Offenbach
Regionales Übergangsmanagement für die Stadt Offenbach. Modellhafte Umsetzung eines strategischen Konzeptes zur strukturellen Verbesserung der Kooperation der regionalen Akteure im Bereich Übergang Schule-Beruf
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Übersicht

Kontakt

Ralph Kersten
Stadt Offenbach am Main
Amt für Arbeitsförderung, Statistik, Integration
Regionales Übergangsmanagement
Berliner Straße 77
63065 Offenbach am Main

Tel.: 069-8065-4367
Fax: 069-8065-4369
E-Mail: ralph.kersten@offenbach.de

Ausgangslage

In der Stadt Offenbach am Main leben derzeit insgesamt 120.067 Einwohner. Der Offenbacher Frauenanteil liegt bei 50,3 Prozent (60.372). 31,2 Prozent der Einwohner sind Nichtdeutsche (37.165). Der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund, (Personen, die mindestens ein nicht-deutsches Elternteil haben) beträgt etwa 45 Prozent. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort liegt bei 45.784 (Stand Dezember 2010). Die Arbeitslosenquote der Stadt, bezogen auf alle abhängigen zivilen Erwerbspersonen, liegt bei 10 Prozent und damit über dem hessischen Durchschnitt von 6,0 Prozent. Im Dezember 2010 waren 6002 Personen arbeitslos gemeldet, davon drei Viertel im Rechtskreis SGB II („Hartz 4“). Auffällig ist die große Zahl von Kindern (34,4 Prozent), die über ihre Eltern in Bedarfsgemeinschaften leben und Transferleistungen (34,4 Prozent) des SGB II beziehen. Das ist in Hessen der höchste Wert und dürfte auch deutschlandweit zu den Spitzenwerten gehören.

Die Wirtschaftsstruktur der Stadt wird, nach einer eher durch das verarbeitende Gewerbe geprägten Geschichte, inzwischen deutlich von verschiedenen Dienstleistungsbranchen geformt, was vor allem der zentralen Lage Offenbachs in der Region Frankfurt/Rhein-Main zu verdanken ist. Gesellschaftlich gestaltet sich das Zusammenleben unter den verschiedenen Kulturen problematisch. Die früher die Stadt prägende traditionelle Industrie mit vielen unkomplizierten Arbeitsplätzen und einem hohen Anteil an aus dem Ausland angeworbenen Arbeitskräften hat zu einer Sozialstruktur mit einer ausgeprägten Unterschichtkomponente geführt. Ein Effekt dieser Struktur ist ein starkes Ungleichgewicht der Kommunalfinanzen mit hohen Ausgaben für Sozialtransfers und zu niedrigen Steuereinnahmen. Bildung ist zu einem Schwerpunkt kommunaler Politik avanciert. Eine Reihe von Innovationen, etwa ein hochqualifiziertes Selbstlernzentrum, eine ausgebaute kommunale Bildungsberichterstattung, Bürgerinformationssystem für Bildung und Weiterbildung, die Ansiedlung einer Berufsakademie und nicht zuletzt massive bauliche Investitionen in die Schulen der Stadt haben Offenbach inzwischen auch in diesem Bereich ein besonders Profil gegeben.

Ziele

Die Bildungslandschaft Offenbachs ist im Übergangsbereich von vielen Projekten und Angeboten geprägt, die sich u. a. durch Leistungen des Landes, Bundes und der Europäischen Union, auszeichnen. Sie orientieren sich an den Problemlagen der jungen Menschen und verfolgen neben dem primären Ziel „Persönlichkeitsbildung“ und dem Ausbau der sogenannten Schlüsselqualifikationen vor allem das Ziel, die Berufsfähigkeit herzustellen und an Ausbildung, Arbeit oder Qualifizierung heranzuführen. Neben den „klassischen“ Akteuren in diesem Feld: Agentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Schule, Staatliches Schulamt, Stadtschulamt, Arge SGB II (MainArbeit), engagieren sich zahlreiche Träger der Wohlfahrtsplfege und Vereine. Die Aufnahme der Stadt Offenbach in das Programm „Perspektive Berufsabschluss/Regionales Übergangsmanagement“ macht es möglich, die Anstrengungen und positiven Ansätze der letzten Jahre für eine bessere Abstimmung und Verzahnung der vorhanden Maßnahmen und Strategien am Übergang Schule-Ausbildung-Beruf in Offenbach zu intensivieren. Ein Ziel ist - nach wie vor - die Reduzierung der Anzahl Jugendlicher, die ohne Schul- und Berufsabschluss bleiben.
 

Umsetzungsstrategie

Die Fachstelle Regionales Übergangsmanagement systematisiert die bereits vorhandenen Förderangebote, bringt die verantwortlichen Akteure zusammen und stärkt die politische Verantwortungsbereitschaft vor Ort. Ziel des Über¬gangsmanagements ist es, eine in sich abgestimmte Verbesserung von Planung, Information und Steuerung der Angebote im Übergangsbereich, hin zu mehr Qualität und Effizienzmobilisierung zu forcieren. Durch die in den vergangen Monaten gelungene Einbindung des RÜM in bestehende Netzwerkstrukturen, ist es gelungen eine Kooperations- und Kommunikationsstruktur zwischen Kammern, der Agentur für Arbeit und der MainArbeit als Träger der Grundsicherung, des Staatlichen Schulamtes und anderer Partner herzustellen.

Umsetzungsstand August 2011

Folgende Handlungsschwerpunkte sind weiter verfolgt worden:

  1. Datenbasis schaffen
  2. Transparenz über Angebote herstellen
  3. Netzwerke und Gremien
  4. Veröffentlichungen

1. Datenbasis herstellen

Im Februar/März 2011 fand bereits die dritte Schulabgangsbefragung statt. Diese Befragung aller Schulabgänger in den Jahrgangsstufen neun und zehn der Haupt-, Real- und Gesamtschulen dient dem Ziel, einen Überblick über die beruflichen Perspektiven der Offenbacher Schüler zu erhalten. Neben Plänen, Wünschen, Einstellungen zur beruflichen Ausbildung werden Beweggründe für gewählte Anschlussperspektiven erfasst. Die Ergebnisse werden mit den Akteuren im Übergang ausgetauscht und besprochen. Sie liefern wertvolle Hinweise und Impulse zu Ausgestaltung ihrer eigenen Angebote. Durch den Vergleich von drei Jahren kann gezeigt werden, dass die Aktivitäten in den Schulen dazu beitragen, dass sich Jugendliche besser auf den Übergang vorbereitet fühlen. Es lässt sich belegen, dass die investierten Mittel zumindest subjektiv Wirksamkeit belegen.
2010 hat der Magistrat das Deutsche Jugendinstitut (DJI) beauftragt, einen Schulabsolventen-Längsschnitt in der Stadt Offenbach durchzuführen. Der Bericht der ersten Folgebefragung zeigt:

  • Insgesamt hat nur ein kleiner Teil der befragten Offenbacher Jugendlichen unmittelbar nach Beendigung der Schule eine berufliche Ausbildung aufgenommen (15 Prozent). Unter den Jugendlichen, die in eine berufliche Ausbildung gemündet sind, sind verstärkt junge Männer, Jugendliche deutscher Herkunft und Jugendliche mit mittlerem Schulabschluss anzutreffen.
  • Insgesamt zeigen sich die Auszubildenden in ihrer subjektiven Sicht auf ihre aktuelle Ausbildungssituation sehr zufrieden. Acht von zehn Jugendlichen in Ausbildung beurteilen das Ausbildungsverhältnis als wunschgemäß, sehen einen sehr hohen Nutzen der Ausbildung für ihren weiteren Berufsweg und wurden sich für das gleiche Ausbildungsverhältnis noch einmal entscheiden.
  • Gut die Hälfte der befragten Jugendlichen ging weiter zur Schule. Während der größte Teil der Jugendlichen aus den neunten Abschlussklassen den Schulbesuch an der zuvor besuchten Gesamt-, Real- oder Hauptschule fortsetzte, um den mittleren Schulabschluss zu erwerben, sind Jugendliche der zehnten Klassenstufen überwiegend in schulische Bildungsgänge übergegangen, die zur fachgebundenen oder allgemeinen Hochschulreife fuhren.
  • Nach dem Migrationsstatus differenziert, war festzustellen, dass vor allem in Deutschland geborene Jugendliche mit Migrationshintergrund den Schulbesuch fortgeführt hat. Sie sind gegenüber anderen Gruppen weitaus häufiger in die gymnasiale Oberstufe übergegangen.
  • Eine der häufigsten Anschlussstationen für Jugendliche aus den neunten Abschlussklassen bildete die Aufnahme eines berufsvorbereitenden Angebotes. Insgesamt sind über 60 Prozent der Hauptschulabsolventen in berufsvorbereitende Zwischenschritte übergetreten. Der größte Teil der Jugendlichen aus Hauptschulen (41 Prozent) besucht eine zweijährige Berufsfachschule.
  • Jugendlichen mit vorhandenem Migrationshintergrund gelingt es weitaus seltener als Jugendlichen ohne Migrationshintergrund, ihren Plan unmittelbar nach der Schule eine Ausbildung zu beginnen, in die Realität umzusetzen. Vor allem Jugendliche der ersten Zuwanderergeneration mussten häufiger als andere Jugendliche auf alternative Anschlusslösungen ausweichen. Von ihnen konnte nur etwa jeder Zweite den ursprünglichen Ausbildungsplan, auch realisieren.

Die vorliegende Studie zum Unterrichtsabsentismus betrachtet das Phänomen aus verschiedenen Blickwinkeln. Deutlich wird, dass die jungen Menschen bereits in der Grundschule vom Unterricht fernbleiben und dass noch einmal in der Pubertät die Anzahl der Fehltage zunimmt.

Die Sensibilisierung für das Thema war und ist uns ein Anliegen. In der Zwischenzeit hat das Jugendamt der Stadt Offenbach Projektmittel im Rahmen von „Aktiv in der Region“ bewilligt bekommen. Dieses Projekt arbeitet in vier Schulen genau mit der Zielgruppe ab der 7. Klasse. Ziel des Projektes ist es, ein Monitoringsystem aufzubauen, detailliert Zahlen stadtweit und für die einzelnen Schulen zu erheben, und konkret mit Schülerinnen und Schülern zu arbeiten, um sie ins Regelsystem Schule wieder zu integrieren.

Von daher ist diese Studie eine Vorarbeit, die dann im Laufe des Jugendamtsprojektes um andere Bausteine erweitert werden kann.

Eine Befragung von Bildungsträgern, die im Auftrag der MainArbeit.Jobcenter der Stadt Offenbach, Angebote für junge Menschen im SGB II-Bezug anbieten, hat vielfältige Ansatzpunkte für eine konzeptionelle Weiterentwicklung der Angebotsstruktur in Offenbach geliefert. Die Erkenntnisse dienen der Verbesserung der Kooperation der beteiligten Akteure und der Steigerung der Wirksamkeit der Maßnahmen für die Jugendlichen in Offenbach. Sie wurden in verschiedenen Zusammenhängen diskutiert. Arbeitsaufträge wurden beschlossen und Ergebnisse diskutiert.

2. Transparenz über Angebote herstellen

Das Herstellen von Transparenz über Angebote, Ansprechpartner und Inhalte von Maßnahmen im Übergang Schule – Beruf haben wir mit dem Ordner „Wege ins Berufsleben – Angebote und Maßnahmen für Jugendliche in Offenbach“ erreicht. Er ist als Angebotskatalog konzipiert, dient als Orientierungshilfe (Ringbuch als Loseblattsammlung) und enthält eine Vielzahl von Aktivitäten zur beruflichen Vorbereitung und Qualifizierung sowie dem Nachholen von Schulabschlüssen. In einer ersten Auflage wurde er an alle Akteure, insbesondere an Schule verteilt und wird in Beratungszusammenhängen eingesetzt. Eine zweite Auflage für Eltern, Migrantenselbstorganisationen (MSO), Vereine und Stadtteilzentren wird gekoppelt mit Besuchen vor Ort, um wichtige Anregungen für die Weiterentwicklung zu erhalten. Der hohe Nutzungsgrad und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten haben die Nachfrage nach diesem Produkt erhöht.
Die Internetseite www.bildung-offenbach.de, auf der alle Bildungsangebote zu finden sind, wurde bereits im Rahmen des Projektes „Lernende Region“ gestartet. In Zusammenarbeit mit den Projekten Hessencampus, Weiterbildungsberatung und Lernen vor Ort wird die Seite insbesondere für eine benutzerfreundlichere Anwendung überarbeitet und mit einem ansprechenderen Design ausgestattet.

3. Netzwerke und Gremien

Räumliche Nähe, informelle und formelle Vernetzung und spezifisches Know-how geben Anstöße für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit. Im dritten Handlungsfeld unterstützen und initiieren wir den strukturierten Austausch mit dem Ziel verbindlicher Absprachen, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Berufs(aus)bildung gemeinsam zu fördern und regionale Lösungen zu entwickeln. Wir beteiligen uns an Steuerungsrunden, organisieren und veranstalten Workshops und Fachtage, in denen sowohl wissenschaftliche Beiträge als auch konkrete Handlungsansätze ihren Platz finden und diskutiert werden. Einige Beispiele hierfür:

  • Arbeitskreis Jugendberufshilfe
    Das „Regionale Übergangsmanagement“ veranstaltet, koordiniert und moderiert die Treffen des Arbeitskreises Jugendberufshilfe. Zum Arbeitskreis zählen das Staatliche Schulamt und Bildungsträger, die am Übergang von Schule in Beruf an den allgemeinbildenden Schulen tätig sind. Der Arbeitskreis dient dem strukturierten und thematischen Austausch von theoretischem und praktischem Wissen. Referenten halten Impulsreferate, die in der anschließenden Diskussion vertieft werden. Das erste Treffen im Juni 2010 widmete sich dem Themenkreis rund um das Sozialgesetzbuch II und III in Offenbach. In einem zweiten Treffen im Dezember 2010 stand das Thema „Gesundheit“ im Mittelpunkt.
  • Ehrenamtliches Engagement
    Ehrenamtliches Engagement ist eine wichtige Ressource für das Gemeinwesen. Auch am Übergang von der Schule in den Beruf gibt es zahlreiche ehrenamtliche Angebote und Berührungspunkte wie zum Beispiel Patenschaftsprojekte und Hausaufgabenhilfen. Um die verschiedenen Ansätze der einzelnen Akteure kennen zu lernen, veranstaltete das „Regionale Übergangmanagement“ einen strukturierten Erfahrungsaustausch.
    Folgende Fragen standen im Fokus: Auf welche Stadtteile und Sozialräume konzentrieren sich die Akteure? Welchen Zielgruppen gelten die Angebote? Wie setzen sich die Ehrenamtlichen zusammen? Wie viele Menschen arbeiten mit? Wo besteht Abstimmungsbedarf? Wo gibt es Kooperationsmöglichkeiten? Welche Zukunftspläne gibt es? Ergebnis: Erstellung einer Aktivitätenübersicht, Klärung von Schnittstellen, Planung und Umsetzung gemeinsamer Öffentlichkeitsmaßnahmen.
  • Treffen mit Migrantenselbstorganisationen
    Das Sensibilisieren, Mobilisieren und Informieren von interethnischen Netzwerken und das Gewinnen von Multiplikatoren für die Anliegen der Berufs- und Arbeitsweltorientierung in den verschiedenen ethnischen Gemeinschaften kann, so zeigen die praktischen Erfahrungen, die bestehenden Instrumente der Förderung wesentlich wirksamer machen. Das „Regionale Übergangsmanagement“ wendet sich an Migrantenvereine, die Türöffner zu vielen verschiedenen Gruppen sind. Sie stellen eine wichtige Schnittstelle dar, wenn es um die Zusammenarbeit mit zugewanderten Eltern geht.
    Ziel ist es, die Eltern bei der Berufsorientierung der Kinder zu unterstützen, ihnen Brücken zum deutschen Schulsystem zu bauen, Probleme und Bedürfnisse zu erkennen, sie zu informieren und mit ihnen in Dialog zu treten.
  • Workshops Produktionsschulen
    Die vier Offenbacher Produktionsschulen bieten jungen Menschen, die nicht mehr schulpflichtig sind, einen Einstieg in das Berufsleben. In engem Verbund von Arbeiten und Lernen, von betrieblicher Produktion, Schule und pädagogischer Betreuung bieten sie ein fachpraktisches Angebot im Übergangsbereich.
    Die Produktionsschulen beauftragten das „Regionale Übergangsmanagement“ mit Workshops zur konzentrierten Reflexion der eigenen Arbeit. Zum Beispiel wurde mit Hilfe der SOFT-Analyse partizipativ erarbeitet, welche Stärken und Problemfelder die Produktionsschulen bieten und wo sich Verbesserungspotenziale verbergen. Der Workshop bot den Mitarbeitern der Produktionsschulen die Möglichkeit, außerhalb des Tagesgeschehens die bisherige Arbeit zu beurteilen und mit den gewonnenen Erkenntnissen das eigene Konzept weiterzuentwickeln.
    Planung: In den Folgeveranstaltungen sollen Qualitätsmerkmale erarbeitet werden, die für die Nachhaltigkeit der Produktionsschulen wichtig sind.
  • Projekt im Rahmen von § 33 SGB III Berufsorientierung
    Das „Regionale Übergangsmanagement“ unterstützte mit Hilfe des Verfahrens der zielorientierten Projektplanung (ZOPP) das CGIL-Bildungswerk e.V. bei der Neustrukturierung des Projekts JUMINA.
    In mehreren Workshops wurden gemeinsam mit einem externen Trainer messbare Zielsetzungen erarbeitet, Erfolgsindikatoren definiert und wichtige Meilensteine festgelegt. Die auf diese Weise gewonnene Klarheit ermöglicht es allen beteiligten Akteuren, das Projekt besser zu erfassen, konkreter zu gestalten und zielgerichtet umzusetzen.
  • Veranstaltungsreihe „Kompetenzen feststellen“
    Die Veranstaltungsreihe vermittelt Ansätze des ressourcen-orientierten Arbeitens und der Kompetenzfeststellung. Handlungsorientierte Theorie wird mit Erfahrung aus der Praxis zusammengebracht. Impulsreferate führen in das Thema ein. Die Idee für die Veranstaltungsreihe entstand in der Steuerungsgruppe OloV.
    Zu den folgenden Themen fanden Veranstaltungen statt:
    • Standards für Berufsorientierungstests (in Kooperation mit der IHK)
    • Eignungsanalyse (in Kooperation mit der Agentur für Arbeit)
    • Ausbildungsfähigkeit (in Kooperation mit der Handwerkskammer Rhein-Main)
    • Potenzialanalyse (in Kooperation mit der MainArbeit)
    • Kompetenzentwicklung in schwierigen Zeiten (in Kooperation mit der LAG Arbeit
    • Migranten und Kompetenzen
    Ergebnis: Die Veranstaltungsreihe traf auf großes Interesse. An jeder Veranstaltung nahmen 80 bis 110 Teilnehmer teil. Die Beiträge werden im Rahmen der Praxisreihe Perspektive Berufsabschluss veröffentlicht.
  • Fortbildung Kompetenzraster
    In Bezug auf Sprachfähigkeit, Lernvermögen, Lernleistung und Motivation sind die Lehrenden mit einer immer stärker wachsenden Heterogenität unter den Schülerinnen und Schülern konfrontiert. Eine Möglichkeit, um auf diese Problematik angemessen zu reagieren, ist die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler mit einem kompetenzorientierten Ansatz. In drei zweitägigen Seminaren lernten die Teilnehmenden die Methode des Kompetenzrasters kennen. Die Fortbildungsreihe „Individuell fördern, kompetenzorientiert lehren und lernen“ richtete sich an Lehrkräfte, die in der Berufsvorbereitung tätig sind und an Mitarbeitende von Bildungsträgern. Eine Einführung und Zusammenfassung erscheint in einer Broschüre.
  • Kooperation: OloV-Fortbildungsreihe für Lehrende und Schulkoordinatoren
    Gemeinsam mit der Regionalen Koordination OloV aus Stadt und Kreis Offenbach plante das „Regionale Übergangsmanagement“ eine Fortbildungsreihe für OloV-Schulkoordinatorinnen und -koordinatoren sowie Lehrkräfte. Ziel der Reihe war es, die OloV-Qualitätsstandards umzusetzen. Das Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung e.V. (ibbw) führte die sechs Seminarmodule durch:
    • Vorstellung Berufswahlfahrplan
    • Übertragen auf schuleigene Curricula
    • Einbindung von Kooperationspartnern
    • Kompetenzfeststellungsverfahren
    • Elternarbeit zur Unterstützung der Berufsorientierung
    • Kriterienkatalog Ausbildungsreife
    • Kooperation: OloV-Fachtage
    Werden Jugendliche gefragt, wer besonders an ihrer Berufswahl beteiligt ist, führen 60 bis 80 Prozent die Eltern an. Eltern nehmen eine Schlüsselrolle ein. Die Kommunikation zwischen Schule und Eltern gelingt jedoch aus vielen Gründen nicht immer gleich gut. Gerade Eltern von Jugendlichen mit Förderbedarf müssten besser in die Kommunikation eingebunden sein. Einer der OloV-Qualitätsstandards widmet sich deshalb speziell der Beteiligung der Erziehungsberechtigten am Berufsorientierungsprozess.
    Zwei Fachtage fanden zum Thema „Eltern-Schule-Betrieb“ statt. Der Fachtag zum Thema „Konzeptionelle Grundlagen zur Praktikumsregelung in Stadt und Kreis Offenbach an allgemein bildenden Schulen“, widmete sich dem Thema Schulpraktika. Gemeinsam abgestimmte Standards werden noch veröffentlicht.
  • Eine Elternveranstaltung zum Übergang Schule Beruf fand mit allen Partner und dem Landtagsabgeordneten Tipi im Saal des Ledermuseums statt.

4. Veröffentlichungen

Neben den oben erwähnten Studien hat das Regionale Übergangsmanagement in der Fachzeitschrift „SchulVerwaltung Spezial“ einen Fachbeitrag zum Thema „Übergänge in Offenbach“ dargestellt.
Zum 10. Girl´s Day in der Stadt Offenbach wurde eine filmische Dokumentation initiiert und unterstützt.
Zum Thema „Elternarbeit“ hat das Regionale Übergangsmanagement mehrsprachige „Elternbotschaften“ entwickelt. Eine erste wurde zum Thema „Ausbildung bringt weiter“ erstellt, weitere folgen.

Ausblick 2011

Die Überarbeitung und Erweiterung der Daten zum Übergang und zur beruflichen Bildung bleiben zukünftig Bestandteil des Erziehungs- und Bildungsberichts der Stadt Offenbach. Die Erweiterung kommunaler Berichterstattung wird durch das Projekt Lernen vor Ort begünstigt. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Themenschwerpunkt Bildungsmonitoring.

Die Produkte und Dokumentationen des Projektes werden auf den Internetseiten www.bildung-offenbach.de und unter www.offenbach.de präsentiert. Die Internetpräsenz soll auf Dauer überarbeitet werden und wird stärker in den Internetauftritt der Stadt integriert. Die Ordner „Wege ins Berufsleben“ sind in den Schulen und in den einschlägigen Beratungseinrichtungen, aber auch in den Migrantenorganisationen Bestandteil der Beratungsprozesse.

Die Schulabgangsbefragung soll nach Projektende von einem Amt übernommen werden. Die Angebote und Maßnahmen der vertieften Berufsorientierung sind klar und transparent strukturiert. Das Berufsorientierungsprogramm ist einheitlich für die Stadt Offenbach realisiert. Die Arbeitskreise Jugendberufshilfe, Jugendmaßnahmen im Bereich SGB II und Produktionsschulen werden weiter bestehen bleiben.

Im September 2011 wird eine Kooperationsvereinbarung zwischen allen relevanten Partnern im Übergang Schule Beruf unterzeichnet.

 

 

 
Förderung
Durchführung