Potsdam
Auf Umwegen zum Berufsabschluss – Servicestelle Nachqualifizierung Westbrandenburg. Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung junger Erwachsener ohne Berufsabschluss im Kammerbezirk Westbrandenburg. Modellhafter Auf- und Ausbau auf Dauer ausgerichteter regionaler Kooperations-, Unterstützungs- und Beratungsstrukturen
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Übersicht

Kontakt

BBJ Consult AG
Dircksenstr. 47
10178 Berlin

Tel. 030 814068 0
E-Mail: nachqualifizierung@bbj.de

www.nachqualifizierung.info
www.bbj.info

Ausgangslage

Im Land Brandenburg sind 23 Prozent der Geringqualifizierten unter 25 Jahre. Diese Gruppe stellt etwa ein Drittel der jüngeren Arbeitslosen. Gleichzeitig besteht ein zunehmender Bedarf an Fachkräften unterhalb eines (Fach-)Hochschulabschlusses - auch bei Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten, die 76 Prozent aller Brandenburger Firmen ausmachen. Im Rahmen verschiedener Förderinitiativen wurden und werden in der Region durch das Land, die Landkreise und Städte mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit und der Kammern neue Wege der Qualifizierung und Beschäftigung von jungen Geringqualifizierten erprobt. Als „Servicestelle Nachqualifizierung“ wird das Projekt der BBJ Servis die Westbrandenburger Akteure dabei unterstützen, die Chancen junger Menschen zum Nachholen eines anerkannten Berufsabschlusses zu vergrößern. Die Modellregion Westbrandenburg umfasst acht Landkreise und zwei kreisfreie Städte.

Ziele

Ziel ist es, abschlussorientierte Nachqualifizierung als Regelangebot im Rahmen des lebenslangen Lernens im Land Brandenburg zu etablieren. Teilziele sind die gemeinsame (Weiter-)Entwicklung von zielgruppenspezifischen Informations- und Sensibilisierungs-Konzepten, eines regional abgestimmten Leitbildes zur Weiterbildungsbegleitung, einschließlich notwendiger Finanzierungsmodelle, einheitlicher Qualitätsstandards und Verfahren und Strukturen der Qualitätssicherung sowie der Aufbau nachhaltig wirkender Kooperationsverbünde in den bestehenden Netzwerkstrukturen.

Umsetzungsstrategie

Das Kernstück des Umsetzungsmodells ist das zu entwickelnde regionale Netzwerksystem, welches die Einbindung der vorhandenen Netzwerke und Akteure auf verschiedenen Arbeitsebenen der beteiligten Landkreise und kreisfreien Städte vorsieht. Die „Servicestelle Nachqualifizierung“ der BBJ Servis gGmbH, die selber kein Träger von Qualifizierung oder Bildungsberatung sein wird, ist dabei Bindeglied zwischen den verschiedenen Strukturen und Beteiligten und nimmt die Aufgabe der Netzwerkmoderation wahr. Sie wird begleitet durch den Projektbeirat, in dem Vertreterinnen und Vertreter des Arbeits- und des Bildungsministeriums des Landes, der IHK und HK, der Agenturen für Arbeit und der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg Mitglieder sind. Instrumente zur Erreichung der oben genannten Ziele sind unter anderem Bedarfsanalysen, fachspezifische Workshops, Fachtagungen, „Entwicklungsinseln“ zu spezifischen Handlungsfeldern der Nachqualifizierung, Handreichungen, Leitfäden und das projekteigene Webportal www.nachqualifizierung.info.    

Umsetzungsstand Dezember 2011

Kurz vor Ende der Projektlaufzeit hat das Projektteam die meisten seiner Ziele erreicht. Nachqualifizierung ist als wichtiges Thema des lebenslangen Lernens bei Institutionen, Bildungsdienstleistern und Jobcentern bzw. Arbeitsagenturen in der Region angekommen.

Mittels zahlreicher, gut besuchter Veranstaltungen (jährliche Tagungen, Workshops, Messen), Beratungen, Arbeitsgespräche und erarbeiteter Materialien konnten die verschiedenen Akteure für abschlussorientierte, modulare Nachqualifizierung sensibilisiert und auch gewonnen werden. Zu den großen Themen der „Lobbyarbeit“ des Projektes gehören die Externenprüfung, ein Verfahren zur Kompetenzfeststellung, Lern- und Leistungsmotivation, AZWV-Zertifizierung und Modularisierung. Aber auch E-Learning und Nachqualifizierung im Pflegebereich waren Thema der Projektarbeit.

Im Zuge des Querschnittsziels „Cultural Mainstreaming“ fand im November 2011 eine Tagung in Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg zur Einführung des "Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen" statt, die auf großes Interesse traf.

Im Rahmen dieser Öffentlichkeitsarbeit konnte ein ausgedehntes Netzwerk aufgebaut werden, in dem die Servicestelle Nachqualifizierung Westbrandenburg erfolgreich als Schaltstelle fungiert.

Darüberhinaus wurde ein eigenes Nachqualifizierungskonzept inklusive eigenem Qualifizierungspass, das „QPass System“, entwickelt, welches eine umfassende Beratung und Begleitung der Teilnehmenden einschließt. Das Konzept stieß auf breite Zustimmung, konnte jedoch aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten bisher nicht als Regelangebot etabliert werden.

Alle entwickelten Konzepte, Leitfäden, Handreichungen und Materialien zu den Fachtagungen stehen auf der Internetseite der Servicestelle www.nachqualifizierung.info zum Download bereit.


 

 

 
Förderung
Durchführung