Stadt Worms
Stadt Worms, Rheinland-Pfalz, Förderlaufzeit: 01.11.2010-31.10.2013


Kontakt

Stadt Worms
Bereich 5 - Soziales, Jugend und Wohnen
Kinder- und Jugendbüro
Adenauerring 3a
67547 Worms

http://www.wo-lf80-worms.de/ruem/projekt/downloads.php


Worms ist eine Mittelstadt (ca. 82.000 Einwohner) mit einer durch die Eingemeindungen teilweise ländlichen Struktur. Lange Zeit war sie wirtschaftlich durch die Lederindustrie geprägt, heute sind einige Chemie-, Dienstleistungs- und Logistikunternehmen neben der Stadtverwaltung die hauptsächlichen Arbeitgeber.

Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Worms lag Ende November 2010 mit 8,3% höher als im restlichen Rheinhessen (Arbeitslose in Prozent aller zivilen Erwerbspersonen in Worms), sowie höher als der Bundesdurchschnitt. Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen (15 bis 24 Jahre) lag bei 7,3%, die der ausländischen Mitbürger und Mitbürgerinnen bei 16%.

19,7% der Wormser Einwohner sind Migranteninnen und Migranten. Worms liegt damit im Städtevergleich in Rheinland-Pfalz im oberen Drittel, deutlich über dem Landesdurchschnitt von 7,3%. Rechnet man die Gruppe der Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, 2.962 Personen, die seit 1989 ihren Wohnsitz in Worms genommen haben - und folglich die zweitstärkste Migrantengruppe stellen - und 1.088 Einbürgerungen bis 2004 zu den nicht-deutschen Einwohnerzahlen hinzu, kommt man bereits auf einen Anteil von 24,6%. In einzelnen Stadtteilen ist der Anteil ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger erheblich höher. In Worms Zentrum und Worms Süd beträgt er über 30%. In der Altersklasse bis zum 26. Lebensjahr liegt der Anteil von Migranten und Migrantinnen, in einzelnen statistischen Bezirken, zwischen 43% und 51%.

In der Metropolregion Rhein-Neckar schaffen nur 10% der Hauptschulabgängerinnen und -abgänger den direkten Übergang von der Schule ins duale Ausbildungssystem. 8% verlassen diese Schulen ohne Schulabschluss. Hinzu kommt, dass viele Jugendliche, die einen Hauptschulabschluss haben, für eine anerkannte Ausbildung oder modulare Qualifizierung aufgrund gestiegener Anforderungen nicht geeignet sind. Ein großer Teil dieser jungen Menschen durchlaufen Warteschleifen im Bereich der Berufsfachschule I oder sind in berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen eingebunden. Eine zweite große Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeitet in prekären Arbeitsverhältnissen ohne eine erfolgversprechende Perspektive, in Minijobs, Aushilfstätigkeiten oder Zeitarbeitsunternehmen. Die Zahl der Jugendlichen, die keine tagesstrukturierende Beschäftigung haben, ist bisher nicht erfasst.

Durch die Aufnahme der Stadt Worms in das Programm „Perspektive Berufsabschluss/Regionales Übergangsmanagement“ ist es möglich, die bisher in vielen Einzelprojekten vorhandenen Ansätze zu koordinieren und zu steuern. Zielsetzung ist, im Sinne einer abgestimmten Vorgehensweise alle Akteure sinnvoll miteinander zu vernetzen, die Arbeit der Einzelnen qualitativ zu verbessern und Schnittstellen zu optimieren, um die Wege für benachteiligte junge Menschen in Ausbildung und Beruf zu ebnen. Im Hinblick darauf sind die folgenden allgemeinen Ziele als Vorhaben dieses Projektes zu nennen:

  • Die deutliche Verminderung der Zahl an Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne oder nur mit schlechtem Hauptschulabschluss,
  • Die Verringrung der Anzahl von jungen Menschen ohne Berufsbildungsabschluss,
  • Die nachhaltige Senkung der Arbeitslosenquote der Gruppe der Unter-20-Jährigen bzw. der Unter-25-Jährigen.

Um die Übergänge in Ausbildung und/oder in den Beruf passgenau zu gestalten, sind neben der individuellen Förderung auch die strukturellen Voraussetzungen zu verbessern. Dafür ist es erforderlich, eine verlässliche Datenbasis zu schaffen. Die Daten der Bundesagentur für Arbeit und die der Jobcenter bilden nur einen Teil der tatsächlichen Situation ab. Jugendliche und junge Erwachsene, die keinen finanziellen Anspruch nach dem SGB III oder SGB II haben und sich wegen geringer Aussichten auf eine Ausbildung nicht mehr bei der Arbeitsagentur melden, werden statistisch nicht mehr erfasst. Gemeinsam mit den Schulen (Hauptschulen, Realschulen Plus und Berufsbildende Schulen), der Arbeitsverwaltung und der Jugendhilfe ist deshalb eine gründliche Eruierung der Fakten erforderlich.

Als besonderer Fokus für die Berufsausbildung gilt: Möglichst alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne oder mit schlechtem Hauptschulabschluss und alle, die sich mit un- oder angelernten Tätigkeiten „über Wasser halten“ versuchen zu erreichen und durch entsprechende Qualifizierung doch noch in Ausbildung oder Arbeit zu bringen. Die Zielsetzung ist, dass durch eine frühzeitig einsetzende Förderung und gut gestaltete Übergänge kein Jugendlicher mehr ohne berufliche Perspektive bleibt.

Als Fernziel lässt sich außerdem noch eine Betreuung/Förderung im Sinne einer Präventionskette festhalten, um langfristig nicht mehr so stark das Augenmerk auf die Beseitigung der Defizite, sondern stärker die Prävention als aktive und positive Gestaltungsmöglichkeit zu nutzen.

Die ersten Grundstrukturen für ein gelingendes Übergangsmanagement sind in Worms bereits vorhanden. Erforderlich ist die Implementierung eines geeigneten Koordinationsmanagements. Dieses muss zum einen so in die Strukturen der regionalen Verwaltung eingebunden werden, dass eine aktive Beteiligung der Verwaltungsspitze gegeben ist; zum anderen ist die vertrauensvolle, transparente und umfängliche Zusammenarbeit mit den wichtigsten Akteuren im Übergang Schule-Beruf vor Ort eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen eines regionalen Übergangsmanagements. Hierbei wird zunächst ein Lenkungsausschuss aus Mitgliedern der Akteure und der Kooperationspartner gegründet, der einen gemeinsamen Grundkonsens erarbeitet, damit zusammen und systematisch an den weiteren Schritten gearbeitet werden kann. Gemeinsam mit der Projektkoordinationsstelle bildet der Lenkungsausschuss somit die Verantwortungsgemeinschaft auf der strukturellen Ebene, die mit Hilfe der verschiedenen Arbeitskreise die Voraussetzung für ein gezieltes Arbeiten auf der operativen Ebene ermöglicht.

Ergebnisse

Ergebnis

Ziel des Projektes war es, auf der Ebene der Landkreisverwaltung (konkret im Bereich 5: Soziales, Jugend und Wohnen, Kinder- und Jugendbüro) eine Koordinierungsstelle zu etablieren, die die bestehenden Strukturen am Übergang Schule-Beruf bedarfsgerecht analysieren und verbessern sollte. Die konkreten Projektziele waren: Bildung einer Verantwortungsgemeinschaft, Schaffung von mehr Transparenz am Übergang Schule-Beruf und insbesondere die Unterstützung von Jugendlichen mit besonderen Bedarfen an diesem Übergang. Auf der Basis grundlegender Befragungen und Untersuchungen (Schulabgangsbefragungen, Berufsbildungsbericht) wurden vorhandene Qualitätsstandards und Verfahrenswege analysiert und möglichst verbessert. So wurden beispielsweise unter der Leitung des RÜM mit allen Wormser Schulen und den Kammern verbindliche Qualitätsstandards für die Praktika entwickelt (Praktikumskonventionen). Durch die Arbeit des RÜM Worms ist es gelungen, eine breite Mehrheit der verantwortlichen Institutionen in der Region auf die schwierige Lage der Jugendlichen (insbesondere der benachteiligten) am Übergang zur Ausbildung aufmerksam zu machen und eine verbindlich arbeitende lokale Verantwortungsgemeinschaft mit kommunaler Koordinierung langfristig zu etablieren.

Fazit

Durch die regelmäßigen Berichte über das Projekt im Jugendhilfeausschuss der Stadt Worms und im Haupt- und Finanzausschuss konnte die erfolgreiche Arbeit des RÜM den Stadtratsmitgliedern der verschiedenen Parteien verdeutlicht werden. Dadurch ist es gelungen, die Wichtigkeit einer kommunalen Koordinierung am Übergangsgeschehen zu verdeutlichen. Die Arbeit der Koordinierungsstelle RÜM wird zunächst aus städtischen Mitteln weiterfinanziert, und es ist davon auszugehen, dass sich die im Rahmen der Projektlaufzeit initiierte und etablierte Netzwerkarbeit auch weiterhin über den Förderzeitraum hinaus dauerhaft selbst tragen wird.

Durch die Aufnahme der Stadt Worms in das Programm „Perspektive Berufsabschluss/Regionales Übergangsmanagement“ wurde es möglich, die bisher in vielen Einzelprojekten vorhandenen Ansätze zu koordinieren und zu steuern. Zielsetzung war und ist, im Sinne einer abgestimmten Vorgehensweise, alle im Übergang tätigen Akteure sinnvoll miteinander zu vernetzen, die Arbeit der Einzelnen qualitativ zu verbessern und Schnittstellen zu optimieren, um die Wege für benachteiligte junge Menschen in Ausbildung und Beruf zu ebnen. Im Hinblick darauf wurden die folgenden allgemeinen Ziele dieses Projektes festgelegt:

  • Die deutliche Verminderung der Zahl an Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne oder nur mit schlechtem Hauptschulabschluss,
  • Die Verringerung der Anzahl von jungen Menschen ohne Berufsbildungsabschluss,
  • Nachhaltige strukturelle Weiterentwicklung durch die Bildung einer akteursübergreifenden Verantwortungsgemeinschaft.

Mehrere Arbeitsgruppen, deren Koordination durch das RÜM-Team erfolgt, wurden gegründet. Sie beziehen nach Bedarf zu den verschiedenen Aspekten des Übergangsgeschehens Stellung und bringen ihre Fachkompetenz ein. Wichtigste Gruppe ist die Lenkungsgruppe. Sie setzt sich aus allen wichtigen Akteuren des Übergangs zusammen, beurteilt Entwicklungen und vergibt Aufträge an die verschiedenen Arbeitsgruppen.
2011 wurden vor allem die in der Konzeption genannten Grundlagen geschaffen, die ersten Arbeitsgruppen gegründet und die ersten Bestandsaufnahmen an den Schulen und im Übergangssystem vorgenommen. Darüber hinaus wurde die erste Schulabgangsbefragung durchgeführt und ausgewertet. Ende des Jahres wurden erste inhaltliche Abstimmungen zum Berufsbildungsbericht formuliert und die erste Netzwerktagung vorbereitet. Ein Film zur Ausbildungsreife wurde gedreht.
2012 vereinbarte die Lenkungsgruppe Zielvereinbarungen, die unter anderem folgende Punkte beinhalten:
• Gemeinsames Ziel stellt der direkte Übergang von der allgemein bildenden Schule ins duale Ausbildungssystem für Schülerinnen und Schüler mit dem Abschluss der Berufsreife dar (Hauptschulabschluss).
• Angestrebt wird eine Übergangsquote von 30% im Schuljahr 2012/2013.
• Es wird an der Frage gearbeitet, wie Praktika so vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet werden können, dass sie für alle Schülerinnen und Schüler und die Firmen einen tatsächlichen Mehrwert darstellen
• Bestehende Konzepte zum Thema „Elternarbeit“ sollen durch die Schulen überprüft und gemeinsam nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht werden.
• Die Kooperation Schule-Wirtschaft soll für alle Beteiligten besser gestaltet werden.

Die Zielvereinbarungen wurden bei der Eröffnung der Berufsinformationsmesse Worms (BIM) im September 2012 von den Vertretern aller beteiligten Institutionen unterschrieben.

Ergebnisse und aktueller Stand des Projektes:

Schulabgangsbefragung 2012:

• Die Rücklaufquote der Schulabgangsbefragung konnte von 56% auf 66% gesteigert werden. Daran beteiligt waren die Abgangsklassen der Hauptschulen, Realschulen plus, Berufsbildende Schulen (BVJ, BF 1 und BF 2).

• 38,3% aller befragten Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund - ca. 50% in den „Hauptschulklassen“.

• Ca. 50 % der Schülerinnen und Schüler würden am liebsten direkt nach der Schule eine Ausbildung absolvieren – dies gelingt aber nur 30% (nach der 9. Klasse HS sogar nur 18%).

• die fünf beliebtesten „Berufsgruppen“ in Worms (Kaufleute/Verwaltung, Mechaniker/Mechatroniker, Chemikanten und Laboranten, Pflegeberufe und Elektroniker) decken 68,2% aller genannten Ausbildungsverhältnisse ab.

In den Schulabgangsbefragungen, die wir 2011 und 2012 durchführten, wurde deutlich, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund und Mädchen wesentlich schlechtere Ausbildungschancen haben als deutsche, männliche Jugendliche.

Für 3/4 der Jugendlichen spielen die Eltern eine wichtige Rolle in der Berufswahl und sind somit der wichtigste Ratgeber aus Sicht der Jugendlichen. Darauf folgen mit deutlichem Abstand Freunde und Bekannte (ca.1/3) und, soweit an der Schule vorhanden, die Joblotsen (Kooperatives Übergangsmanagement (KÜM)der Metropolregion Rhein-Neckar) bzw. Jobfüxe (Landesprogramm Rheinland-Pfalz) mit 33,8%.

Ein wichtiges Unterstützungsangebot stellt die Berufsberatung der Agentur für Arbeit dar, welche mit regelmäßigen Gruppen- und Einzelterminen in allen Schulen vertreten ist. Insgesamt hatten fast die Hälfte der Jugendlichen ein individuelles Gespräch mit dem/r Berufsberater/in geführt.

In beiden Schulabgangsbefragungen gaben jeweils ca. 2/3 der Schülerinnen und Schüler an, dass das Praktikum eine große Bedeutung für den inzwischen bestehenden Berufswunsch hat.

Erarbeitung von Praktikumskonventionen:

Vertreter/innen von Schulen, Wirtschaft und das Projektteam haben Richtlinien zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von schulischen Praktika ausgehandelt und definiert: Praktikumskonventionen. Entwicklung von Formularen (Praktikumsvertrag, Praktikumsbestätigung, Feedbackformular) zur Vereinfachung und Vereinheitlichung der (schulübergreifenden) Organisation.

Nach heutigem Stand erklärten sich über 40 Betriebe bereit, die Regeln und Standards der Praktikumskonventionen einzuhalten.

Die Praktikumskonventionen werden vor allem von kleinen und mittleren Betrieben angenommen, sind aber noch nicht in der Fläche wirksam. Verschiedene Modelle, den Kontakt zwischen Schulen und Betrieben zu intensivieren, sind angedacht, erfordern aber noch weitere Abstimmung. Weitere kooperierende Betriebe sollen über Schulpraktika ermittelt werden. Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte können die kooperierenden Betriebe auf der RÜM-Homepage im Internet einsehen.

Joblotsen/Jobfüxe an den Realschulen plus und an der Integrierten Gesamtschule:

Wie schon im Bericht für 2011 angekündigt, konnten im Frühjahr 2012 an allen Realschulen plus und an der Integrierten Gesamtschule 3 Stellen (4 Joblotsen) in der Berufsorientierung durch sogenannte BuT-Mittel eingerichtet werden.

Überblick über die Aufgaben der Joblotsen/Jobfüxe:

• Kontaktaufnahme, Erstgespräche, Sprechstunde/Entwicklungsgespräche
• Praktikum: Vorbereitung; Durchführung (Besuche); Nachbereitung; Organisation Um-setzung/Praktikumskonventionen
• Testungen durchführen, Organisation geva-Tests u.a. Vergabe
• Auswertung der Testung - Folgemaßnahmen
• Monitoring/Dokumentation
• Beteiligung in der Schule; Arbeitsgemeinschaften; Schulprojekte
• Netzwerkarbeit
• Begleitung bei der Ausbildungsplatzsuche

Das an allen Realschulen plus und der IGS eingeführte Monitoringsystem konnte erst ab Herbst vergangenen Jahres genutzt werden. Insofern sind die daraus zu gewinnenden Erkenntnisse noch nicht zufriedenstellend, da nur ein Teil der Schüler/innen noch in das System aufgenommen werden konnte. Bei konsequenter Umsetzung kann es allerdings die bisherigen Schulabgangsbefragungen ersetzen und eine wichtige Grundlage für zukünftige Berufsbildungsberichte sein.

Netzwerk Berufsorientierung:

Das Netzwerk Berufsorientierung wurde im Frühjahr 2012 gegründet. Anlass war die neue "Richtlinie zur Schullaufbahnberatung, Berufswahlvorbereitung und Studienorientierung" des Landes Rheinland-Pfalz. Sie beinhaltet das Aufstellen eines über mehrere Schuljahre angelegten Konzeptes für die Berufswahlvorbereitung und Studienorientierung. Alle Schulen sind verpflichtet, eine verantwortliche Lehrkraft zur Koordination der Arbeiten zu benennen. Die Berufswahlkoordinatoren und -koordinatorinnen sprachen sich bei den ersten Treffen für weitestgehende Transparenz und Austausch der Informationen aus. Vertreter aller Schultypen sind an diesem Netzwerk beteiligt. Die Treffen finden mindestens zwei Mal jährlich statt und werden durch das RÜM-Projekt koordiniert.

RÜM-Homepage auf den Seiten der Stadtverwaltung Worms:

Die Stadtverwaltung Worms baute ihre Internetpräsenz um auf ein neues System. Dadurch ergab sich für uns die Gelegenheit, einen eigenen Auftritt innerhalb der Stadtverwaltung neu zu gestalten, der unter www.ruem-worms.de zu erreichen ist.

• Zu finden sind auf der Homepage alle Dokumente und Unterlagen des RÜM Worms.
• Informationen über Termine und Aktuelles
• Formulare Praktikumskonventionen und kooperierende Firmen und Schulen
• Datenbank der Angebote im Übergang Schule-Beruf

2013 soll nach Absprache mit allen Schulen und den betroffenen Betrieben eine Übersicht über mögliche Praktikumsstellen in Worms veröffentlicht werden

Berufsbildungsbericht:

Der erste Berufsbildungsbericht wurde erarbeitet und in der Lenkungsgruppe als Entwurf vorgestellt. Er soll möglichst alle zwei Jahre aktualisiert und neu aufgelegt werden. Der Berufsbildungsbericht ist ein wichtiger Baustein für die Transparenz im Übergangsgeschehen aber auch – nach entsprechenden Zielbestimmungen – Messinstrument für Veränderungen.

Wiederbelebung des Arbeitskreises Schule Wirtschaft:

In Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Lenkungsgruppe wurde der AK Schule Wirtschaft durch das RÜM neu initiiert. Anfang 2013 soll dieser AK zum ersten Mal tagen.

Mit der Auftaktveranstaltung am 14.03.2011 wurde der Startschuss für das Regionale Übergangsmanagement in Worms gegeben. Ziel der Veranstaltung war es, das Projekt und seine Ziele in Worms bekannt zu machen und Mitglieder für die Besetzung der Lenkungsgruppe zu gewinnen. Vertreten waren neben der Stadt Worms mit ihren zuständigen Dienststellen die IHK, die Arbeitsagentur, das Jobcenter, Wormser Schulen und Berufsschulen, der Internationale Bund, die Träger der Schulsozialarbeit und andere.

Bezogen auf die allgemeinen Ziele konnten in der projektarbeit bisher folgende Ergebnisse erzielt bzw. Fortschritte gemacht werden:

1. Bildung einer Verantwortungsgemeinschaft

Durch die Bildung und regelmäßige Zusammenkunft der Lenkungsgruppe sowie der thematischen Arbeitsgruppen konnten alle beteiligten Akteure am Übergang Schule-Beruf versammelt und zum gegenseitigen Austausch angeregt werden. Darüber hinaus war und ist es für das RÜM-Team essenziell, auch abseits der offiziellen Treffen den Kontakt zu Akteuren und Netzwerkpartnern zu erhalten und auszubauen. Daher dienten vor allem in der ersten Projektphase viele informelle Gespräche dazu, die Bedarfe und Erfahrungen der einzelnen Institutionen zu erfassen. Zudem hat das RÜM Worms auch zu politischen Institutionen, wie der ADD oder verschiedenen Ministerien auf Landesebene, bereits Kontakt aufgenommen.

2. Mehr Transparenz im Übergang Schule-Beruf durch Beschreibung der Ist-Situation

Das RÜM-Team führte im Juni 2011 die erste Schulabgangsbefragung in den Abgangsklassen der Haupt-, Real- und Berufsschulen (BVJ, BFS 1, BFS 2) durch. Nach der Auswertung wurden die Ergebnisse in den verschiedenen Gremien vorgestellt und diskutiert. Aufgrund der positiven Resonanz, vor allem was die Übergangspläne und Erfahrungen mit dem Hilfesystemen aus Sicht der Jugendlichen anbelangt, soll die Schulabgangsbefragung auch im aktuellen Schuljahr durchgeführt und evtl. um eine Nachbefragung zum tatsächlichen Verbleib erweitert werden.

Einen weiteren wichtigen Beitrag zur Transparenz bildet der Berufsbildungsbericht, für den, unterstützt durch den Jugendhilfeplaner der Stadt Worms, alle vorhandenen und verfügbaren Datenquellen am Übergang Schule-Beruf zusammengeführt und ausgewertet wurden. Als Ergebnis entstand ein umfassender Überblick über Anzahl und Entwicklung der Jugendlichen in verschiedenen Schulformen, mit verschiedenen Abschlüssen und verschiedenen Übergangsoptionen. Ebenso konnten „dunkle Flecken“ identifiziert werden, also Bereiche, in denen der Verbleib der Jugendlichen nicht geklärt ist und ggf. durch zusätzliche Untersuchungen zu entschlüsseln wäre. Dieser Berufsbildungsbericht wird um die aktuellen Zahlen für das abgelaufene Schul- und Ausbildungsjahr ergänzt und mit Handlungsempfehlungen und Zielbestimmungen veröffentlicht. Eine Rohfassung wurde der Lenkungsgruppe bereits zur Diskussion präsentiert.

Drittes Element zur Beschreibung der Ist-Situation ist die Bestandsaufnahme der (schulischen) Berufsorientierung. Dazu haben alle Schulen ihre Angebote in einem vom RÜM-Team entwickelten Raster erfasst und beschrieben. Auf dieser Basis wurde in einer Arbeitsgruppensitzung analysiert, welche Maßnahmen gut wirken und erfolgversprechend sind bzw. welche Maßnahmen bisher nicht flächendeckend zur Verfügung stehen und daher genauer betrachtet werden sollten. Darüber hinaus wurden auch Angebote von freien Trägern oder der Agentur für Arbeit erfasst. Hier ist in Kürze eine Veröffentlichung aller Maßnahmen am Übergang Schule-Beruf geplant.

3. Verbindliche Strukturen aus- und aufbauen sowie Innovationen entwickeln und umsetzen, um mehr Jugendlichen einen Berufsabschluss zu ermöglichen

Ausgehend von den Ergebnissen der Schulabgangsbefragung, des Berufsbildungsberichtes und der Bestandsaufnahme und unter Berücksichtigung von Best-Practice-Erfahrungen ist das wichtigste Ziel des RÜM Worms daran zu arbeiten, dass möglichst vielen Schülern der direkte Übergang in eine Berufsausbildung nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule gelingt. Um dies zu erreichen, muss bereits frühzeitig in der Schule eine möglichst umfassende und qualitativ hochwertige Berufsorientierung und Unterstützung ausgebaut und gewährleistet werden. Durch die enge Anbindung von zunächst drei Stellen aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepaketes an das RÜM-Projekt werden gegenwärtig Berufsorientierungslotsen an den Schulen eingesetzt, welche zuvor noch nicht von diesem Unterstützungsangebot profitieren konnten. Zudem werden zurzeit in Gesprächen nach Möglichkeiten gesucht, diese Stellen personell weiter zu verstärken, um das Betreuungsverhältnis von Lotsen zu Schülerinnen und Schülern zu optimieren. Begleitend dazu wird die Notwendigkeit gesehen, ein Monitoringsystem zu installieren, welches zum einen das Nachhalten von Qualitätsstandards erleichtern und Erfolgsindikatoren transparent machen soll und zum anderen den Lotsen in seiner Arbeit qualitativ unterstützt.

Weitere Ergebnisse aus dem Projekt sind die Entwicklung und geplante Umsetzung von Checklisten und Standards für eine optimale Ausgestaltung betrieblicher Praktika sowie die Vorbereitung und Durchführung von Eltern-Schüler-Lehrer-Gesprächen im Rahmen der Berufsorientierung und Anschlussplanung.

Zudem hat sich eine Projektgruppe Case Management gebildet, in der modellhaft der Versuch unternommen wird, schon nach dem Übergang von der Grundschule besonders gefährdete Schüler und Schülerinnen zu identifizieren und durch enge Begleitung im Rahmen eines Fallmanagements ihre Interessen und Stärken zu fördern und im Sinne einer präventiven Vorgehensweise zum erfolgreichen Schulabschluss und anschließender Berufsausbildung zu führen.

4. Verbreitung der Ergebnisse/Öffentlichkeitsarbeit

Das RÜM Worms verfügt mit eigenen Flyern und Postern über Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit. Der Ausbau der Internetpräsenz unter www.worms.de ist für Anfang 2012 geplant, nachdem die Umstellung der Software und des Designs der Stadt Worms abgeschlossen wurde. Zudem konnten bereits einige Zeitungsartikel in der regionalen Presse positioniert werden, um auf das Projekt aufmerksam zu machen und über Aktuelles zu berichten.

Auf der jährlich stattfindenden Ausbildungsmesse war das RÜM Worms mit einem eigenen Stand vertreten, an dem sich Interessierte über das Projekt und seine Ziele informieren konnten.

Am 14.02.2012 ist weiterhin eine große Netzwerktagung geplant, zu der neben den bereits tätigen Netzwerkpartnern auch weitere Akteure und die interessierte Fachöffentlichkeit geladen sind.

Das RÜM-Team beteiligt sich an regionalen Veranstaltungen, wie z.B. dem Girls’ und Boys’ Day 2012, und wird von anderen Netzwerken und Arbeitskreisen der Region als wichtiger Partner wahrgenommen und zu Veranstaltungen eingeladen. Auch mit den in der Region vorhandenen RÜMs (Darmstadt-Dieburg, St. Wendel und Weinheim) steht das RÜM Worms in engem Kontakt und regelmäßigem Austausch.

 

Projekt­darstellungen

  • Einladungsflyer zur Abschlussveranstaltung am 30.10.2013

    [PDF - 108,6 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Worms_Einladung_Abschlussveranstaltung.pdf)

  • Einladung zur zweiten Netzwerktagung, 26.02.2013

    [PDF - 104,2 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Worms_FlyerNetzwerktagung2013.pdf)

  • Projektflyer 2012

    [PDF - 131,3 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Worms_Projektflyer_2012.pdf)

  • Einladung zur Netzwerktagung am 05.12.2011

    [PDF - 108,8 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Worms_Netzwerktagung_2011.pdf)

  • Projektflyer

    [PDF - 144,5 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Worms_Projektflyer_2011.pdf)

Arbeits­materialien

Erhebungen

 
Förderung
Durchführung