Stadt Fürth
Stadt Fürth, Bayern, Förderlaufzeit: 01.10.2010-30.09.2013


Kontakt

Veit Bronnenmeyer
Stadt Fürth
Regionales Übergangsmanagement Fürth
Referat I, Projektbüro für Schule und Bildung
Königstr. 88
90762 Fürth

Tel.: 0911-974 1015
Fax: 0911-974 1019
E-Mail: veit.bronnenmeyer@fuerth.de

www.vertrauensnetzwerk.de/
www.fuerth.de/


Fürth ist eine Großstadt mit gegenwärtig etwa 114.000 Einwohnern, mehr als 30% haben einen Migrationshintergrund. Nach dem Sterben der Großunternehmen Grundig, AEG und zuletzt Quelle gilt es momentan, den Strukturwandel hin zur Dienstleistungs- und Wissens­gesellschaft zu bewältigen. Mit dem Ausbau zum Informations- und Technologiestandort („Solarstadt Fürth“) sinkt der Bedarf an unqualifizierten Arbeitskräften stetig, der an qualifizierten Fachkräften steigt. (Aus-)Bildungsdefizite sind das Integrations­hemmnis Nr. 1. Der Anteil Arbeitsloser ohne Berufsabschluss beträgt in Fürth 53%, in Bayern 43%. Insgesamt beträgt die Arbeitslosenquote aktuell 8,6%. 65% der Arbeitslosen sind im Alg2-Bezug, 30% von ihnen haben einen ausländischen Pass (09/2010).

Mit 18,6% liegt der Anteil an Hauptschülern/innen in Fürth im Vergleich zu anderen bayer. Großstädten am höchsten. 7,2% verlassen die Schule ohne Abschluss, bayernweit sind es nur 2,7%. Der Anteil an ausländischen Kindern an weiterführenden Schulen stagniert seit Jahren bei knapp 8%, der Anteil der rund 420 Hauptschulabsolventen/innen, die unmittelbar in Ausbildung münden, bei knapp einem Viertel. Die Arbeitslosenquote der unter 25 Jährigen beträgt aktuell 5,7%, 40% der registrierten Ausbildungsstellensuchenden sind Alt- bzw. Nachbewerber/innen.

Das Feld des Übergangsmanagements ist selbst für Fachleute nur noch schwer zu durch­schauen. Neben der kommunalen Beschäftigung- und Qualifizierungsgesellschaft „elan“ bieten die Stadt, Agentur für Arbeit und diverse andere Einrichtungen und Träger ein breites Förderrepertoire an. Hinzu kommt der Umbau der acht staatlichen Haupt- in Mittel­schulen, mit einer Neu­gewichtung der Berufsorientierung. Um die unübersichtliche Projekt­landschaft transparenter und planvoller zu gestalten, wurde mit dem „Vertrauensnetzwerk Schule–Beruf“ bereits 2006 ein Kommunikationsforum geschaffen, in dem alle relevante Akteure der beruf­lichen Bildungs- und Integrationsarbeit zusammenarbeiten. Was fehlt ist ein standardisiertes, strategisches Übergangsmanagement, das Strukturen, Zuständigkeiten, Beteiligungsoptionen und Verfahrenswege an den Übergängen verbindlich regelt.

 

Ziel des Übergangsmanagements ist es, Jugendlichen mit (strukturellen) Benachteiligungen individuelle Zugänge in Ausbildung als Grundstein einer gelingenden Erwerbsbiographie zu eröffnen. Der Anteil an (jungen) Menschen ohne Berufsabschluss soll nachhaltig reduziert werden. Ausbildungsreife Hauptschulabgänger/innen sollen nahtlos in Ausbildung, noch nicht ausbildungsgeeignete in individuell passende Berufsvorbereitung einmünden. Kein junger Mensch darf an den Nahtstellen des Übergangssystems verloren gehen.

Hierzu gilt es gemeinsam mit allen Akteuren der beruflichen Bildungs- und Integrationsarbeit

  • die berufliche Orientierung so zu gestalten, dass Schüler/innen noch während der Schulzeit fit für den Ausbildungsmarkt werden,
  • die Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft so zu intensivieren, dass sich mehr Ausbildungsbetriebe für die Zielgruppe öffnen,
  • ein standardisiertes Übergabemanagement zu entwickeln, damit der Umweg in Ausbildung bruchlos gelingt,
  • die Kohärenz und Qualität der Förderinstrumente so weiter zu entwickeln, dass sie den tatsächlichen Bedarfslagen vor Ort entsprechen.

Die Stadt Fürth hat das Übergangsmanagement zur beruflichen Integration (benachteiligter) Jugendlicher als zentralen bildungspolitischen Auftrag der Kommune definiert. Im Referat I für Schule, Bildung, Sport wurde unter Leitung des zweiten Bürgermeisters eine Koordi­nierungs­stelle RÜM Fürth eingerichtet, die das bestehende „Vertrauensnetzwerk Schule-Beruf“ zu einem Instrument kommunaler Planung und Qualitätsentwicklung ausbauen soll.

Um nachhaltig funktionierende Kooperationsstrukturen zu entwickeln, die von allen Beteiligten verbindlich umgesetzt werden, müssen deren operative und administrative Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Das Netzwerk bindet alle relevanten Akteure aus Praxis, Politik und Verwaltung in die Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse ein, Ziele, Handlungsbedarfe und -strategien werden auf Basis des Integrationsmonitorings partizipativ formuliert. Die Koordinierungsstelle steuert den Informationsfluss, moderiert die Evaluations- und Qualitätsentwicklungsprozesse in den Netzwerkgremien und dokumentiert die Ergebnisse für eine nachhaltige Nutzung. Hierzu zählen auch Qualitätskriterien, die künftig bei der Förderung von Integrationsmaßnahmen vor Ort anzulegen sind.

Um den lokalen Handlungsbedarf fundiert zu definieren und das Förder- und Übergangs­system auf die tatsächlichen zielgruppenspezifischen Bedarfslagen vor Ort abzustimmen, wird mit Unterstützung des Instituts für Praxisforschung und Evaluation der Evangelischen Hochschule Nürnberg ein kommunales Integrationsmonitoring durchgeführt:

  • Die Vergleichsanalyse diverser Amtsstatistiken soll die unübersichtliche Datenlandschaft und uneinheitlichen Definitionsgrundlagen kohärenter gestalten und die spezifische lokale Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation für unter 25-Jährige abbilden,
  • die quantitative und qualitative Analyse des Förder- und Übergangssystems sowie eine quantitative Längsschnittstudie zum Verbleib der ca. 550 Förder- und Mittelschul­abgänger/innen aus dem SJ 10/11 sollen Bruchstellen und Lücken identifizieren.

Zur Förderung von Transparenz und Nachhaltigkeit werden alle relevanten Informationen wie Bildungsberichte, Leistungskataloge berufsintegrativer Maßnahmen etc. in einer Schriften­reihe dokumentiert.

Der Umbau der Haupt- in Mittelschulen wird als Chance genutzt, die Berufsorientierung an Schulen neu zu strukturieren und fachlich zu standardisieren unter den Gestaltungsaspekten

  • Geschlechter- und Kultursensibilität – Erarbeitung eines spezifischen Handlungskonzeptes durch eine externe Fachstelle,
  • Betriebs- und Ausbildungsmarktnähe – Intensivierung der Entwicklungspartnerschaften zw. Schule, Wirtschaft, Berufsschulen u. a. außerschulischen Lernorten,
  • Qualitätssicherung – Entwicklung verbindlicher Standards und Einführung eines „BO-Siegels für Schulen“,
  • Elterneinbindung - interkulturell orientierte Workshops für Erziehende zu berufs­relevanten Themen in Kooperation mit Migrantenorganisationen, Wirtschaftsvertretern und Fachleuten der Bildungs- und Berufsberatung.

Um die Umsetzung der erarbeiteten Handlungsstrategien und Konzepte nachhaltig zu sichern, werden Workshops mit Lehrkräften, Praktikern des Übergangssystems und – soweit möglich – mit Wirtschaftsvertretern zu oben genannten Themen durchgeführt.

 

Ergebnisse

Ergebnis

Ziel des Vorhabens war es, im Kreis Düren benachteiligten Jugendlichen Zugängen zur Ausbildung zu eröffnen und den Anteil junger Menschen ohne Berufsabschluss nachhaltig zu reduzieren. Das Regionale Übergangsmanagement im Kreis Düren vernetzte und koordinierte hierzu existierende Angebote und Akteure im Übergang Schule-Beruf. Es wurde eine Datenbasis als Planungsgrundlage geschaffen, die Gremien und Netzwerke am Übergang Schule-Beruf wurden verzahnt und systematisiert, und es wurden Expertenforen eingerichtet, um die Beratung abzustimmen, die Elternarbeit zu unterstützen und die schulische Berufsorientierung weiterzuentwickeln. Das Vorhaben hat mit seiner Strukturentwicklung wie auch mit seinen Einzelmaßnahmen zu allen förderpolitischen Zielen des Programms sehr wesentliche Beiträge mit z.T. modellhaftem Charakter geleistet.

Fazit

Mit der flächendeckenden Einführung des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss Übergang Schule -Beruf in NRW" und der damit verbundenen Einrichtung der Kommunalen Koordinierungsstelle führt der Kreis Düren die begonnene Arbeit - unter neuem Vorzeichen - seit dem 01.09.2013 weiter. Die strategische und operative Zusammenarbeit aller Akteure erfährt somit Kontinuität. Die bestehenden Netzwerke und Gremien wurden den neuen Zieldimensionen angepasst und weiterentwickelt. Eine Übersicht der künftigen Angebotsstruktur inklusive klarer Zielgruppenzuordnung wird weiterhin allen Akteuren für den Beratungsprozess zur Verfügung gestellt. Die Basis liefert die vom Vorhaben entwickelte Angebotsdatenbank sowie die Übersichten möglicher Anschlussperspektiven gegliedert nach Schulabschlüssen. Der Abgleich von Maßnahmeangebot und -nachfrage erfolgt zukünftig auf der Basis der Anschlussvereinbarungen. Erste Netzwerke zur Durchführung sogenannter Zukunftskonferenzen wurden bereits in Hauptschulen implementiert. Die kommunale Koordinierungsstelle systematisiert diesen Prozess. Der begonnene Prozess zur Stärkung der dualen Ausbildung wird ebenfalls fortgeschrieben. Die Kommunikation zwischen Vertretern der einzelnen Bildungsgänge an den Berufskollegs und den Ausbildungsbetrieben vor Ort wurde ausgebaut und intensiviert.

Der Arbeitsschwerpunkt im zweiten Förderjahr lag auf der quantitativen und qualitativen Weiterentwicklung des lokalen Übergangssystems und der Umsetzung strukturverbessernder Handlungsstrategien auf der Grundlage der Ergebnisse der Bestands- und Bedarfsanalyse des ersten Förderjahres.

Komplettiert wurde die mehrdimensionale Analyse des Vorjahres durch

  •    eine fragebogengestützte Umfrage zu den Anforderungsprofilen an Auszubildende in rund hundert Betrieben,
  • qualitative Interviews mit 24 Erziehenden aus 13 Nationen zu ihren Erfahrungen mit dem hiesigen (Aus-)Bildungssystem inklusive Erwartungen und Verbesserungsvorschlägen,
  • die zweite Befragungswelle der quantitativen Längsschnittstudie zum Verbleib der Fürther Mittel- und Förderschüler/innen aus dem SJ 10/11,
  • eine gendersensible Untersuchung verschiedener Stationen des Übergangs durch das Genderzentrum Augsburg in Form von Gruppen- und Einzelinterviews mit Schüler/innen und Fachleuten an ausgewählten allgemein- und berufsbildenden Schulen; die Expertise formuliert Handlungsempfehlungen zur geschlechtergerechten Ausrichtung der Angebote und Maßnahmen.

Über die Gremien des „Vertrauensnetzwerk Schule-Beruf – RÜM Fürth“ sind inzwischen alle relevanten Akteure aus Praxis, Politik und Verwaltung in die Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse des Regionalen Übergangsmanagements eingebunden:

  •  In zwei Vollversammlungen jährlich und aktuell zwei bedarfsorientiert tagenden Themengruppen werden die Ergebnisse der Bedarfsanalysen diskutiert und konkrete Strategieempfehlungen formuliert, die für die weitere Arbeit aller Netzwerkpartner handlungsleitend sind bzw. sein sollten;
  •  im RÜM Steuerkreis werden der Sachstand und die Problemlagen vor Ort auf die politisch-administrative Ebene transportiert und die Realisierbarkeit erfolgversprechender Handlungsoptionen an den „Nahtstellen der Zuständigkeiten“ (Landes-, Bundesebene, Rechtskreise) sondiert;
  • die Koordinierungsstelle RÜM Fürth fungiert als Moderatorin und Kommunikationsdrehscheibe, die die Prozesse und den Informationsfluss steuert und die Ergebnisse für eine nachhaltige Nutzung u. a. auf der Projekthomepage dokumentiert.

Greifbare Ergebnisse und Erfolge sind bisher:

  • Transparenz im regionalen Übergangssystem durch die regelmäßig aktualisierte Dokumentation der verfügbaren berufsintegrativen Angebote und Anbieter vor Ort als Arbeitshilfe für Multiplikatoren und Analyseinstrument zur Identifikation von Bedarfslücken,
  • Aufbau eines kohärenten Integrationsmonitorings, das die Dunkelziffer derjenigen reduziert, die am Übergang verschwinden, und exakte Angaben zu der Problemgruppe zulässt, die in sogenannte JoA-Klassen (Jugend ohne Ausbildung) der Berufsschule münden, in Kooperation mit Schulamt, Berufsschulen, Arbeitsagentur und Jobcenter,
  •  Entwicklung eines engmaschigen Übergabemanagements für Mittelschulabgänger/innen ohne konkrete Anschlussperspektive (Mubik „Hand in Hand“) in Kooperation mit den Mittel- und Berufsschulen, der Berufsberatung und den Trägern der Berufseinstiegsbegleitung, Kompetenzagentur und des Jugendmigrationsdienstes,
  • Förderung der Angebotskohärenz durch Einführung eines verbindlichen Programms zur beruflichen Orientierung für Mittelschulen ab der 7. Klasse, das sich an den klassengebundenen Meilensteinen im Berufswahl- und Bewerbungsprozess ebenso orientiert wie am individuellen Unterstützungsbedarf der jeweiligen Zielgruppe, in enger Kooperation mit Schulamt und Arbeitsverwaltung.

 

  •   Entwicklung von Qualitäts- bzw. Effektivitätskriterien für berufsintegrative Hilfen auf Grundlage der Expertenbefragung und in Kooperation mit Schulleitungen und Lehrkräften, und Implementierung eines einheitlichen Evaluationsdesigns für kommunal unterstützte Angebote an Schulen als Instrument der Qualitätsentwicklung und –sicherung,
  • Förderung des Arbeitsweltbezugs und der betrieblichen Orientierung von Angeboten an Schulen durch Einführung des Berufsorientierungsprogramms BOP des BMBF für alle 8. Klassen, Vernetzung der städtischen Ausbildungsinitiative „Match Point“ als Praktikums- und Ausbildungsplatzbörse mit anderen Angeboten bzw. Anbietern und Durchführung von zwei modellhaften Firmenpatenschaften als Pilotprojekte unter Regie der RÜM Koordinierungsstelle,
  •  Verankerung der Themen Berufsorientierung und Berufswahl als zentrale Querschnittsaufgabe der Fürther Mittelschulen durch Einführung eines verbindlichen Rahmenkonzepts „Berufsorientierung im Schulamtsbezirk Fürth“, das obligatorische und fakultative Maßnahmen ab der 7. Klasse beschreibt,
  • Stärkung von Lehrkräften als Multiplikatoren durch Weiterbildungen und Workshops z. B. zu den Themen Genderkompetenz, Erwartungen der Wirtschaft an Auszubildende, Alternativen für Schulabgänger/innen ohne Ausbildungsstelle,
  • Deckung von Angebotslücken insbesondere für junge Migranten/innen und 8. Klassen durch Ausweitung der Kapazitäten der Sprachlernklassen und Neu- bzw. Weiterförderungsanträge für Soziales Kompetenz- und Bewerbungstraining, Bildungspatenschaften, interkulturell orientierte Elternarbeit u. a. bei Stiftungen und auf Landesebene,
  • Erste Schritte zur Sicherung der Nachhaltigkeit durch kommunale Finanzierung einer Planstelle für Regionales Übergangsmanagement ab Herbst 2013; überzeugt von der Dringlichkeit des Handlungsbedarfs, aber auch von den Erfolgsaussichten eines kommunal koordinierten Übergangsmanagements wurden die zuständigen kommunalen Entscheidungsträger durch Lobbyarbeit und die regelmäßige Berichterstattung zur Situation am Übergang in der Stadt Fürth auf Grundlage der Monitoringergebnisse im Stadtrat u. a. entscheidungsrelevanten Ausschüssen und Gremien.

 

Der Arbeitsschwerpunkt des „Regionalen Übergangsmanagement" der Stadt Fürth liegt im ersten Förderjahr auf der regionalen Bestands- und Bedarfsanalyse sowie der Entwicklung daraus abgeleiteter strukturverbessernder Handlungsstrategien.

RÜM Fürth verfolgt einen beteiligungsorientierten Ansatz, der möglichst alle Akteure des Übergangssystems einbindet, d. h. neben den allgemein- und berufsbildenden Institutionen und Einrichtungen auch die jungen Menschen selbst sowie deren Eltern.

Erster Schritt war es, die bereits vor Projektbeginn im Rahmen des „Vertrauensnetzwerkes Schule - Beruf“ bestehenden Kooperationsstrukturen enger zu knüpfen und bisher nicht vertretene Akteure der schulischen Nach- bzw. beruflichen Vorqualifizierung zu integrieren. In einer Auftaktveranstaltung wurden die Ziele und Möglichkeiten des regionalen Übergangsmanagements vorgestellt und als erste Handlungsschwerpunkte „Transparenz“, „Datenkohärenz“ und „Kohärenz am Übergang“ vereinbart. Zur Operationalisierung wurden zwei Arbeitsgruppen initiiert, die sich bedarfsorientiert treffen:

  1. „Datenmonitoring“ mit dem Ziel der Implementierung eines Bildungsmonitorings
  2. „Kohärenz am Übergang“ mit dem Ziel, ein standardisiertes Übergabemanagement aufzubauen

Um die Bedarfslagen vor Ort zu erfassen wurden

• verfügbare regionale Daten zum Übergangsbereich recherchiert, da die Stadt Fürth keine eigene statistische Dienstelle hat; die Auswertung und Vergleichsanalyse bildete die Grundlage zur Entwicklung von einheitlichen Messregeln und Kategorien in der AG Datenmonitoring als ersten Schritt hin zur Implementierung eines kommunalen Integrationsmonitoring;

• 60 halbstandardisierte Experteninterviews mit Vertreter/innen der operativen sowie administrativen Ebene (fast) aller Institutionen und Einrichtungen der beruflichen Bildungs- und Integrationsarbeit in Fürth geführt. Im Mittelpunkt der Befragung standen die Kooperationsbeziehungen vor Ort, die Erfahrungen und Zufriedenheit mit der Angebotslandschaft sowie die eigene Einschätzung der regionalen Bedarfslagen. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung wurden auf der Netzwerkkonferenz im Juli 2011 diskutiert und weitere konkrete Handlungsschritte vereinbart, z. B. von drei beteiligten Schulen die Erarbeitung eines modellhaften Konzeptes zur beruflichen Orientierung an Fürther Mittelschulen; die Auswertung wird im letzten Quartal 2011 umfassend dokumentiert und in den relevanten kommunalen Entscheidungsgremien zur weiteren Planung und Strategieentwicklung präsentiert;

• eine Befragung zur Bekanntheit und Wirkungseinschätzung der verfügbaren berufsintegrativen Hilfen und Angebote an Fürther Mittelschulen durchgeführt. Die Auswertung der 110 standardisierten Fragebögen wird in der Schulleiterkonferenz im September 2011 diskutiert mit dem Ziel, den interdisziplinären Wissens- und Informationstransfer zwischen Schule und Akteuren der beruflichen Bildung nachhaltig zu verbessern.

• Fragebögen für junge Teilnehmende an kommunal (ko-)finanzierten Projekten zur Wirkungseinschätzung und Zufriedenheit mit den jeweiligen Angeboten entwickelt; die Auswertung dient, wie die Ergebnisse der o. g. Expertenbefragung und der Lehrerschaft, als Grundlage zur Entwicklung von Qualitätskriterien und best-practice-Beispielen;

• eine quantitative Längsschnittstudie zum Verbleib der Fürther Mittel- und Förderschüler/innen aus dem SJ 10/11 konzipiert; die Erstbefragung wurde zwischen Juni und Juli durchgeführt, die Auswertung läuft;

• Experteninterviews mit Erziehenden mit Migrationshintergrund geführt; hierzu wurden engagierte Zuwander/innen unterschiedlicher Herkunftsländer akquiriert und entsprechend geschult; die Auswertung soll Anhaltspunkte zur kultursensiblen Weiterentwicklung der bisherigen Elternarbeit und Angebotslandschaft liefern.

Um Angebotslücken zu identifizieren und die Transparenz in der Angebotslandschaft zu verbessern, wurden alle vor Ort verfügbaren berufsintegrativen Angebote für Schüler/innen sowie für Schulentlassene erfasst und in jeweils einer Broschüre dokumentiert. Diese beiden Hefte werden jährlich im Herbst vom Projektbüro für Schule und Bildung der Stadt Fürth aktualisiert; sie bilden den Auftakt zur geplanten Schriftenreihe, in der die wichtigsten Informationen zum Übergang Schule-Beruf in der Stadt Fürth nachhaltig für Multiplikatoren zusammengefasst werden sollen. Ebenfalls dokumentiert sind die Angebote und Maßnahmen auf der Projekt-Homepage, die als Informations- und Kommunikationsforum eingerichtet wurde.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Mitarbeit in Steuerungsgruppen und Gremien. RÜM Fürth ist regelmäßig vertreten

• im Netzwerk Migration,

• in der Steuerungsgruppe „Stärken vor Ort“,

• bei den Schulleitertreffen „Projektmanagement an Volksschulen“ im Bildungsreferat,

• bei Schulleitertreffen auf Einladung des staatlichen Schulamtes,

• beim Expertengespräch zu aktuellen Fragen des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes für Jugendliche und junge Erwachsene unter Moderation der Arbeitsagentur Fürth,

• im AK Schule und Wirtschaft Stadt und Landkreis Fürth,

• in Hubik - Haupt- und Berufsschulen in Kooperation.

Daneben gab es Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit, zum Informationstransfer und Erfahrungsaustausch im Rahmen des Programms "Perspektive Berufsabschluss". Hier sind zu nennen

• die Präsentation des Projektes in Presseartikeln, einem Flyer sowie auf der Projekthomepage,

• regelmäßige Treffen und ein kontinuierlicher Austausch mit den bayerischen RÜM-Projekten in Augsburg, Coburg und Nürnberg,

• ein überregionaler Erfahrungsaustausch mit anderen Projekten des Programms "Perspektive Berufsabschluss".

Projekt­darstellungen

Arbeits­materialien

Erhebungen

 
Förderung
Durchführung