des Projektes gehören die Externenprüfung, ein Verfahren zur Kompetenzfeststellung, Lern- und Leistungsmotivation, AZWV-Zertifizierung und Modularisierung. Aber auch E-Learning und Nachqualifizierung im Pflegebereich waren Thema der Projektarbeit.

Im Zuge des Querschnittsziels „Cultural Mainstreaming“ fand im November 2011 eine Tagung in Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg zur Einführung des "Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen" statt, die auf großes Interesse traf.

Im Rahmen dieser Öffentlichkeitsarbeit konnte ein ausgedehntes Netzwerk aufgebaut werden, in dem die Servicestelle Nachqualifizierung Westbrandenburg erfolgreich als Schaltstelle fungiert.

Darüberhinaus wurde ein eigenes Nachqualifizierungskonzept inklusive eigenem Qualifizierungspass, das „QPass System“, entwickelt, welches eine umfassende Beratung und Begleitung der Teilnehmenden einschließt. Das Konzept stieß auf breite Zustimmung, konnte jedoch aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten bisher nicht als Regelangebot etabliert werden.

Alle entwickelten Konzepte, Leitfäden, Handreichungen und Materialien zu den Fachtagungen stehen auf der Internetseite der Servicestelle www.nachqualifizierung.info zum Download bereit.

Projekt­darstellungen

Arbeits­materialien

 
Förderung
Durchführung