Stadt Hildesheim
Stadt Hildesheim, Niedersachsen, Förderlaufzeit: 01.09.2010-31.08.2013


Kontakt

Stadt Hildesheim
Fachbereich Jugend, Schule und Sport
Koordinierungsstelle Regionales Übergangsmanagement
Hannoversche Str. 6
31134 Hildesheim
Fax: 05121 / 3014560

Projektleitung: Sabine Hartung
Tel.: 05121 / 301-4524
E-Mail:
s.hartung@stadt-hildesheim.de

www.hildesheim.de/ruem


Für die Stadt Hildesheim ist der erfolgreiche Übergang junger Menschen von der Schule in die Berufswelt eine wesentliche bildungs- und jugendpolitische Aufgabe, wobei die Zielgruppe der benachteiligten Jugendlichen besonders im Fokus steht. Trotz vielfältiger Einzelansätze und großen Engagements beteiligter Stellen in Hildesheim ist festzustellen, dass die Angebote beim Übergang von der Schule in den Beruf unzureichend miteinander vernetzt sind und ineffiziente Parallelstrukturen vorliegen. Gerade für Jugendliche sind die Zuständigkeiten schwer erkennbar, die Förderlandschaft unübersichtlich, die Angebotsvielfalt nicht überschaubar und das Gesamtsystem somit schlecht nutzbar. Hilfsangebote durch das Land, die Kommune, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter werden zu wenig in dafür verabredeten Strukturen gemeinsam geplant und abgesprochen. Mit einem effizienten Schnittstellenmanagement könnte diesen Abstimmungsproblemen wirksam begegnet werden.

Durch den Ausbau bereits bestehender Netzwerkstrukturen, deren qualitative Weiterentwicklung und eine zentrale Steuerung durch ein „Regionales Netzwerk: JUB – Jugend und Beruf!“ sollen gemeinsam neue Impulse für die Gestaltung des Übergangs von der Schule in die Berufswelt in der Region Hildesheim gegeben werden. Erforderlich ist dabei insbesondere eine wirksame Abstimmung von Förderkonzepten vor Ort mit dem Ziel, die Bildungs- und Ausbildungswege von den letzten Schulbesuchsjahren bis hin zum Ausbildungsabschluss zu unterstützen und zu gewährleisten.

Folgende Kooperationspartner wirken im Projekt aktiv mit:

Junge Menschen, die einen besonderen Förderbedarf haben, sollen zukünftig passgenauer und reibungsloser in Ausbildung bzw. Arbeit integriert werden. Der Ausschluss aus dem regulären Bildungs- bzw. Fördersystem soll im Vorfeld vermieden werden, die Anzahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Schul- und Berufsabschluss gilt es zu senken und die Quote in Ausbildung bzw. Arbeit kontinuierlich zu erhöhen.

Langfristig soll das „Regionale Netzwerk: JUB – Jugend und Beruf!“ folgende Ziele erreichen:

  • den Handlungs- und Förderbedarf im Bereich Übergang Schule-Beruf für benachteiligte Jugendliche über die Erfassung relevanter Daten umfänglich zu ermitteln und zu analysieren,

  • ein regional kohärentes und transparentes Übergangssystem zu entwickeln, in dem Förder- und Qualifizierungsangebote unterschiedlicher Institutionen sowie die Instrumente des Übergangsmanagements besser aufeinander abgestimmt sind,

  • die Gestaltungsmöglichkeiten für Projekte und Maßnahmen zur Integration von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf im regionalen Netzwerk gemeinsam auszuloten, wenn möglich zu realisieren und dadurch Synergieeffekte zu nutzen,

  • neue Partizipations- und Beteiligungsformen für Jugendliche zu entwickeln, um ihre Ideen und Vorstellungen im Rahmen regionaler Bildungsstrategien als kreative Ergänzung zu berücksichtigen.

Das regionale Netzwerk verabredet in Planungstreffen die angestrebten Ziele und definiert die Erfolgsindikatoren für die gemeinsame Arbeit. Geschäftsgrundlage ist eine Kooperationsvereinbarung, in der sich alle regionalen Partner auf einen Zielkatalog verpflichten. Regelmäßige Netzwerktreffen dienen der gemeinsamen Überprüfung der Ziele sowie den Planungsabsprachen und der Festlegung zu realisierender Umsetzungsschritte. Mit folgenden Teilprojekten werden Instrumente des Regionalen Übergangsmanagements in Hildesheim etabliert:

Ergebnisse

Ergebnis

Ziel des Projekt war es, auf der Ebene der Stadtverwaltung eine Koordinierungsstelle zu etablieren, die - orientiert an den regionalen Bedarfen und regionalen Schwerpunktsetzungen der beteiligten Akteure - neue bzw. verbesserte Strukturen im Bereich des Übergangs Schule-Beruf initiiert, abstimmt und im Durchführungsprozess koordiniert. Mit der Gewinnung aller regional relevanten Akteure im Bereich Übergang Schule- Beruf konnten bereits bestehende Netzwerke ausgebaut und Strukturen gefestigt werden.
Durch eine Bestandsaufnahme der Angebote wurden der Handlungs- und Förderbedarf ermittelt und analysiert. Gleichzeitig führte die Entwicklung einer internetgestützten Datenbank zu mehr Transparenz in der Angebots- und Beratungsstruktur. Regionale Strategien, die Jugendlichen einen optimalen Übergang von der Schule in den Beruf ermöglichen, konnten entwickelt bzw. weiterentwickelt und umgesetzt werden.

Fazit

Für die Stadt Hildesheim ist zukünftig die Entwicklung einer Kommunalen Bildungslandschaft geplant. Eine zentrale Koordinierungsstelle soll bei der Volkshochschule angesiedelt werden, die als regionsweiter Bildungsträger die Netzwerkstrukturen zusammenführt. Das Projekt konnte dazu die entscheidenden Entwicklungs- und Erprobungserfahrungen einbringen, die in einer Projektdokumentation zusammengefasst wurden, um eine möglichst nahtlose und nachhaltige Weiterführung des Prozesses im Bereich Übergang Schule- Beruf zu erreichen. Für die Fortführung der Arbeit wird es im Weiteren entscheidend sein, welche Vorgaben und Unterstützungen das Land Niedersachsen geben wird. Seitens des Kultusministeriums wurde ein neuer Erlass zur beruflichen Orientierung an allgemein bildenden Schulen herausgegeben, der Berufsorientierung als Querschnittsaufgabe betrachtet. Von den Mitgliedern des Arbeitskreises "Berufsorientierung" wurde die Notwendigkeit allgemeiner Standards für die Entwicklung schulinterner Curricula definiert.

Seit der Einrichtung der Koordinierungsstelle zum 01. Oktober 2010 findet zur Entwicklung eines regional abgestimmten Übergangssystems ein intensiver Arbeitsprozess mit den Kooperationspartnern vor Ort statt. Zunächst folgte in Einzelgesprächen ein Austausch mit den jeweiligen Institutionen. Die Gründung und gemeinsam festzulegende Zielsetzung des „Regionalen Netzwerks: JUB – Jugend und Beruf!“ erfolgte mit der ersten Planungskonferenz im März 2011. Es wurden gemeinsame Zielsetzungen und konkrete Schwerpunkte gesetzt. Im Fokus stehen hier beispielhaft die Entwicklung einheitlicher Rahmenbedingungen für eine gute Berufsorientierung an allgemein bildenden Schulen in der Region sowie Verfahrensstandards bei Schulverweigerung.

Grundsätzlich wurde in dem Abstimmungsprozess besonders deutlich, dass für ein abgestimmtes, regionales Konzept die Erfassung sämtlicher vorhandender Strukturen und Angebote im Übergangssystem erforderlich ist.
Das geplante Teilprojekt Bildungsmonitor wurde daher von allen Kooperationspartnern positiv bewertet und in dem Umsetzungsprozess aktiv unterstützt und begleitet.

Die Erstellung des Bildungsmonitors ermöglichte dem Netzwerk eine fundierte Bewertung der regionalen Begebenheiten und somit eine Ergänzung der bereits festgelegten Handlungsschritte und Grundlage für weitere Entscheidungen.
Der Bildungsmonitor wird gleichzeitig als Grundlage für die Entwicklung der Orientierungshilfe für Jugendliche genutzt. Mit Hilfe des Online-Bildungsscouts sollen die jungen Menschen in der Region die Möglichkeit erhalten, sich spielerisch mit dem sogenannten Angebotsdschungel auseinanderzusetzen und für sich eigene Perspektiven entdecken. Die Jugendlichen wurden in der ersten Entwicklungsphase des Online-Spiels einbezogen und konnten ihre Ideen, Erfahrungen und Bedürfnisse mit ein bringen.

Bei der Weiterentwicklung des Online-Spiels wurde ein besonderer Schwerpunkt auf die langfristige Nutzung der erfassten Daten gelegt. In dieser Phase war es sehr hilfreich, aus den bereits vorhandenen und umfangreichen Erfahrungen der RÜM-Projekt aus der ersten Förderrunde zu profitieren. Mit dem Aufbau einer Datenbank können die Institutionen inzwischen eigenständig ihre Angebote aktualisieren bzw. ergänzen.
Dieser Effekt erzielte auch die Erweiterung des Anwenderkreises von den Jugendlichen bis hin zu der Zielgruppe der Eltern und Fachkräfte sowie der interessierten Öffentlichkeit. In einem Expertenworkshop wurde die Datenbank von den verschiedenen Zielgruppen getestet und als übersichtlich, verständlich und leicht in der Anwendung bewertet.
Im Dezember 2012 wurde die Datenbank unter www.hi-bildungsscout.de veröffentlicht.

Ein weiteres Instrument ist die Durchführung einer Schulungsreihe für Fachkräfte im Übergangssystem zwischen Schule, Ausbildung und Beruf. Die aktuellen und zentralen Themenfelder, die den Fachkräften im Arbeitsalltag begegnen und den Handlungsbedarf verdeutlichen, wurden mit den Mitgliedern der Planungskonferenz im Austausch erarbeitet und die Veranstaltungsreihe thematisch geplant. Die Partizipation der Akteure drückt sich in der Praxis insbesondere durch die kontinuierlichen Anmeldezahlen aus. Die Teilnehmerzahl liegt im Schnitt zwischen 80 bis 120 Interessierten. Neben dem fachlichen Input und Austausch bewerten die Teilnehmer/-innen den Vernetzungscharakter der Veranstaltungen für die tägliche Praxis als besonders gewinnbringend.

Zusätzlich erscheinen zur weiteren Steigerung der Transparenz im Bereich „Übergang Schule – Beruf“ seit September 2011 im vierteljährlichen Rhythmus lokale Newsletter. Diese enthalten aktuelle Informationen aus der Region und ermöglichen den Fachkräften und Interessierten über ihre Aufgabenbereiche, Termine und Veranstaltungen zu informieren. Die Veröffentlichungen sind über die Internetseite des Regionalen Übergangsmanagements Hildesheim unter www.hildesheim.de/ruem abrufbar.

Seit der Einrichtung der Koordinierungsstelle zum 01. Oktober 2010 findet für die Entwicklung eines regional abgestimmten Übergangssystems ein intensiver Arbeitsprozess statt. Dieser ist eng mit der Gründung und festzulegenden Zielsetzung des „Regionalen Netzwerks: JUB – Jugend und Beruf!“ verbunden. Inzwischen haben zwei Planungskonferenzen mit den regionalen Akteuren stattgefunden. Es wurden erste gemeinsame Ziele und Schwerpunkte gesetzt. Bereits in der ersten Planungskonferenz im März 2011 wurde in der Auseinandersetzung mit den Zielen deutlich, dass für ein abgestimmtes, regionales Konzept die Erfassung sämtlicher vorhandenen Strukturen und Angebote im Übergangssystem erforderlich ist.

Das Teilprojekt Bildungsmonitor, mit dem eine regionale Bestandsaufnahme beabsichtigt ist, wird von den Kooperationspartnern positiv bewertet und in vollem Umfang unterstützt. Die Erfassung beinhaltet sämtliche Angebote im Übergangssystem der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie Bildungs- und Qualifizierungsangebote, Beratungsangebote und die bestehenden Netzwerkstrukturen im Übergangssystem. Die Erstellung des Bildungsmonitors ist für Ende 2011 vorgesehen und wird dem Netzwerk eine fundierte Bewertung der regionalen Begebenheiten und somit eine Ergänzung der bereits festgelegten Handlungsschritte ermöglichen.

Der Bildungsmonitor wird gleichzeitig als Grundlage für die Entwicklung der Orientierungshilfe für Jugendliche genutzt. Mit Hilfe des Online-Bildungsscouts sollen die jungen Menschen in der Region die Möglichkeiten erhalten, sich spielerisch mit dem sogenannten Angebotsdschungel auseinanderzusetzen und für sich eigene Perspektiven zu entdecken. Eine Beteiligung der Zielgruppe ist während des gesamten Projektzeitraums vorgesehen und wird durch ihre Beiträge, Erfahrungen und Bedürfnisse bereichert. Eine erste Testversion des Online-Bildungsscouts soll bis Ende 2012 vorliegen, die endgültige Version voraussichtlich bis Mitte 2013.

Auch die Durchführung einer Schulungsreihe für die Fachkräfte im Übergangssystem wird zu Transparenz und einer Vernetzung untereinander beitragen. Für die praxisorientierte Planung der einzelnen Schulungen sind Fachkräfte mit einbezogen. Der erste Praxisworkshop wird im November 2011 durchgeführt.

Im Monat August 2011 erscheint erstmalig der Newsletter „Übergang Schule – Beruf“. Neben aktuellen Informationen erhalten alle Fachkräfte das Angebot, selbst über ihre Aufgabenbereiche, Termine und Veranstaltungen zu berichten. Die Veröffentlichung wird auch über die Internetpräsenz des Regionalen Übergangsmanagements Hildesheim unter  www.hildesheim.de/ruem abrufbar sein.

Projekt­darstellungen

Arbeits­materialien

 
Förderung
Durchführung