Altenburger Land und Gera
NaWi – Berufliche Nachqualifizierung in den Wirtschaftsregionen Altenburger Land und Gera, Thüringen, Förderlaufzeit: 01.09.2010-31.08.2013


Kontakt

ifw Meuselwitzer BildungsZentrum GmbH
Am Lehrbetrieb 2
04610 Meuselwitz

Handwerkskammer für Ostthüringen
Handwerkstraße 5
07545 Gera

 www.hwk-gera.de/ausbildung/berufsausbildung/nawi


Die Wirtschaftsregionen Altenburger Land und Gera befinden sich in Ostthüringen und umfassen die Landkreise Altenburger Land sowie die kreisfreie Stadt Gera und den Landkreis Greiz. Beide Wirtschaftsregionen sind gekennzeichnet durch:

  1. eine der höchsten Arbeitslosenquoten im Vergleich zu anderen Wirtschaftsregionen in Thüringen (Altenburger Land: 11,2 %, Greiz: 8,4 %, Gera: 12,1 %; Quelle: Arbeitsmarkreport, November 2010), wobei die Stadt Gera sogar aktuell die größte Arbeitslosenquote in Thüringen aufweist.
  2. ein hohes Durchschnittsalter (Altenburger Land: 47,5 Jahre; Greiz: 47,0 Jahre; Gera: 47,1 Jahre; Quelle: Wegweiser Kommune, 2008), begründet u.a. auch durch die hohe Abwanderung von jungen Erwachsenen in andere Wirtschaftsregionen, und starkem Bevölkerungsrückgang in den nächsten Jahren (bis 2025: Altenburger Land ca. -23%, Greiz ca. -20%, Gera ca. -20%; Quelle: Wegweiser Kommune, 2008).
  3. das Vorhandensein von überwiegend kleinen Industrie- und Handwerksbetrieben des verarbeitenden Gewerbes und der Dienstleistungsbranche.

Beide Wirtschaftsregionen sind besonders von den Auswirkungen des demographischen Wandels betroffen und es besteht eine Diskrepanz hinsichtlich der Anforderungen vorhandener Arbeitsplätze und dem Qualifikationsniveau Arbeitssuchender.

Im Fokus des Projekts stehen zunächst an- und ungelernte Beschäftigte ohne Berufsabschluss aus kleinen und mittelständigen Unternehmen, die diesen nicht mehr im Rahmen einer dualen Ausbildung erlangen können. Zielgruppen des Projekts sind ebenso Arbeitssuchende ohne Berufsabschluss bzw. mit Berufsabschluss, der jedoch auf dem Arbeitsmarkt kaum verwertbar ist (z.B. Assistentenabschlüsse) sowie Personen mit einem Berufsabschluss, der bundesweit nicht ganzheitlich bzw. nicht anerkannt wird (z.B. ausländische Berufsabschlüsse). Hier setzt das Projekt „NaWi“ an, indem es Möglichkeiten eröffnet, nachträglich auf externem Weg einen Berufsabschluss zu erwerben. Dies geschieht auf dem Weg der modular konzipierten, flexibel gestalteten und betriebsnahen Form der Nachqualifizierung. Es wird zum einen dem Bedarf der Unternehmen Rechnung getragen, zum anderen werden die individuellen Lernbiographien und Voraussetzungen der Teilnehmenden berücksichtigt.

Ein Projektziel ist die Erleichterung des Zugangs zur externen Gesellen-/ Abschlussprüfung (gem. § 37 Abs. 2 HwO, § 45 Abs. 2 BBiG) und des nachträglichen Erwerbs eines Berufsabschlusses in einem anerkannten Ausbildungsberuf im Rahmen der modularen Nachqualifizierung. Des Weiteren sind Projektziele: der Auf- und Ausbau eines nachhaltig auf den regionalen Bedarf abgestimmten Nachqualifizierungsangebots in enger Kooperation mit den regionalen Arbeitsmarktakteuren sowie die Einrichtung eines Karriere- und Unternehmensservice um eine bestmögliche Beratung und Unterstützung gewährleisten zu können.

Die Nachqualifizierung soll einfacher und transparenter gestaltet werden und dabei gleichermaßen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gerecht werden.

Durch die Etablierung eines Karriere- und Unternehmensservice als Anlaufpunkt zur fachliche und pädagogische Beratung und Unterstützung, mit dem Ziel beide Seiten aus einer Hand zu beraten, soll den Beteiligten ein formeller, zeitlicher und wirtschaftlicher Mehraufwand erspart bleiben. Kerninhalte der Beratungs- und Unterstützungsleistung werden dabei u.a. sein:  1. Karriereservice für die Teilnehmenden: die berufliche Lebenslauf- und Bildungsplanung, die Ermittlung vorhandener Fachkompetenzen, das Aufzeigen von Möglichkeiten einen Beruf im Rahmen der modularen Nachqualifizierung zu erlangen sowie die Begleitung während des gesamten Prozesses der Nachqualifizierung und die Dokumentation der Leistungsentwicklung bis hin zur „Externenprüfung“. 2. Unternehmensservice für die Betriebe: die Erarbeitung von Personalentwicklungsstrategien zur Fachkräftesicherung und Personalbindung, die Beratung zu Qualifizierungsbedarfen und Qualifikationsanforderungen sowie Planung und Durchführung passgenauer betrieblicher Weiterbildungen im Rahmen der modularen Nachqualifizierung für die „Externenprüfung“. Darüber hinaus soll der Karriere- und Unternehmensservice zum Anlaufpunkt für regionale Arbeitsmarktakteure und Netzwerkpartner werden. Geplant ist die Umsetzung von jeweils einer Servicestelle in den Städten Altenburg und Gera. Somit wird eine regionalbezogene und ortsnahe Beratung ermöglicht.

Durch Einbeziehung bestehender finanzieller Förderinstrumente (u.a. IFLAS, WeGebAU, Bildungsgutschein und Bildungsprämie) soll es gelingen, modulare Nachqualifizierung praktikabel zu machen, zum Regelangebot zu avancieren und sich letztendlich in einer deutlich erhöhten Anzahl an „Externenprüfungen“ messen zu lassen.

Darüber hinaus ist Ziel, ein einheitliches Qualitätsmanagementsystem für die modulare Nachqualifizierung und die anschließende „Externenprüfung“ in Ostthüringen zu installieren. Dies geschieht durch Erarbeitung und Umsetzung einheitlicher Prüfungs- und Zulassungsstandards sowie der Qualitätssicherung dieser. Bestehende Qualitätsstandards werden geprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt. Darüber hinaus soll gewährleistet werden, dass eine einheitliche Verfahrensweise bezogen auf die modulare Nachqualifizierung sowie die „Externenprüfung“ in Thüringen erfolgt. Dementsprechend ist auch die Sicherstellung der Nachhaltigkeit gegeben.

Ergebnisse

Ergebnisse

Das Projekt "NaWi" arbeitete als Verbundprojekt der HWK Gera mit der ifw Meuselwitzer BildungsZentrum GmbH in der Förderinitiative "Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung". Das Projekt war in der Region Gera aktiv. Es verfolgte im Sinne des Förderprogramms erreichte übergreifenden Ziele:

* Auf- und Ausbau von nachhaltigen Unterstützungsstrukturen zur Beratung von Unternehmen sowie von an- und ungelernten jungen Erwachsenen mit und ohne Beschäftigung. Hierzu leistet der Freistaat Thüringen durch die anteilige Finanzierung von Ausbildungsbegleitern einen aktiven Beitrag. Auch die Innungen und Bildungsdienstleister in der Region sind in der Lage das Thema NQ zu erläutern und zur weiteren Beratung an die jeweils fachlich zuständige Stelle weiterzuleiten
* Regionale Implementierung der Qualitätsstandards in der modularen, abschlussorientierten
Nachqualifizierung
- Die Anwendung einheitlicher Module in der NQ ist sichergestellt;
- Einführung und Anwendung des Qualipasses
- Umsetzung von Kompetenzchecks zur Ermittlung von Qualifizierungsbedarf
- Umsetzung einheitlicher Verfahren in der NQ
* Erarbeitung und Einsatz von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Zulassungsstrukturen zur Externenprüfung
Es erfolgte die Erarbeitung des Leitfadens für das Zulassungsverfahren zur externen
Gesellenprüfung sowie eines Anmeldeformulars. Die Implementierung des Leitfadens als Unterstützungsinstrument bei den prüfungsermächtigten Innungen im Handwerk wurde umgesetzt.
* stärkere Nutzung der vorhandenen Förderinstrumente für die abschlussorientierte Nachqualifizierung

Fazit

Das Projekt hat einen nachhaltigen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen des Programms geleistet und die im Projektantrag formulierten Projektziele erreicht. Abschlussorientierte modulare NQ konnte in der Region Gera etabliert werden. Die Initiative des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie (TMWAT) "Thüringen braucht Dich" hat die Nachqualifizierung fest als eine Säule in die Kampagne aufgenommen. Die HWK Ostthüringen ist eine Beratungsstelle in dieser Kampagne. Der Aufbau eines regionalen Netzwerkes und Integration einiger Netzwerkakteure in das Thüringer Netzwerk Nachqualifizierung wurde realisiert.
Es wurde ein Leitfaden sowie ein Zulassungsantrag für die externe Abschluss-/ Gesellenprüfung entwickelt und im Rahmen des QM-Systems der HWK für Ostthüringen eingeführt.

Im Rahmen unserer Projektarbeit im Jahr 2012 haben wir vordergründig folgende Schwerpunkte thematisiert.

1. Sensibilisierung der Unternehmen für das Thema der NQ
2. Ausbau der regionalen Netzwerkarbeit

1. Sensibilisierung der Unternehmen für das Thema der NQ

Aufgrund der bisherigen Projekterfahrungen wird zunehmend deutlich, dass die Sensibilisierung der Unternehmen für das Thema der modularen Nachqualifizierung zur perspektivischen Fachkräftesicherung unabdingbar ist und kontinuierlich fortgeführt werden muss. In Zeiten stabiler Auftragslagen hat sich insbesondere in den klein- und mittelständischen Unternehmen des Handwerks gezeigt, dass die Qualifizierungsbedarfe des eigenen Personals erkannt werden, die Bereitschaft der Freistellung dieser Mitarbeiter zu Qualifizierungsmaßnahmen jedoch spürbar sinkt.
Aus diesem Grund haben wir sowohl im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit aber auch mittels Kaltakquisen, Multiplikatorenschulungen und Innungsversammlungen zahlreiche Möglichkeiten genutzt, um mit den Unternehmen zu dieser Thematik in Gespräche einzu-steigen zu können. Ebenso wurde die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft intensiviert.
Auch die unter dem Titel „Fachkräfte aus der Region für die Region – Demographiefest. Arbeitgeberattraktiv. Nachqualifizierung. – Mobilisierung von Mitarbeiterpotentialen“ durchgeführte Fachtagung, die die Projektverantwortlichen mit Unterstützung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft gemeinsam organisiert haben, leistete einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung unserer Projektaufgaben. In der Fachtagung ist es uns gelungen, Vertretern der Landespolitik und der Wirtschaft sowie den relevanten Arbeitsmarktakteuren den Stellenwert der Nachqualifizierung für die Gewinnung von Nachwuchskräften nachhaltig zu verdeutlichen. Wir haben Informationen zum Thema Fachkräftesicherung und Personalentwicklung durch Nachqualifizierung diskutiert, über den aktuellen Stand des Projektes informiert und die regionale Vernetzung weiter forciert. Den Höhepunkt der Tagung bildete eine Podiumsdiskussion, die von Frau Manuela Groß-Hatzky, Koordinatorin für Nachqualifizierung aus dem BTZ Rohr/Kloster der Handwerkskammer Südthüringen moderiert wurde. Diese Runde bot die Gelegenheit, mit unseren Experten und aktiv tätigen Netzwerkpartnern ins Gespräch zu kommen und noch einige Eckpunkte der Nachqualifizierung aus praktischer Sicht zu beleuchten. Über die vielfältigen Informationen der Redner und die Tagungsunterlagen hinaus hatten die Gäste der Tagung die Möglichkeit sich an verschiedenen Marktständen über einige Partner des Netzwerkes Nachqualifizierung Altenburger Land und Gera und deren Angebote zu informieren.
Damit ist es gelungen, ein umfassendes und repräsentatives Angebot der Nachqualifizierungsangebote der Projektregion darzustellen.
Infolge konsequenter und kontinuierlicher Akquise – und Beratungsaktivitäten konnten Mitarbeiter einzelner Unternehmen für die Nachqualifizierung gewonnen werden. In den Erstgesprächen wurden zunächst die bereits vorhandenen Kompetenzen erfasst. Danach wurden mittels Selbstschecks und/oder durch Kompetenzfeststellungsverfahren von Fachexperten die bereits vorhandenen Kenntnissen und Fertigkeiten ermittelt und durch Gegenüberstellung mit den Ausbildungsinhalten individuelle Qualifizierungsbedarfe erfasst. Anhand dieser Ergebnisse wurden Qualifizierungspläne erstellt und die Finanzierungsmöglichkeiten geprüft.
Insgesamt befinden sich in der Region des ehemaligen Arbeitsagenturbereiches Gera zurzeit 20 Teilnehmer/innen in Nachqualifizierung. Acht der Teilnehmer wurden bereits zur externen Gesellenprüfung für den Prüfungszeitraum Winter 2012/13 zugelassen.

2. Ausbau der regionalen Netzwerkarbeit

Das Netzwerk Nachqualifizierung Altenburger Land und Gera, welches sich im Jahr 2011 konstituierte, war ebenfalls im Jahr 2012 sehr aktiv. Der geplante Bildungskatalog wurde erstellt und an alle Partner ausgehändigt. Er beinhaltet modulare Maßnahmen, Umschulungen, abschlussorientierte Teilqualifikationen und Vorbereitungen auf die Externenprüfung in den drei Bereichen gewerblich-technisch, kaufmännisch sowie Dienstleistungen. Ein Feed-back der Netzwerkpartner bestätigte die Idee. Alle Partner gaben an, mit dem Bildungskatalog zu arbeiten und ihn weiterhin nutzen zu wollen. Eine neue Auflage ist im Projekt für das Jahr 2013 geplant.
Parallel zu den Netzwerkaktivitäten im Altenburger Land und Gera wurde das Jahr 2012 genutzt, um die Zusammenarbeit auf Landesebene weiter auszubauen.
In erster Linie ging es darum, einheitliche Umsetzungsstrategien zu implementieren sowie einen professionellen Austausch von entwickelten Modulen sowie Lehr- und Lernmaterialien zu gewährleisten.
Grundlage dieser Arbeit bildet das Thüringer Netzwerk Nachqualifizierung. Thüringer Bildungsdienstleister sowie alle drei Thüringer Handwerkskammern engagieren sich in der Umsetzung und nachhaltigen Fortführung von Nachqualifizierung. In diesem Netzwerk wurden Standards zur Umsetzung von Nachqualifizierung entwickelt, die dem Qualifizierungsprozess die notwendige Transparenz verleihen.
Durch die intensive Zusammenarbeit aller Netzwerkpartner konnten die Weiterbildungs- u. Qualifikationsbedarfe der An- und Ungelernten in Thüringen dem Thüringer Wirtschaftsministerium dargestellt werden. Als Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit initiierte das Thüringer Wirtschaftsministerium und die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, die Initiative „Thüringen braucht dich“. Im Rahmen dieser Initiative werden 4 Qualifizierungswege aufgezeigt, einer davon ist die Nachqualifizierung mit dem Ziel der anschließenden Externenprüfung.
Im Thüringer Netzwerk Nachqualifizierung wurde im Jahr 2012 weiterhin am Aufbau der thüringenweiten Internetseite gearbeitet (www.nachqualifizierung-thueringen.de).
Diese hat folgende Funktionen:

• Informationsportal zum Thema modulare abschlussorientierte Nachqualifizierung für An- und Ungelernte, Unternehmen, Bildungsdienstleister und Leistungsträger
• Überblick über vorhandene Modularisierungen von Ausbildungsberufen
• Übersicht aller Ansprechpartner zum Thema NQ im Freistaat Thüringen
• Synergieeffekte in der Netzwerkarbeit

Im Jahr 2011 wurde weiterhin aktiv an der Etablierung der modularen Nachqualifizierung im Rahmen des Projektes NaWi gearbeitet.

Dazu wurden verschiedene Informations- und vertiefende Veranstaltungen mit den relevanten Akteuren des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes durchgeführt. So fanden beispielsweise vertiefende Gespräche in den Agenturen für Arbeit, Argen/Jobcentern und in der IHK statt. Außerdem wurden Arbeitsgespräche mit regional ansässigen Innungen sowie Bildungsträgern und Verbänden geführt. Die im April 2011 durchgeführte Auftaktveranstaltung legte hierbei den Grundstein für die nachfolgend aufzubauende Netzwerkarbeit.

Um das Thema Nachqualifizierung möglichst nah an die Unternehmen der Region heranzuführen, wurden entsprechende Mailingaktionen durchgeführt, in denen der Projektansatz mit den entsprechenden Vorteilen für die regionalen Unternehmen dargestellt wurde.

Um die Strukturentwicklung in der Region voranzutreiben, wurde das regionale „Netzwerk Nachqualifizierung Altenburger Land und Gera“ gegründet. In diesem wurden Schnittstellen des Projektes und der Bildungsdienstleister sowie der Beratungsstellen der Region erörtert und sich über eine Zusammenarbeit verständigt. In diesem Netzwerk wird zurzeit ein Bildungskatalog für die Region entwickelt, mit dem Ziel, eine Übersicht über Bildungsangebote der regionalen Bildungsanbieter geben zu können.

An den beiden Schwerpunktstandorten des Projektes, Gera und Meuselwitz, wurde jeweils eine Beratungsstelle errichtet, in denen sowohl Unternehmen als auch interessierte Personen zum Thema Nachqualifizierung beraten werden können. Diese Beratungsstellen werden im Moment vorrangig von potenziellen Teilnehmern und unterstützenden Institutionen in Anspruch genommen (Jugendberufshilfe, Migrationsdienst etc.).
In unserem Verbundprojekt wurden bisher insgesamt 125 Beratungsgespräche zur modularen Nachqualifizierung geführt. Davon wurden 82 Beratungen mit Teilnahmeinteressierten und 42 Beratungen in Unternehmen des Ostthüringer Handwerks oder aus dem Industriezweig realisiert.

Nach wie vor gestaltet sich die Absicherung der Finanzierung sehr schwierig. Die von den Agenturen für Arbeit gesetzten Prämissen für das Bildungsgutscheinverfahren erschweren oft den tatsächlichen Einstieg in die Nachqualifizierung. Lediglich fünf Personen (ein Arbeitnehmer und vier Arbeitsuchende) sind nach mehrfachen vorbereitenden Gesprächen in die modulare Nachqualifizierung eingestiegen. Dies erfolgte in den Ausbildungsberufen Bäcker/in, Bürokaufmann/-frau, Hochbaufacharbeiter/in und Fachverkäufer/in Nahrungsmittelhandwerk (Bäckerei). Einer der Teilnehmer (Bäcker) konnte seine Gesellenprüfung bereits mit guten Ergebnissen abschließen.

Auf der Basis der vorhandenen Empfehlung des ZDH zu einem Leitfaden für die Externenprüfung wurde ein Vorschlag für eine entsprechende Empfehlung in den Thüringer Handwerkskammern erarbeitet. Ziel dieses Leitfadens ist es, interessierten Personen und Unternehmen einen Einblick in die erforderlichen Voraussetzungen und einzureichenden Unterlagen für das Zulassungsverfahren zur Externenprüfung zu geben. Hierbei kooperierte das Projekt sehr eng mit den Prüfungsverantwortlichen der Thüringer Handwerkskammern.

 

Projekt­darstellungen

Arbeits­materialien

 
Förderung
Durchführung