16 Migrantenorganisationen an einem Tisch

Die Saarbrücker Projekte "KoSa", "QUASA" und das bundesweite MOZAIK-Begleitprojekt "Mit MigrantInnen für MigrantInnen" des Programms "Perspektive Berufsabschluss" empfingen 16 Migrantenorganisationen aus Saarbrücken zur ersten Informationsveranstaltung.

Saarbrücken/Bielefeld: Großen Zuspruch fand die erste gemeinsame Veranstaltung im Rahmen des Begleitprojekts "Mit MigrantInnen für MigrantInnen - Interkulturelle Kooperation zur Verbesserung der Bildungsintegration" von "Perspektive Berufsabschluss", die am 8. April 2010 in Saarbrücken stattfand. Insgesamt 30 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Nationalitäten aus 16 Migrantenorganisationen nahmen daran teil. Eingeladen hatten das Koordinierungsbüro Saarbrücken "KoSa" der Förderinitiative "Regionales Übergangsmanagement" und das Qualifizierungsmanagement Saarbrücken "QUASA" der Förderinitiative "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung" gemeinsam mit MOZAIK gGmbH Bielefeld und unterstützt durch das Zuwanderungs- und Integrationsbüro Saarbrücken.

Folgende Organisationen waren vertreten: Die alevitische Gemeinde Saarland, die deutsch-russische Kulturschule ELFE e. V., das Russische Haus e. V., der türkische Elternbund Saarbrücken und Umgebung e. V., die deutsch-chinesische Gesellschaft Saarland, die Roma-Union, die Saarheimat e. V., der Ortsverband der Litauer im Saarland, die internationale Gruppe Ottweiler, der Verein Freunde Bulgariens, die kurdische Gemeinde Saarland e. V., Ghana Association Saarland e. V., die islamische Gemeinde Saar e. V., das Zuwanderungs- und Integrationsbüro "ZIB" und das Stadtteilbüro Alt-Saarbrücken. Die Saarländische Initiative für Migration und Arbeitswelt (SIMA) - ein Vorhaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales - war ebenfalls anwesend und hat ihr Angebot vorgestellt.
 
Veronika Kabis, Integrationsbeauftragte der Stadt Saarbrücken, eröffnete die Veranstaltung. Nach einer kurzen Vorstellung aller Teilnehmenden beschrieben die Projektleiterinnen Claudia Barth (KoSa) und Stefanie Wagner (QUASA) Ziele und Inhalte der beiden Förderinitiativen von "Perspektive Berufsabschluss" und stellten ihre Arbeit vor. Ziel beider Förderinitiativen ist es, die Zahl der Menschen ohne Berufsabschluss langfristig zu senken. Das regionale Übergangsmanagement beschäftigt sich dabei mit dem Übergang Schule-Beruf und nimmt somit die Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler in den Blick, die abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung legt ihr Augenmerk auf An- und Ungelernte mit und ohne Beschäftigung. In beiden Bereichen sind Menschen mit Migrationshintergrund besonders benachteiligt.

Das Begleitprojekt "Mit MigrantInnen für MigrantInnen" wurde von Projektleiter Cemalettin Özer (MOZAIK gGmbH Bielefeld) vorgestellt. Durch eine verstärkte Einbindung von Migrantenorganisationen in regionale Netzwerke und deren aktive Teilnahme an Schulungen zu Bildungsthemen soll erreicht werden, dass die Organisationen selbst zu Multiplikatoren werden und somit wesentlich zur Verbesserung der (Aus-)Bildungssituation ihrer Mitglieder beitragen können. Cemalettin Özer gab dazu Beispiele aus seiner bisherigen Zusammenarbeit mit Projekten in anderen Städten. Auch die Verbesserung der Kooperation von Migrantenorganisationen mit Akteuren des Bildungs-, Ausbildungs- und Weiterbildungsbereichs ist Gegenstand des Begleitprojekts. In den Migrantenorganisationen werden hierfür sogenannte Bildungsbeauftragte ernannt. Alle anwesenden Vertreter und Vertreterinnen von Migrantenorganisationen zeigten sich an einer Kooperation interessiert. Am 12. Mai 2010 wird die zweite Veranstaltung in Saarbrücken stattfinden. Dort wird es um die konkreten Bedarfe in den Migrantenorganisationen und eine vertragliche Vereinbarung gehen.
 

Kontakt:

"Mit MigrantInnen für MigrantInnen -
Interkulturelle Kooperation zur Verbesserung der Bildungsintegration"
Dipl.-Ing. Cemalettin Özer (Projektleiter)
Dipl.-Päd. Menekse Polat (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
MOZAIK gemeinnützige Gesellschaft für interkulturelle Bildungs- und Beratungsangebote mbH
Herforderstr.46
D-33602 Bielefeld
Tel.: 0521-96682-0
E-Mail: oezer@mozaik.de
E-Mail: polat@mozaik.de

"KoSa" - Koordinierungsbüro Saarbrücken
Claudia Barth (Projektleiterin)
Heuduckstraße 1
66117 Saarbrücken
Tel.: 0681-5067480
E-Mail: claudia.barth@rvsbr.de

"QUASA" - Qualifizierungsmanagement Saarbrücken
Stefanie Wagner (Projektleiterin)
Heuduckstraße 1
66115 Saarbrücken
Tel.: 0681-5067461
E-Mail: st.wagner@zbb-saar.de


"Perspektive Berufsabschluss" ist ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das durch strukturelle Veränderungen den Anteil von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne beruflichen Abschluss dauerhaft senken will. In 49 Modellregionen sollen dafür Netzwerke in zwei unterschiedlichen Förderschwerpunkten nachhaltig etabliert werden.

"Regionales Übergangsmanagement" stimmt an 27 Standorten die verschiedenen bereits vorhandenen Förderangebote und Unterstützungsleistungen aufeinander ab, um Jugendlichen einen problemloseren Anschluss von der Schule in eine Berufsausbildung zu erleichtern.

"Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung" schafft an 22 Standorten geeignete Rahmenbedingungen, um an- und ungelernten jungen Erwachsenen mit und ohne Beschäftigung einen nachträglichen Berufsabschluss zu ermöglichen.

"Perspektive Berufsabschluss" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aus Bundesmitteln und von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in den Jahren 2008 bis 2012 mit insgesamt rund 38 Mio. € finanziert.

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