Landkreis Göppingen
REGIOdrive Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg, Förderlaufzeit: 01.10.2010-30.09.2013


Kontakt

REGIOdrive – Regionales Übergangsmanagement für den Landkreis Göppingen
Cordula Schonard
Lorcher Str. 6
73033 Göppingen

Tel.: 07161/202-442
Fax: 07161/202-8912
E-Mail: c.schonard@landkreis-göppingen.de

http://www.regiodrive-landkreis-goeppingen.de


Der Landkreis hat bezogen auf die Wirtschaftsdaten nur eine eingeschränkte Innovationskraft in Baden-Württemberg.

Der Landkreis konnte seine Einwohnerzahl 2009 nicht halten, noch im Jahr 2008 betrug die Einwohnerzahl 255.236. Dies ist nicht zuletzt auf die hohen Arbeitsplatzverluste bei namhaften Firmen wie Märklin, ORICOM, Allgaier und vieler kleinerer sehr innovativer Firmen zurückzuführen.

Die prosperierende Wirtschaftsregion hat mit der Umstrukturierung zu kämpfen. So sind die Arbeitslosenquoten mit 6,0 % insgesamt und sogar nur 5,1 % bei Jugendlichen unter 25 Jahren (Stand 03/2010) im bundesweiten Vergleich Spitzenklasse. Die Arbeitslosigkeit steigt aber und der Abbau vor allem von Arbeitsplätzen im gewerblich-technischen Bereich schreitet voran.

Seit 2006 werden vom Verbund Jugendberufshilfe regelmäßig Jugendkonferenzen durchgeführt, um sich mit diesen Problemstellungen auseinanderzusetzen.

 

Wichtig ist zunächst der Aufbau einer Bildungsgesamtdatenlage zur Bestimmung der Ausgangsposition. In diesem Kontext sollen die folgenden für den Landkreis Göppingen aus heutiger Sicht wichtigen Aspekte mitbearbeitet werden:

  • Verbesserung des Zugangs von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zu weiterführenden Schulen
  • Begegnung des prognostizierten Fachkräftemangels (Abgangszahlen von Schülerinnen und  gehen zurück), Entwicklung von Kompensationsstrategien z.B. durch die Verbesserung der Arbeitsmarktintegrationschancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
  • Reduzierung herkunftsbedingter Unterschiede von Bildungschancen unter Einbeziehung von bildungsfernen Schichten
  • Entwicklung eines Curriculums Elternarbeit am Übergang Schule-Beruf
  • Interkulturelle Schulentwicklung zur verstärkten Einbindung von Eltern
  • Bildungs- und Ausbildungsbrüchen vorbeugen
  • Berufs- und Wirtschaftorientierung in ausreichender Weise ermöglichen
  • Einbindung der Eltern zur Stärkung praktizierter Elternverantwortung
  • Gesundheitserziehung, Gewaltprävention, Umwelterziehung, Kinder- und Jugendschutz und Medienerziehung als stärkende und stützende Instanzen für ein gelingendes Übergangsmanagement präventiv weiterentwickeln

 

Für das Projekt wird ein spezieller Steuerungskreis eingerichtet, der sich zusammensetzen soll aus: Vertretern und Vertreterinnen der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, der Schulen, der außerschulischen Bildungsarbeit, der außerschulischen Jugendarbeit, der Agentur für Arbeit, des JobCenters, der Migrationsarbeit sowie der Eltern- und Migrantenorganisationen.

Für das Projekt wird die verbindlich vereinbarte Zusammenarbeit des Netzwerks Regionaler Arbeitskreis ESF genutzt. In den regelmäßigen Sitzungen der thematisch gesetzten Arbeitsgruppen wird das Thema sowohl als Querschnittsthema als auch spezielles Thema behandelt. Die Projektleitung des Projekts REGIOdrive Landkreis Göppingen wird ordentliches Mitglied. Das Projekt REGIOdrive hat folgende Strukturen:

  1. Projektleitung mit Anbindung an den Landkreis
  2. Steuerungskreis mit Schulamt, Wirtschaftsvertreterinnen und Wirtschaftsvertretern, Agentur für Arbeit, Elternvertretung, Landratsamt, Kammern
  3. REGIOdrive-Konferenzen: Im Handlungskonzept haben wir 5 Konferenzen beschrieben. Da wir jedoch damit rechnen, dass das Projekt gut angenommen wird, werden wir in der weiteren Planung mit sechs Veranstaltungen mit Breitenwirkung rechnen. Zu speziellen Themen werden externe Fachreferenten eingeladen. Die Veranstaltungen werden durch einen Externen moderiert.

Die Projektarbeit wird die regionalen Gestaltungsmöglichkeiten für die Integration von Jugendlichen mit Förderbedarf unter Beteiligung der kommunalen Verwaltungsspitze voranbringen. Durch die Kooperation der unterschiedlichen Leistungsträger und Leistungsträgerinnen steigern sich Angebotstransparenz und Angebotseffektivität. Durch geschaffene Projektstruktur wird langfristig ein regional übergreifendes, strukturiertes Übergangssystem mit einem verbindlichen Verfahrenscharakter entstehen. Dieser Prozess wird gestützt und gesteigert durch die Einführung von nachhaltigen Qualitätsstandards zu den wichtigsten Instrumenten des Übergangsmanagements.

 

Ergebnisse

Ergebnis

Ziel des Vorhabens war es, im Kreis Düren benachteiligten Jugendlichen Zugängen zur Ausbildung zu eröffnen und den Anteil junger Menschen ohne Berufsabschluss nachhaltig zu reduzieren. Das Regionale Übergangsmanagement im Kreis Düren vernetzte und koordinierte hierzu existierende Angebote und Akteure im Übergang Schule-Beruf. Es wurde eine Datenbasis als Planungsgrundlage geschaffen, die Gremien und Netzwerke am Übergang Schule-Beruf wurden verzahnt und systematisiert, und es wurden Expertenforen eingerichtet, um die Beratung abzustimmen, die Elternarbeit zu unterstützen und die schulische Berufsorientierung weiterzuentwickeln. Das Vorhaben hat mit seiner Strukturentwicklung wie auch mit seinen Einzelmaßnahmen zu allen förderpolitischen Zielen des Programms sehr wesentliche Beiträge mit z.T. modellhaftem Charakter geleistet.

Fazit

Mit der flächendeckenden Einführung des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss Übergang Schule -Beruf in NRW" und der damit verbundenen Einrichtung der Kommunalen Koordinierungsstelle führt der Kreis Düren die begonnene Arbeit - unter neuem Vorzeichen - seit dem 01.09.2013 weiter. Die strategische und operative Zusammenarbeit aller Akteure erfährt somit Kontinuität. Die bestehenden Netzwerke und Gremien wurden den neuen Zieldimensionen angepasst und weiterentwickelt. Eine Übersicht der künftigen Angebotsstruktur inklusive klarer Zielgruppenzuordnung wird weiterhin allen Akteuren für den Beratungsprozess zur Verfügung gestellt. Die Basis liefert die vom Vorhaben entwickelte Angebotsdatenbank sowie die Übersichten möglicher Anschlussperspektiven gegliedert nach Schulabschlüssen. Der Abgleich von Maßnahmeangebot und -nachfrage erfolgt zukünftig auf der Basis der Anschlussvereinbarungen. Erste Netzwerke zur Durchführung sogenannter Zukunftskonferenzen wurden bereits in Hauptschulen implementiert. Die kommunale Koordinierungsstelle systematisiert diesen Prozess. Der begonnene Prozess zur Stärkung der dualen Ausbildung wird ebenfalls fortgeschrieben. Die Kommunikation zwischen Vertretern der einzelnen Bildungsgänge an den Berufskollegs und den Ausbildungsbetrieben vor Ort wurde ausgebaut und intensiviert.

Im zweiten Jahr der Projektförderung lag der Schwerpunkt auf der Planung und Durchführung von Schulabgangsbefragungen in Haupt-, Werkreal- und beruflichen Schulen im Landkreis Göppingen. Dazu wurde ein ausführlicher Ablaufplan für die Schulleitungen entwickelt unter besonderer Berücksichtigung der datenrechtlichen Bestimmungen. Mitte April bis Mitte Mai 2012 nahmen 550 Schülerinnen und Schüler an der Umfrage teil. Der umfangreiche Fragebogen wurde in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, der IHK, dem Staatlichen Schulamt und der Walther-Hensel-Schule erarbeitet. Die Ergebnisse werden 2013 im Rahmen einer Bildungskonferenz präsentiert.

Weitere Ergebnisse der Projektarbeit:

  • Durchführung der dritten Bildungskonferenz "Angebote am Übergang Schule-Beruf im Landkreis Göppingen" im Februar 2012 mit 70 Teilnehmern
  • Gründung des Arbeitskreises "Patenschaften" mit Treffen im April und Juni
  • Vorbereitungstreffen zum Theorie-Praxis-Projekt "Mentoren helfen beim Ausbildungsstart"
    Treffen des Steuerungskreises im Mai und November 2012
  • Beiträge zu regionalen Transferveranstaltungen im April und Juni 2012
  • Vorbereitung des „Kompass Schule Beruf Angebote am Übergang Schule-Beruf für den Landkreis Göppingen“

In den ersten Monaten nach Projektbeginn bildete die Öffentlichkeitsarbeit einen Schwerpunkt der Projektarbeit. Während eines Pressegesprächs wurde das Projekt Vertretern der regionalen und überregionalen Presse vorgestellt. Zur Information des Fachpublikums wurde eine Auftaktveranstaltung organisiert, in der REGIOdrive und das BMBF-Programm „Perspektive Berufsabschluss“ präsentiert wurden.

In der ersten Sitzung des Steuerungskreises, in dem Vertreter und Vertreterinnen aus Schulen, des Schul-, Jugend- und Arbeitsamtes, der freien Träger, des Jobcenters, der Kammern und der Wirtschaft beteiligt sind, wurden die Projektziele, geplante Projektaktivitäten und  Erwartungen an das Projekt diskutiert.

Ein weiterer Schwerpunkt in den ersten Projektmonaten war die Vernetzung mit Akteuren des Übergangsgeschehens im Landkreis. Das Projekt-Team steht im kontinuierlichen Austausch mit Politikerinnen und Politikern, Schulleitern und -leiterinnen, Trägern der Jugendberufshilfe und Vorständen der Migrationsvereine.
 
Des Weiteren ist REGIOdrive in Aktivitäten folgender Arbeitskreise und Netzwerke eingebunden:

  • Expertenrunde des Projekts „first job“, ein jobstarter-Projekt, das im Landkreis Göppingen gemeinsam von der IHK und BBQ (Berufliche Bildung gGmbH) durchgeführt wird

  • Geislinger Ausbildungsnetzwerk zwischen den Schulleitungen der Haupt- und Werkrealschulen und den lokalen Handwerksbetrieben

  • Steuerungskreis des landkreisweiten Demografie-Netzwerkes "DemograFit"

  • Netzwerkkonferenz des Landkreises Göppingen

  • Arbeitskreis Jugendberufshilfe

Projekt­darstellungen

Arbeits­materialien

Erhebungen

 
Förderung
Durchführung