Bernburg
Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt, Förderlaufzeit: 01.05.2008-31.03.2012


Kontakt

Anke Meyer
Dez. IV - Soziales, Familie und Bildung
Koordinierungsstelle Regionales Übergangsmanagement Salzlandkreis

06400 Bernburg (Saale)

Tel.: 03471 684-1550
Fax: 03471 684-2713
E-Mail: AMeyer@kreis-slk.de

www.jumpersnet.de


Der Salzlandkreis ist am 1. Juli 2007 mit der Kreisgebietsreform im Land Sachsen-Anhalt durch die Fusion der ehemaligen Landkreise Bernburg, Aschersleben-Staßfurt und Schönebeck entstanden. Er hat eine Größe von 1.426 km² und ca. 220.000 Einwohner. Trotz der relativ guten Lage in der Mitte Sachsen-Anhalts und guter Verkehrsanbindungen an Straße und Schiene ist die Arbeitsmarktlage noch nicht befriedigend. Noch immer gibt es zu viele Jugendliche und junge Erwachsene, die aus eigener Kraft den Weg von der Schule in einen Beruf nicht schaffen. Ein noch zu hoher Anteil der Jugendlichen hat keinen Schul- oder Berufsabschluss. Die Situation nach der Kreisgebietsreform erfordert in allen Bereichen der kommunalen Selbstverwaltung eine Vielzahl von Strukturanpassungen. Im Bereich des Überganges von Schule in Beruf sind vielfältige lokale Aktivitäten und Initiativen vorhanden. Diese dienen unter anderem der Berufsorientierung, des Kennenlernens betrieblicher Abläufe und damit der besseren Vorbereitung auf eine Berufsausbildung. Sie sind nicht abgestimmt und koordiniert auf der Ebene des Salzlandkreises, da sie unterschiedlich von den ehemaligen Landkreisen in eigener Verantwortung mit verschiedenen Kooperationspartnern entwickelt und durchgeführt worden sind. Die Aufgabe der Berufsberatung und der Vermittlung von Ausbildungsstellen wird von der Bundesagentur für Arbeit im Salzlandkreis nach der Kreisfusion durch drei unterschiedliche Regionalstellen  in Dessau, Magdeburg, und Sangerhausen wahrgenommen. Ebenso gibt es bei der Umsetzung der Arbeitsmarktgesetze unterschiedliche Rechtsträger, Zuständigkeiten und Organisationsformen im Rechtskreisen SGB II (1 ARGE, 1 Optionsmodelle als Eigenbetrieb, 1 Optionsmodell als Amt im Amt). Insgesamt verfügt der Salzlandkreis über eine Vielzahl von Strukturen am Übergang Schule - Beruf, die evaluiert, ausgebaut und vernetzt werden müssen.

Die Schaffung einer tragfähigen einheitlichen Struktur und Vorgehensweise für das Management am Übergang Schule in Beruf für den gesamten Salzlandkreis ist Hauptanliegen der Koordinierungsstelle Regionales Übergangsmanagement.
Gemeinsam mit allen Akteuren soll an der Erhöhung der Anzahl Schulabgängerinnen und -abgänger mit Abschluss, an der Verbesserung der Ausbildungsreife und an der Erhöhung der Anzahl Jugendlicher mit erfolgreichem Berufsabschluss gearbeitet werden. Damit soll auch dem Abwandern junger Menschen, besonders mit abgeschlossenen Qualifikationen, entgegengewirkt und zur Förderung und Stärkung der regionalen Wirtschaft beigetragen werden. Gleiches gilt für die Schaffung von neuen Ausbildungsmöglichkeiten in den Betrieben der Region.
In der weiteren Entwicklung des Salzlandkreises ist davon auszugehen, dass die vorhandenen positiven Ansätze mit Hilfe des Regionalen Übergangmanagements die Jungendarbeitslosigkeit nachhaltig senken und die Zukunftschancen für die Jugend verbessert werden.

Es wird eine Koordinierungsstelle Regionales Übergangsmanagement im Dezernat Beschäftigung, Bildung, Kultur und Soziales im Salzlandkreis eingerichtet sowie für den operativen Bereich regionale Standortbüros mit je einem regionalen Koordinator als „Ansprechpartner um die Ecke“ in den drei Regionen Bernburg, Aschersleben-Staßfurt, Schönebeck. Bereits vorhandene Stärken-Schwächen-Analysen der beschriebenen Ausgangslagen im Übergang Schule – Beruf werden überarbeitet.
Der Sach- und Entwicklungsstand bereits vorhandener regionaler Netzwerke am Übergang Schule in Ausbildung soll dargestellt und für alle Akteure im gesamten Salzlandkreis kommuniziert werden. Der Transfer gut funktionierender regionaler Aktivitäten wie zum Beispiel „Best Practice“ zur Verbesserung der Ausbildungsreife
auf den Salzlandkreis soll durch Koordination und Kommunikation verbessert werden. Dafür ist zum Beispiel die Erarbeitung von Handreichungen für die Zielgruppen Jugendliche, Eltern, Schule, Wirtschaft und Netzwerkpartner ein wichtiges Instrument.
Zusätzliche niederschwellige Angeboten bei den Netzwerkpartnern für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf unter besonderer Beachtung von Gendermainstreaming und Cultural Mainstreaming, zum Beispiel für junge Mütter und Eltern oder für Jugendliche mit Sprachförderbedarf sollen initiiert werden.
Die Aktualisierung, der Ausbau und die Ausweitung der Internetplattform des Regionalen Übergangsmanagements jumpersnet.de sollen die Kommunikation und die Transparenz verbessern helfen.
Ziel des Vorhabens ist dabei auch die Senkung der Anzahl der Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Abschluss durch Steuerung der Kooperationen und Koordination mit Schulen, Schulsozialarbeitern, Jugendamt und dem Schulverwaltungsamt durch die Schaffung einheitlicher Strategien und einer realisierbaren Plattform zum Nachholen von Schulabschlüssen unter Berücksichtigung der Chancengleichheit. Ermittlung und Transfer von Steuerung der flächendeckenden Ausbreitung von Initiativen zur Berufsorientierung in Schulen soll durch Kooperation mit Wirtschaft durch den Aufbau eines Arbeitskreises Schule / Wirtschaft unterstützt werden. Die ziel- und themenorientierte Verknüpfung der Koordinierungsstelle mit den Aktivitäten des Bildungsmanagers des Salzlandkreises soll durch die Bildung von beratenden Gremien, bestehend aus kompetenten Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft und Politik, Arbeitsmarktakteuren, Vertreterinnen und Vertretern des Bereichs Bildung und der Verwaltung des Salzlandkreises und ermöglichst und die Zusammenarbeit mit dem Beirat der Kompetenzagentur gestaltet werden. Dieses Kommunikationsnetz, das zielorientiert und abgestimmt im Übergang Schule-Beruf wirkt soll die Ergebnisse der Arbeit der Koordinierungsstelle Regionales Übergangsmanagement weiterentwickeln und verstetigen.

Ergebnisse

Die wichtigsten Ergebnisse in der 4-jährigen Laufzeit des Projekts sind die Verbesserung der Kommunikation der Akteure des Übergangs Schule-Beruf durch die Etablierung geregelter, koordinierter und moderierter Abstimmungsprozesse (Steuerkreis) sowie die gemeinsame Verständigung auf Ziele und Maßnahmen. Die Schaffung von Transparenz zu den bestehenden Förderinstrumenten durch eine Bestandaufnahme und eine Effektivitätsanalyse ermöglichte die Weiterentwicklung und die Stärkung der Kooperation und der Abstimmungsprozesse durch die so erreichte Sensibilisierung für die Notwendigkeit zur Stärkung der regionalen Entwicklung vor allem im Bereich der Fachkräftesicherung durch eine Verbesserung auch der Kooperation Schule-Wirtschaft. Neben dem Internetauftritt jumpersnet.de wurde das Regionale Übergangsmanagement durch Arbeits- und Info-Materialien flankiert, bzw. durch Nutzung vorhandener regionaler Printmedien zur Informationsweitergabe. Das Vorhaben hat mit seinen Rahmenbedingungen, seinen Ergebnissen und seiner Nachhaltigkeitsstrategie seine Ziele erreicht.

Alle Informationen zum Regionalen Übergangsmanagement wurden auf www.jumpersnet.de kommuniziert.

2011 konzentrierte sich die Arbeit des Regionalen Übergangsmanagements auf der Verstetigung und nachhaltige Installation der geschaffenen Strukturen am Übergang Schule – Beruf im Salzlandkreis.
Hierbei lag insbesondere der Fokus auf Abstimmung und Organisation der regionalen Arbeitskreise Schule – Wirtschaft nach Auslauf des Projektzeitraumes RÜM:
- eigenverantwortliche Arbeit der Vorstände der Arbeitskreise
- Routinen zu den Arbeitskreissitzungen
- Unterstützung in organisatorischen Dingen (Einladungen, Protokolle)
- Benennung eines Ansprechpartners im Salzlandkreis

Ziel der Koordinierungsstelle im Salzlandkreis war es weiterhin, den 2010 erarbeiteten „Leitfaden zur Berufsfindung für Schüler und Schulabgänger“ im Salzlandkreis zum Ende des Jahres in einer berarbeiteten, aktuellen Version als eine Art Abschlusshandreichung den Netzwerkpartner zur Verfügung zu stellen. Die redaktionelle Bearbeitung erfolgte verstärkt ab 2. Hälfte des Jahres 2011.

Weiterhin wurden folgende Arbeiten weitergeführt:
- Unterstützung bei der Intensivierung der regionalen Zusammenarbeit und des Erfahrungsaustauschs zwischen Schulen und Wirtschaftsunternehmen
- Sicherung nachhaltiger Partnerschaften
- Auswertung und Vernetzung bestehender Projekte und Initiierung neuer Projekte
- Stärkung der Berufswahlvorbereitung in Schulen, Förderung praxisnaher und effektiver Berufsorientierung
- Einblicke in die Wirtschaft und das Arbeitsleben geben; Verständnis für Prozesse in der Arbeitswelt schaffen
- Erleichterung für Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Fachkräften
- Qualitätsanforderungen an Schülerbetriebspraktika
- Lehrerbetriebspraktika
- Schulspezifische BO-Konzepte
- Elternarbeit

Projekt­darstellungen

Arbeits­materialien

 
Förderung
Durchführung