Rostock
moNa - Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung in Rostock, Mecklenburg-Vorpommern, Förderlaufzeit: 01.05.2008-31.03.2012


Kontakt

Falk-Uwe Pochert
AFZ Aus- und Fortbildungszentrum Rostock GmbH
Alter Hafen Süd 334
18069 Rostock

Tel.: 0381-8017-207

http://www.berufsabschluss-afz-rostock.de/


Mecklenburg-Vorpommern ist ein Flächenland, was spezifische Probleme nach sich zieht. Aufgrund der geringen Zahl industrieller und wettbewerbsfähiger Bereiche bleibt unser Bundesland noch immer ein strukturschwaches Land mit relativ geringer Wirtschaftskraft, einer vergleichsweise hohen Arbeitslosigkeit und einem im Bundesdurchschnitt sehr niedrigen Lohnniveau.

In der Hansestadt Rostock als der größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns spiegelt sich die spezifische wirtschaftliche Situation eines Flächenlandes in besonderer Weise wider. Zum Zeitpunkt des Projektbeginns betrug die Arbeitslosenquote bei einer Einwohnerzahl von knapp 200.000 Menschen 15,1 Prozent. Der Anteil der Migrantinnen und Migranten war mit 3,6 Prozent relativ gering und verringerte sich in den Folgejahren weiter. 1.719 Arbeitslose waren jünger als 25 Jahre, wobei sich mit 1.068 der überwiegende Teil im Rechtskreis des SGB II befand.

Der zum Projektbeginn allgemein prognostizierte Fachkräftemangel zeigt sich daher lediglich in wenigen Branchen, wie im Sozialbereich – hier insbesondere bei Erzieherinnen und Erziehern und bei Pflegekräften – sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Die Auswirkungen des beginnenden demografischen Wandels auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht so deutlich spürbar wie zum Beispiel in industriellen Ballungsgebieten anderer Bundesländer. Der Qualifizierungsbedarf, insbesondere in den fast ausschließlich vorhandenen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) der Industrie und des verarbeitenden Gewerbes, ist nach wie vor eher als gering einzuschätzen. Auch wenn es bei einigen hochspezialisierten Firmen im Bereich des verarbeitenden Metallgewerbes sowie der IT-Branche in den nächsten Jahren zu einem möglichen Fachkräftemangel kommen kann, erscheint ein wirklicher Handlungsbedarf vielen Betrieben noch immer nicht als akut.

Das Ziel unserer Arbeit war von Beginn an die Schaffung von Rahmenbedingungen, die den Gesamtprozess der Nachqualifizierung (NQ) fest und nachhaltig in der Region verankern. Die Einbindung aller Arbeitsmarktakteure in eine regionale Qualifizierungs- und Beschäftigungspolitik für eine abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung als ein etabliertes Instrument zur Deckung des zukünftigen betrieblichen Fachkräftebedarfs war ein Hauptanliegen unserer Tätigkeit.

Diesen Entwicklungen Rechnung tragend bildeten insbesondere in der zweiten Hälfte der Projektlaufzeit die Festigung und der Ausbau der Netzwerkstrukturen, eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit und die Fortführung unserer überaus erfolgreichen Beratungs- und Koordinierungsstelle die Schwerpunkte unserer Arbeit

Um die Verbreitung der Nachqualifizierung zu ermöglichen, wird ein breites Informationsangebot rund um die Qualifizierung von An- und Ungelernten gestaltet. Die Unterstützung der Umsetzung erprobter Qualifizierungskonzepte und damit verbundener Standards wird zunächst im Mittelpunkt unserer regionalen Arbeit stehen. Das aufzubauende Netzwerk schafft umfassendes Verständnis für die Nachqualifizierung, organisiert die nachhaltige Beratung sowohl für Betriebe als auch für junge Erwachsene und zeigt gleichzeitig, wie ein individuell angepasster Qualifizierungsweg für mehr Teilhabe junger Menschen am gesellschaftlichen Leben sorgen kann, die gegenwärtig über noch keinen Berufsabschluss verfügen.

Ergebnisse

Im Folgenden sollen einige Beispiele unserer Tätigkeit aufzeigt werden.

Um den Gedanken der Nachqualifizierung im Bewusstsein aller an dem Prozess Beteiligten zu festigen, wurde ein breites Informationsangebot rund um die Nachqualifizierung von An- und Ungelernten etabliert.

Vorhandene Netzwerke wurden strukturell gefestigt und in die Problematik einbezogen sowie noch nicht vorhandene aber erforderliche Netzwerkstrukturen geschaffen.

Da der gegenwärtige Qualifizierungsbedarf bei den Firmen eher als gering einzuschätzen ist, wurde der Schwerpunkt auf die umfassende Entwicklung der Beratungstätigkeit gelegt. Die nachhaltigen Informationen sowohl für Betriebe als auch für arbeitsuchende An- und Ungelernte, die gegenwärtig über noch keinen Berufsabschluss verfügen, zeigen gleichzeitig, wie ein individuell angepasster Qualifizierungsweg für mehr Teilhabe junger Menschen am gesellschaftlichen und insbesondere beruflichen Leben sorgen kann.

Durch die feste Einbindung der AFZ Aus- und Fortbildungszentrum Rostock GmbH in die Bildungslandschaft waren bereits zu Projektbeginn die vorhandenen Netzwerkstrukturen sehr detailliert bekannt. Für die Netzwerkarbeit des Projektes waren die engen Kontakte zu anderen Bildungsdienstleistern sowie zur Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK), der Handwerkskammer Ost Mecklenburg-Vorpommern (HWK OMV) sowie anderen prüfenden Stellen sehr hilfreich.

Die Schaffung einer unabhängigen und trägerneutralen Beratungs- und Koordinierungsstelle stellte daher für uns den Schwerpunkt bei der Schaffung regionaler Serviceangebote dar. Dabei wurde der Begriff der Beratung weit gefasst: Neben der von Teilnehmern und Teilnehmerinnen wurde die „Beratung der Berater“ verstärkt, um die Nachhaltigkeit für die Zeit nach Projektende zu sichern. So bildeten weiterführende, konkrete, berufsspezifische Beratungen mit Bildungsdienstleistern zu den Möglichkeiten der Nachqualifizierung und deren Durchführung anhand individuell zugeschnittener Module einen wichtigen Bestandteil der Projektarbeit. Die vorangehende Klärung der Zulassungsvoraussetzungen und der Finanzierung sichert den Erfolg vieler Maßnahmen. Mit diesen praktischen Umsetzungen wuchs auch bei den Bildungsdienstleistern das Bewusstsein für die Bedeutung der Bereitstellung modularer Nachqualifizierungsangebote, auch wenn in der Praxis fast ausschließlich Einzelmaßnahmen in betriebswirtschaftlich nicht relevanter Gruppengröße durchgeführt werden. Im Projektzeitraum wurden durch die Beratungs- und Koordinierungsstelle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu insgesamt 13 Bildungsdienstleistern vermittelt.

Während zu Projektbeginn davon ausgegangen wurde, dass es sich bei der zu beratenden Zielgruppe um junge Erwachsene handelt, zeichnete sich zunehmend ab, dass der Bedarf zur Nachqualifizierung stärker bei Erwachsenen liegt, für die der Weg zum Berufsabschluss über die duale Ausbildung nicht mehr möglich oder Erfolg versprechend ist. Ende 2011 betrug der Anteil von Teilnehmenden über 35 Jahre bereits 34 Prozent, der älteste Teilnehmer ist 53 Jahre und wird über die Externenprüfung den Berufsabschluss im Lagerbereich erwerben. Auch der Anteil der weiblichen Ratsuchenden hat sich im letzten Zeitraum erhöht und liegt Ende 2011 bei 67 Prozent. Diese Entwicklung stellt neue Anforderungen an die Beratungstätigkeit unter dem Aspekt des Gender Mainstreamings.

Insgesamt wurden im Projektverlauf mehr als 800 Beratungsgespräche mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern geführt. 35 Teilnehmer erlangten bis 2011 einen Berufsabschluss, weitere befinden sich noch in der Nachqualifizierung, so dass sich im Jahr 2012 wird die Gesamtzahl von Externenprüfungen über unsere Beratungsstelle auf ca. 50 erhöhen wird.

Diese Erfolge sind insbesondere im Rechtskreis des SGB II von großer Bedeutung, da ein nicht unerheblicher Teil der dort betreuten Menschen über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt. Diese positiven und nachhaltigen Auswirkungen haben sowohl für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Jobcenter als auch für die betreuten An- und Ungelernten eine Signalwirkung. Workshops mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jobcenter zu Umsetzungsmöglichkeiten der Nachqualifizierung leisteten einen wirksamen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirkung.

Nur über solche Erfolge, die für alle beteiligten Netzwerkpartner greifbar und verallgemeinerbar sind, werden sich die geschaffenen Netzwerkstrukturen beständig in der Bildungslandschaft etablieren.

Die Mitglieder des Projektbeirates sind Vertreter und Vertreterinnen von Verbänden der Industrie und der Tourismuswirtschaft, der Kammern, der Agentur für Arbeit Rostock und den Jobcentern Rostock und Bad Doberan sowie Institutionen und Vereinen der Bereiche Migration bzw. Gleichstellung.

Somit waren alle für die Erreichung des Projektziels wichtigen Gremien und Institutionen der Region eingebunden. Dieser Personenkreis agierte von Beginn an als Multiplikator im Gesamtprozess der Nachqualifizierung in dem jeweiligen Verantwortungsbereich. Dies stellte die schnelle und spürbare Akzeptanz des Projektes in vielen Bereichen sicher, und auch nach Projektende bleibt der Gedanke der Nachqualifizierung verankert.

Eine neue Qualität bei der Ausrichtung auf die Nachhaltigkeit wurde mit der Gründung des „Nachqualifizierungs-Netzwerkes Mecklenburg-Vorpommern“ erreicht. Durch die gemeinsame konzeptionelle und administrative Arbeit der vier NQ-Projekte im Land wird ein breiter Kreis von Teilnehmern und Teilnehmerinnen, Partnern der Politik und Wirtschaft sowie anderen Betreuungs- und Beratungseinrichtungen erreicht.

Bereits existierende und in der Projektlaufzeit geschaffene Netzwerke wurden durch die gemeinsame Arbeit gefestigt. Im Bereich der Migration und Integration konnte die Zusammenarbeit im Netzwerk noch umfassender gestaltet werden: Eine Fachtagung zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse war ein Höhepunkt im Jahr 2011. Das Zusammenwirken verschiedener Partner im Bereich der Gesundheits- und Altenpflege stellt einen weiteren Schritt bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels in diesem Zweig dar und wird auch nach Ende des Projektes weiter wirken.

In der der ersten Projektphase diente die Öffentlichkeitsarbeit dem Bekanntmachen des Projektes durch die einschlägigen Printmedien und einen Film, der mehrfach im regionalen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Auch die Teilnahme an Messen und Veranstaltungen leistete einen Beitrag zur Verbreitung von Informationen über Nachqualifizierung, so zum Beispiel die Projektpräsentation im Rahmen des 20. Jahrestages des Unternehmerverbandes Rostock und Umgebung e.V. mit Gästen der Bundes- und Landespolitik.

Zur nachhaltigen Information wurden Unterlagen, Dokumente und Veröffentlichungen erarbeitet. Eine herausragende Rolle spielt dabei der „Ratgeber Externenprüfung“ für den Raum Rostock. Dieser Ratgeber erwies sich als profundes Mittel, um interessierte Teilnehmer oder Teilnehmerinnen auf ihrem Weg zur Erlangung eines Berufsabschlusses zu unterstützen. Mit seinen Inhalten - von den rechtlichen Grundlagen über organisatorische Schritte bis zu Terminen und Fördermöglichkeiten - richtet er sich auch an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Beratungsstellen, Institutionen und Einrichtungen, Bildungsdienstleister sowie der Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter im Raum Rostock.

Zur Verstetigung der Projektleistungen, auch in den neuen Medien, wurde eine neue Homepage (www.berufsabschluss-afz-rostock.de/) gestaltet und online gestellt. Konkrete Anfragen über die Homepage führten bereits nach kurzer Zeit zum Einstieg von weiteren sechs Teilnehmern in einen Vorbereitungskurs auf die Externenprüfung im Sommer 2012. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit ist der Fortbestand der Homepage auch für die Zeit nach dem Projektende gesichert.

Ausblick

Wie bei allen Projekten steht am Ende der Projektlaufzeit die Frage, was danach passiert.

Eine Weiterführung und Umsetzung der Inhalte in gleicher Quantität wird es nicht geben können. Trotzdem stehen zukünftig interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Maßnahme zur Erlangung des Berufsabschlusses über den Weg der Nachqualifizierung in unserer Region zukünftig nicht allein da. Der Ansatz der Nachqualifizierung ist über die Projektlaufzeit im Bewusstsein aller Verantwortlichen des Projektbeirates verankert worden. Netzwerkstrukturen wurden vertieft und bei Bedarf erweitert oder neu geschaffen, die Organisationen haben bei der Umsetzung der Nachqualifizierungsmaßnahmen eine neue Zusammenarbeit entwickelt. Bildungsdienstleister haben Nachqualifizierung als ein neues Geschäftsfeld und die Erarbeitung und den Einsatz von Lehr- und Lernmodulen in dieser Qualifizierungsform als eine Investition in die Zukunft erkannt. Jeder im Projektzeitraum über den Weg der Externenprüfung erlangte Berufsabschluss, jeder dadurch erlangte Arbeitsplatz hat nachhaltige Signalwirkung.

Die AFZ Rostock GmbH wird mit ihren erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch weiterhin allen an Nachqualifizierung Interessierten mit Informationen und Unterstützung zur Verfügung stehen.

 

Diesen Entwicklungen Rechnung tragend standen im Jahr 2011 die weitere Festigung und der Ausbau der Netzwerkstrukturen, eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit und die Fortführung unserer überaus erfolgreichen Beratungs- und Koordinierungsstelle im Mittelpunkt der Arbeit.

Im Folgenden sollen einige Beispiele unserer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Tätigkeit im vergangenen Jahr aufzeigt werden.

 

Der Begriff der Beratung wurde deutlich breiter gefasst. Neben der Beratung von Teilnehmern wurde die „Beratung der Berater“ verstärkt, um auch damit die Nachhaltigkeit für die Zeit nach Projektende zu sichern. So bildeten weiterführende konkrete berufsspezifische Beratungen mit den Bildungsdienstleistern zu den Möglichkeiten der Nachqualifizierung und deren Durchführung anhand individuell zugeschnittener Module einen wichtigen Bestandteil. Vorherige Klärungen der Zulassungsvoraussetzungen sowie der Finanzierungen sichern den Erfolg vieler Maßnahmen. Mit diesen praktischen Umsetzungen wuchs auch bei den Bildungsdienstleistern das Bewusstsein der Bedeutung von Bereitstellungen modularer Nachqualifizierungsangebote.

 

Trotz der durch den demografischen Wandel und dem leichten Rückgang der Arbeitslosenzahlen rückläufigen Tendenz von potentiell in Frage kommenden An- und Ungelernten nahm die Zahl von Überleitungen in Qualifizierungsmaßnahmen, Prüfungsvorbereitungen und Externenprüfung seit Beginn des Programms stetig zu. Aus der engen Zusammenarbeit mit den Jobcentern konnte in kurzer Zeit das Beratungsaufkommen insbesondere im ersten Halbjahr und damit verbunden die Akzeptanz des Projektes deutlich erhöht werden.

Allein in 2011 wurden mit 80 Teilnehmern insgesamt über 170 Beratungsgespräche geführt. 35 Teilnehmer konnten  in den Jahren 2010 und 2011 über die Arbeit unserer Beratungsstelle einen Berufsabschluss erlangen. 17 weitere Teilnehmer befinden sich noch in der Nachqualifizierung. Die erfolgreichen Externenprüfungen leisten auf ihre Weise einen lebendigen und nachhaltigen Beitrag zur Etablierung des Themas Nachqualifizierung bei allen an der Umsetzung Beteiligten sowie in der öffentlichen Wahrnehmung.

Diese positive Entwicklung ist insbesondere deshalb von großer Bedeutung, da gerade im Rechtskreis des SGB II ein nicht unerheblicher Teil der betreuten Menschen über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt und dies für alle eine Signalwirkung ist.

 

 

Eine neue Qualität bei der Ausrichtung auf die Nachhaltigkeit wurde mit der Gründung des Netzwerkes „NQ-Netz-MV“ erreicht. Hier wird durch gemeinsame konzeptionelle und administrative Arbeit der vier Projekte in Mecklenburg Vorpommern ein breiter Kreis der Zielgruppen von Teilnehmern, Partner der Politik und Wirtschaft sowie anderen Betreuungs- und Beratungseinrichtungen erreicht.

Bereits existierende und in der Projektlaufzeit geschaffene Netzwerke wurden gefestigt und durch die  gemeinsame Arbeit mit Leben erfüllt. Im Bereich der Migration und Integration konnte die Zusammenarbeit im Netzwerk noch umfassender gestaltet werden. Eine Fachtagung zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse - organisiert im NQ-Netzwerk-Nord - war  ein Höhepunkt dieser Arbeit im Jahr 2011. Das Zusammenwirken verschiedener Partner im Bereich der Gesundheits- und Altenpflege stellt einen weiteren Schritt bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels in diesem Zweig dar und wird auch nach Ende des Projektes weiter wirken.

 

Die Öffentlichkeitsarbeit wurde zunehmend auf die Nachhaltigkeit der bisherigen Arbeit für die Zeit nach dem Ende des Projektes ausgerichtet.

Um die Nutzung der neuen Medien auch für die Projektziele noch besser nutzen zu können, wurde eine neue Homepage gestaltet und ins Netz gestellt. Konkrete Anfragen über die Homepage führten bereits nach kurzer Zeit zum Einstieg von weiteren 6 Teilnehmern in einen Vorbereitungskurs auf die Externenprüfung im Sommer 2012. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist der weitere Fortbestand der Homepage auch nach Projektende gesichert.

 

Der „Ratgeber Externenprüfung“ erwies sich als profundes Mittel, um interessierte Teilnehmer bei der Erlangung eines Berufsabschlusses über diesen Weg zu unterstützen. Mit seinen Inhalten - von den rechtlichen Grundlagen über organisatorische Schritte bis zu Terminen und Fördermöglichkeiten richtet er sich auch an Mitarbeiter von Beratungsstellen, Institutionen und Einrichtungen, Bildungssdienstleister sowie Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter im Raum Rostock.

Durch eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit sowie der kontinuierlich weiterentwickelten Zusammenarbeit mit allen Netzwerkpartnern konnte ein wirkungsvoller Beitrag zur allgemeinen Sensibilisierung für das Thema Nachqualifizierung geleistet werden.

 

Einen wichtigen Beitrag dazu leistete eine umfangreiche und abgestimmte  Öffentlichkeitsarbeit. Ein TV-Film (mehrfach ausgestrahlt im regionalen Fernsehen), die ständige Aktualisierung der Homepage, Pressemitteilungen, Teilnahme an Messen sowie Erstellung von Flyern und Informationsmaterialen waren die Eckpfeiler dieser Tätigkeit.

 

Als sich abzeichnete, dass der Qualifizierungsbedarf bei den Firmen eher als gering zu bezeichnen ist, wurde der Schwerpunkt auf  die umfassende Entwicklung der Beratungstätigkeit für An- und Ungelernte gelegt.

Seit Frühjahr 2010 besteht im Rahmen des Rostocker Vorhabens eine direkte Kooperationsvereinbarung mit dem Hanse Jobcenter Rostock über die fachliche Beratung und Betreuung ausgewählter Kunden des Jobcenters in allen Fragen rund um das Thema Nachqualifizierung. Aus dieser Kooperation heraus konnte in kurzer Zeit das Beratungsaufkommen und damit verbunden die Akzeptanz des Projektes deutlich erhöht werden.

Überaus positiv entwickelte sich die praktische Umsetzung der Ziele der Beratungsstelle.

Die Zahl von Überleitungen in Qualifizierungsmaßnahmen, Prüfungsvorbereitungen und Externenprüfung ist seit Beginn des Programms stetig gewachsen. Diese positive Entwicklung ist insbesondere von großer Bedeutung, da gerade  im Rechtskreis des SGB II ein nicht unerheblicher Teil der betreuten Menschen über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt.

 

Bisher geschaffene Netzwerke leisten einen wirkungsvollen Beitrag zur Umsetzung der Zielstellungen. Die enge Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern, wie prüfende Stellen, Bedarfsträger und Bildungsdienstleister, hat bisher zu vielen erfolgreichen Vermittlungen in eine Qualifizierungsmaßnahme bis hin zum erfolgreichen Abschluss geführt.

Weiterführende konkrete berufsspezifische Beratungen bei den Bildungsträgern zu den Möglichkeiten der Qualifizierung und deren Durchführung anhand individuell zugeschnittener Module bildeten hierfür eine weitere entscheidende Grundlage. Vorherige Klärungen der Zulassungsvoraussetzungen sowie der Finanzierungen sichern den Erfolg der Maßnahmen.

 

Um die erreichten Ziele und Strukturen auch langfristig zu sichern, arbeiten die Mitarbeiter gegenwärtig daran, die entstandenen Netzwerkkontakte weiter mit Leben zu erfüllen und zu selbsttragenden Strukturen zu entwickeln.

Dabei zeichnet sich allerdings ab, dass ein weiteres Bestehen einer unabhängigen Beratungs- und Koordinierungsstelle über längere Zeiträume notwendig sein wird, um alle Erfordernisse der praktischen Umsetzung im sich ständig verändernden Arbeits- und Bildungsmarkt zu steuern.

Projekt­darstellungen

Arbeits­materialien

 
Förderung
Durchführung