Gender Mainstreaming
Die Erkenntnis, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt, führte dazu, dass zur Behebung dieses Missstandes bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein mit zu berücksichtigen sind. Denn politische und administrative Entscheidungen wirken in sehr unterschiedlicher Weise auf Männer und Frauen.

Um dem Leitprinzip Geschlechtergerechtigkeit im Programm „Perspektive Berufsabschluss“ zu folgen, waren die Akteure in den Projekten verpflichtet, bei allen Vorhaben die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse von Frauen und Männern zu analysieren und ihre Entscheidungen so zu gestalten, dass sie zur Förderung einer tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter beitragen. Das Ziel von Gender Mainstreaming ist es, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und von Männern im Sinne des Artikels 3 Absatz 2 Grundgesetz zu erreichen. Mit der Erschließung der wichtigen Human- und Wissenspotenziale wird ein gesellschaftlicher Mehrwert entwickelt, indem dem Fach- und Führungskräftemangel durch Nachqualifizierung begegnet wird sowie den Auswirkungen des demographischen Wandels durch die frühe und individuelle Öffnung von Bildungswegen entgegengewirkt werden kann. Konkret bedeutete das in unseren Projekten, dass Maßnahmen zur Frauenförderung schon früh zu ergreifen sind, die gerade dort wichtig sind, wo Benachteiligungen abzubauen sind. Es kann genauso sachgerecht sein, Maßnahmen zur Förderung von Männern zu ergreifen, wenn dies das Ziel der Gleichstellung fördert.

Gender Mainstreaming in den Projekten des Regionalen Übergangsmanagements

Projektbeispiele aus dem Programm finden sich in der Bundestagsdrucksache 17/9210 (in der rechten Spalte zum Download). Genannt werden u.a. Ansätze aus dem Regionalen Übergangsmanagement in Güstrow, Gütersloh und Stuttgart (unter Frage 3, Seite 5f).

Gender Mainstreaming in den Projekten der Abschlussorientierten Nachqualifizierung - Nachqualifizierung speziell für Frauen

Nachqualifizierung für Frauen muss oft nach anderen Voraussetzungen und Bedingungen erfolgen als die für Männer. "Qualifizierung nach Maß" - war das Motto der Beratungs- und Koordinierungsstelle für berufliche Nachqualifizierung in Darmstadt. Ein Beispiel kann so aussehen: Ausbildung zur Bürokauffrau abgebrochen, weil sich Nachwuchs einstellt. Es folgen Familie und immer wieder befristete und Aushilfstätigkeiten, keine Aussicht auf Übernahme in eine unbefristete Beschäftigung. Wie es weitergehen kann, zeigt beispielhaft ein Interview auf den Seiten von Qualifizierung nach Maß in Darmstadt.

 

Dokumente

Projektstandorte

 
Förderung
Durchführung