„Leistungsschau Regionales Übergangsmanagement“ am 26./27. Juni 2013
Im Rahmen des Programms „Perspektive Berufsabschluss“, gefördert durch das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF), erprobten 55 Projekte in kommunaler Verantwortung neue Wege für die Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf. Als Ergebnisse der Projekte liegen rund 1.000 Produkte vor.

Die Leistungsschau bot die Möglichkeit, einen Teil dieser Produkte der Fachöffentlichkeit zu präsentieren und Good Practice Beispiele kennenzulernen. Rund 80 interessierte Fachleute – mehrheitlich von außerhalb des Programms – konnten einen Blick in die zentralen Arbeitsbereiches eines Regionalen Übergangsmanagements (RÜM) werfen und wertvolle Erfahrungen miteinander auf diesem Gebiet austauschen.

Die Begrüßung wurde durch Frau Shalini Saxena, Referentin im BMBF, gehalten. Frau Saxena,  hob hervor, dass ein erfolgreiches RÜM politische Grundsatzentscheidungen voraussetze und eine breite Akzeptanz bei den Partnern genieße. Ein erfolgreiches Projekt sei immer auch ein lernendes Projekt, das sich in den Austausch mit anderen begebe. In diesem Sinne habe die Förderinitiative „Regionales Übergangsmanagements“ vor allem in ihren zentralen Arbeitsfeldern: Netzwerk- und Gremienarbeit, Bestandserhebungen und Nutzerbefragungen, Verbesserung der Transparenz, Elternarbeit und Verbesserung der Berufsorientierung / Kooperation Schule und Wirtschaft, einiges zu bieten. Wichtig sei, dass die Kommunen nun das auslaufende Programm nicht nur in den geförderten Regionen verstetigen, sondern das Übergangsmanagement möglichst flächendeckend weiterführen oder einführen. Besonders hilfreich seien daher die hervorragenden Projektergebnisse, die vermeiden würden, dass viele Kommunen das Rad neu erfinden müssten. Die gesammelten Produkte seien bereits über die Projektbeschreibungen auf der Programmplattform unter www.perspektive-berufsabschluss.de abrufbar und würden in Kürze vollständig über einen einheitlichen Stichwortkatalog durchsuchbar sein.

Auditorium Der nachfolgende Sprecher Jörg Freese, Beigeordneter für Jugend, Schule, Kultur und Gesundheit im Deutschen Landkreistag, verdeutlichte, dass ein Regionales Übergangsmanagement ein kommunales Übergangsmanagement sei. Kommunen trügen bereits viel Verantwortung in Fragen der Bildung und Integration, sie strebten den Aufbau kommunal integrierter Bildungslandschaften an. Auf dem Weg dahin seien fachliche Impulse stets willkommen; förderlich könnten auch weitere gesetzliche Untermauerungen sein. Allen Nicht-RÜM Kommunen wolle er im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mut machen, sich auf ein kommunales Übergangsmanagement einzulassen. Über RÜM hinaus böte das BMBF mit den geplanten Transferagenturen im Rahmen des Programms "Lernen vor Ort" weitere Unterstützung auf Landesebene. 

Nach der Begrüßung begann die „Reise“ durch die Förderinitiative „Regionales Übergangsmanagement“: Die Teilnehmenden machten sich in vier Gruppen auf den Weg und hörten Kurzpräsentationen aus den fünf zentralen Arbeitsbereichen eines RÜM.

"Besuchergruppe" bei der Kurzräsentation

Jeweils vier Projekte präsentierten gleichzeitig die von ihnen entwickelten Produkte und berichteten Präsentation der Produkte von ihren Erfahrungen. Nach einer Viertelstunde wechselten die Besuchergruppen und konnten das nächste Projekt kennenlernen. Insgesamt gab es 20 Präsentationen von 14 Projekten aus der ersten und zweiten Förderrunde. Zusätzlich präsentierten die Projekte aus Wesel und Nürnberg im Plenum ihre Strategien zur Verstetigung, und hoben dabei die Bedeutung eines umfangreichen kommunalpolitischen Lobbyings hervor.

 

In der Abschlussrunde, moderiert von Germaine Schleicher, Projektleiterin des Regionalen Übergangsmanagements Nordsachsen, wurden die Vielfalt und die Qualität der erarbeiteten Produkte gelobt. Sie seien für Außenstehende und Kommunen, die ein Übergangsmanagement entwickeln, sehr anregend und nützlich. Im Weiteren wurde der Wunsch geäußert, in einem ähnlichen Rahmen Programm übergreifend noch einmal zusammenzukommen und sich über Produkte und Weiterentwicklungen auszutauschen. Neben RÜM Projekten waren das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), einzelne Projekte aus dem BMBF Programm „Lernen vor Ort“, dem Programm „Jugend stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Programm „Passgenaue Vermittlung Auszubildender an ausbildungswillige Unternehmen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, dem Programm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie aus der NRW Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ und anderen Landesprogrammen vertreten. Herr Neises vom BIBB stellte abschließend mit der „qualiboXX“ eine Möglichkeit vor, virtuell in Kontakt zu bleiben und sich über das Fachportal zu vernetzen. Die „qualiboXX“ ist eine Kommunikations- und Austauschplattform im Internet für Fachkräfte in den Bereichen Berufsorientierung und Ausbildung.

In der qualiboXX wurde für den weiteren Austausch die offene Gruppe "RÜM Transfer" eingerichtet, der man nach Anmeldung bzw. kostenfreier Registrierung ohne Weiteres beitreten kann. 

Die Präsentationen finden Sie in der rechten Spalte zum Download. 
Folgende Projekte präsentierten (die Links führen zu den Projektvisitenkarten mit den Produkten dieser Projekte):

Netzwerk-/Gremienarbeit

Herford, NRW
Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein
Landkreis St. Wendel, Saarland
Stadt Nürnberg, Bayern

Bestandserhebung / Befragungen

Stadt Fürth, Bayern
Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein
Kreis Düren, NRW
Ennepe-Ruhr-Kreis und Stadt Hagen, NRW

Verbesserung der Angebotstransparenz

Landkreis Görlitz, Sachsen
Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein
Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein
Berlin

Elternarbeit

Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen
Ennepe-Ruhr-Kreis und Stadt Hagen, NRW
Stadt Fürth, Bayern
Landeshauptstadt Stuttgart, Baden-Württemberg

Berufsorientierung / Kooperation Schule Wirtschaft

Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen
Landkreis Coburg, Bayern
Landkreis Mittelsachsen, Sachsen
Kreis Düren, NRW

Strategien zur Verstetigung

Kreis Wesel, NRW
Stadt Nürnberg, Bayern

 

Dokumente

 
Förderung
Durchführung