Logistikberufe Köln
Move it Köln, Nordrhein-Westfalen, Förderlaufzeit: 01.10.2010-30.09.2013


Kontakt

DB Training
Johannisstraße 58
50668 Köln 

www.db-training.de/dbtraining-de/gefoerderte_projekte/move-it/

 


Köln ist eine bunte Stadt mit ca. 170 000 ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern (ohne Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler und Kontingentflüchtlinge). Sie kommen aus der ganzen Welt, ein Großteil von ihnen aus der Türkei, weitere vor allem aus Italien, Polen, Serbien, Russland, Ukraine, Iran, Portugal und Griechenland. Es gibt also ziemlich viel Jugendliche - vor allem aus der Türkei -, die oft schon in der zweiten oder dritten Generation in Deutschland leben und arbeiten wollen. Der Anteil der Jugendarbeitslosigkeit liegt seit Jahren in NRW bei ca. 10 %. Nur ein geringer Anteil der Arbeitslosen, die einen hohen Migrantenanteil aufweisen, verfügt über einen qualifizierten Berufsabschluss. Dem steht eine hochentwickelte Wirtschafts- und Infrastruktur mit zahlreichen Groß- und mittelständischen, aber auch vielen kleinen Unternehmen gegenüber. Moderne Technologien erfassen zunehmend Arbeitsbereiche, die bisher vorwiegend für die Beschäftigung An- und Ungelernter zur Verfügung stand. Der Fachkräftebedarf des Großraumes Köln steigt daher ständig.

Es soll ein nachhaltig agierendes Netzwerk zur Etablierung der Nachqualifizierung im Verkehrsmarkt der Großregion Köln installiert werden. Wesentliche Akteure des Netzwerkes sind die regionalen Agenturen für Arbeit, die Jobcenter, die Industrie- und Handelskammern, Branchenverbände sowie Bildungsträger. Diese Netzwerkstruktur wird durch weitere Interessenvertretungen ergänzt, z. B. durch Organisationen und Unternehmen, die das Erlangen von Berufsabschlüssen mittels modularer Nachqualifizierungen unterstützen, die ausbilden und diese Fachkräfte benötigen.

 Schwerpunkt unserer Ansprache an die Unternehmen sind die zahlreichen Großunternehmen der Verkehrs- und Logistikbranche in der Region, aber auch die zahlreichen kleinen Unternehmen, wie Speditionen, Lager usw., die teilweise auch von Inhabern mit Migrationshintergrund geführt werden.

In insgesamt sechs Teilprojekten,

  • Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation,
  • Bedarfsanalyse des Fachkräftebedarfs von Unternehmen,
  • Ansprache von potenziellen Teilnehmern für die Nachqualifizierung,
  • Beantragung von möglichen Fördergeldern für die Nachqualifizierung,
  • Durchführung der Qualifizierungen mit Hilfe eines Trägernetzwerkes sowie
  • Monitoring und Controlling,

wird das Vorhaben nach den Standards des Projektmanagements umgesetzt. In Köln wird dazu eine Ansprechstelle eingerichtet, die den gesamten Prozess koordiniert. Im Raum Köln und Umgebung existieren zahlreiche Netzwerke, die angesprochen und mit eingebunden werden sollen.

Ergebnisse

Ergebnisse

Das Projekt "Move it Köln - Auf dem Weg zum Berufsabschluss im Verkehrsmarkt" war eines von zwei branchenbezogenen Projekten des Zuwendungsempfängers DB Mobility Logistics AG. Ziel war der Aufbau von auf die Verkehrs- und Logistikbranche bezogenen Nachqualifizierungsstrukturen in der Großregion Köln/Rhein-Sieg. Folgenden Ergebnisse/Aktivitäten trugen zur Erreichung der förderpolitischen Ziele des BMBF-Programms bei:
* Aufbau eines umfassenden Kooperationsnetzwerks unter Einbeziehung wichtiger regionaler Berufsbildungs- und Arbeitsmarktakteure, insbesondere auch von Institutionen der Arbeitsförderung und einer großen Anzahl von Firmen.
* Durchführung von Analysen zum Fachkräftebedarf in Unternehmen der Verkehrs- und Logistikbranche als Grundlage einer bedarfsgerechten Angebotsentwicklung.
* (Weiter-)Entwicklung bedarfsgerechter Qualifizierungsmodule.
* Gewinnung und Beratung von Teilnehmenden an bedarfsorientierten Qualifizierungen.
* Initiierung, Organisation und Begleitung von (Nachqualifizierungs-)Maßnahmen, die von Bildungsdienstleistern durchgeführt werden.
* Aufbau von auf Nachqualifizierung bezogene Beratungs- und Servicestrukturen, die sowohl dem Bedarf von Bildungsinteressierten als auch den an Fachkräftesicherung interessierten Unternehmen gerecht werden.
* Werbung für das Weiterbildungsinstrument Nachqualifizierung durch gezielte und multimediale Öffentlichkeitsarbeit.

Fazit

Der Aufbau von Strukturen, Kooperationsnetzen und Beratungskompetenz sowie die Bereitstellung erprobter Instrumente schufen die Basis, Nachqualifizierung als Regeldienstleistung in der Verkehrs- und Logistikbranche zu etablieren.
Auf Nachqualifizierung bezogenes Beratungswissen wird weitergegeben, gesichert und ausgebaut. Das Thema Nachqualifizierung ist in das Beratungsportefeuille der DB Mobility Logistics AG umfassend eingegangen, obgleich es noch stärker auf die Erreichung von Berufsabschlüssen orientiert werden müsste.
Das bestehende Netzwerk an Bildungsdienstleistern mit Branchenbezug wird die erprobten modularen Angebote vorhalten und bei Bedarf neue Module gemeinsam mit den Branchenakteuren entwickeln und bereitstellen.

Im Projektjahr 2012 konnten die Projektmitarbeiter/innen auf eine Palette verschiedenster zertifizierter Ausbildungsbausteine in der Logistikbranche verweisen und vielfältige Angebote unterbreiten. Auf Grund dessen, dass Ausbildungsmodule, die zu einem Berufsabschluss führen, durch das Sonderprogramm „IFlaS“ (Sonderprogramm zur Fachkräftegewinnung -Initiative zur Flankierung des Strukturwandels) der Bundesagentur für Arbeit gefördert wurden, war es aber notwendig , die 2011 entwickelten Ausbildungsmodule des Eisenbahners im Betriebsdienst bei weiteren IHKn anerkennen zu lassen. Dies ist bei einem Großteil der IHKn gelungen, allerdings verhielten sich die Kammern eher zögerlich, wenn es um die Anerkennung von Ausbildungsmodulen ging, die einem Berufsbild zuzuordnen waren und in ihrer Gesamtheit zu einem Berufsabschluss führen können. Eine IHK war nicht zur Anerkennung bereit. Die vielfältig notwendig werdenden Anerkennungsgesuche ergaben sich auch daraus, dass die Arbeitsagenturen nur eine Anerkennung der regional zuständigen IHK akzeptierten, um Förderung auszureichen.
Erfahrungen haben gezeigt, dass sich Jobmessen hervorragend für die Kommunikation des Projektanliegens und für Öffentlichkeitsarbeit eignen. Hier wurden die Möglichkeiten in der Region genutzt ( 2x Teilnahme Jobmesse Essen, 1x JobAktiv Köln, 1x Job Food Speed Dating) um mit Präsenz vor Ort und Vorträgen auf das Projekt aufmerksam zu machen. Jobmessen bieten die Möglichkeit mit einer Vielzahl von Interessenten ins Gespräch zu kommen, maßgeschneiderte Qualifizierungsangebote darzustellen und sie zu einem Beratungsgespräch einzuladen. Auch die Netzwerkarbeit mit anderen Bildungsträgern und Migrantenvereinen der Region und mit Kostenträger wie Arbeitsagenturen, Jobcentern, Berufsförderungsdienst der Bundewehr oder der Rentenversicherung konnte vertieft werden.
Eine weitere Möglichkeit einer Vielzahl von Interessenten die Perspektive auf einen Berufsabschluss darzustellen oder Qualifizierungs- und Arbeitsmöglichkeiten im Verkehrs- und Logistikmarkt aufzuzeigen, sind Informationsveranstaltungen bei Jobcentern und Arbeitsagenturen. Das Anliegen des Projektes „Move it“ lässt sich dabei hervorragend integrieren und es werden viele Teilnehmer erreicht. Für die Region Köln und Rhein-Sieg wurden im Berichtszeitraum 9 Informationstage durchgeführt.
Gute Erfahrungen wurden in Köln auch mit der Durchführung von Informationsveranstaltungen/ Runder Tische mit Unternehmen der Branche gemacht. Dabei sind aber auch andere Netzwerkpartner wie Kammern und Agenturen mit einzubeziehen, die über Rahmenbedingungen wie Förderung oder die Wege zum Berufsabschluss informieren können. 2012 wurden in der Region 12 Veranstaltungen mit diesem Teilnehmerkreis durchgeführt.
In der 2. Jahreshälfte 2012 wurde die Entwicklung der Projekthomepage für Move it Köln abgeschlossen und nach Abstimmung mit dem Projektträger veröffentlicht. Neben Informationen zum Projekt selbst, wendet sich die Seite an Interessenten und Teilnehmer der Nachqualifizierung, an Arbeitsuchende und an Arbeitgeber von an- und ungelernten Beschäftigten und gibt Auskunft über Ansprechpartner und Qualifizierungsmöglichkeiten.
Zu Beginn des Berichtszeitraumes wurde für die Region Köln und Rhein-Sieg die Bildungszielplanung der Agenturen und Jobcenter analysiert. Daraus wurde ersichtlich für welche Branchen Qualifizierungen gefördert werden. Die Aus- und Weiterbildungen in den Verkehrsberufen haben, im Vergleich zu den Vorjahren, an Bedeutung gewonnen. Die Arbeitslosenquote in der Region Köln lag 2012 im Durchschnitt bei 9,2 % und im Rhein/Sieg-Kreis bei 5,5%. Deutlich über 10% lag der Anteil von Erwerbslosen unter 25 Jahre. Im Bereich der Verkehrs- und Logistikbranche sind sehr unterschiedliche Entwicklungen festzustellen. Hier gibt es Zuwächse und Rückgänge. Während im Bereich der Lagerhaltung 2012 deutliche Rückgänge zu spüren waren, stieg der Bedarf an Arbeitskräften im Transportgeschäft (LKW- und Busfahrer) stark an. Im Schienengüterverkehr werden zunehmend Quereinsteiger für den Rangierdienst und die Bereitstellung gesucht. Im Personennahverkehr reißt die Nachfrage nach qualifizierten Lokführern weiterhin nicht ab. Ähnlich hoch ist die Nachfrage im Bereich der Eisenbahninfrastruktur. Qualifizierungsreihen zum Fahrdienstleiter starten beinahe monatlich, um die Anzahl der aus der dualen Ausbildung gewonnenen Fachkräfte zu ergänzen.
Weiterer Schwerpunkt war eine umfassende Stellenanalyse im Verkehrsmarkt, die durch Recherchen in bundesweiten und regionalen Stellenbörsen, Auswertung von Stellenanzeigen in der Presse, Recherchen auf Unternehmensseiten, wie z.B. der Karriereseite der DB AG und in Gespräche mit kooperierenden Unternehmen stattfand. Dabei wurden die Unternehmen nicht nur nach ihrem Bedarf an neu einzustellenden Fachkräften befragt, sondern vorrangig darauf hingewiesen, doch ihre eigenen an- und ungelernten Beschäftigten zu qualifizieren. Allerdings halten sind die Unternehmen bei den Angeboten zur Weiterbildung ihrer Geringqualifizierten stark zurück.
Die durchgeführten Analysen bezogen sich auf folgende Bereiche:

  • Straßengüterverkehr
  • Lager und Logistik
  • Personenverkehr Bus
  • Güterverkehr Schiene
  • Personennah- und –fernverkehr Schiene
  • Schutz und Sicherheit im Bahnverkehr
  • Servicetätigkeiten im Verkehrsmarkt
  • spezielle technische Bahnberufe

Die Ergebnisse der Bedarfsanalyse bildeten die Basis für eine gezielte Netzwerkarbeit und die Weiterentwicklung des Angebotsportfolios.
Die Aus- und Weiterbildungsbedürfnisse aufseiten der Interessenten an Nachqualifizierungsangeboten wurden durch Beratungsgespräche der Qualifizierungsberater individuell erhoben. 2012 wurden im Projekt Move it Köln weit über 200 Teilnehmer beraten. Hierbei wurde nur die Erstberatung erfasst, häufig notwendige Folgegespräche (persönlich oder telefonisch) wurden statistisch nicht erhoben.
Die regionalen Jobcentern und Agenturen haben sich bis auf wenige Ausnahmen sehr gut im NQ-Netzwerk etabliert. Passen die Faktoren Einstellungsbeabsichtigung des Arbeitgebers, Verwertbarkeit und Qualität der Weiterbildung und Motivation und Eignung des Teilnehmers zusammen, sind sie gern gewillt eine Förderzusage zu erteilen. Unter diesen Bedingungen sind sie auch bereit, potenzielle Teilnehmer auszusuchen und den Projektmitarbeitern die Chance zu geben, ihr Angebotsspektrum in Informationsveranstaltungen vorzustellen.
Der Zusammenschluss in Netzwerken (z.B. der W.I.R. e.V.) ist ein weiterer Schritt in der Zusammenarbeit.
Das kann helfen Maßnahmen wirtschaftlich zu machen (Zusammenlegung von Kursen zum Nutzen gemeinsamer Ressourcen) oder aber auch erst realisierbar zu machen (z.B. durch das Ausleihen von Trainern oder das temporäre Anmieten von Räumlichkeiten). Kooperationen bestehen unter anderem mit der TüV Nord Bildung, dem Weiterbildungsinstitut (Wbi), VDEV oder dem Zukunft Plus e.V.
Migrantenorganisationen werden durch das Projekt Move it nicht explizit angesprochen. Generell besteht ein sehr hoher Anteil an Qualifizierungsteilnehmern mit Migrationshintergrund. Der Anteil solcher Interessenten, die beraten werden und auch in die Qualifizierung aufgenommen werden, liegt bei deutlich über 30 %. Sie erhalten diskriminierungsfreie Beratung, Auswahlprozesse und Einbindung in die Qualifizierung sowie Hinweise zur Verbesserung ihrer Eingliederungschancen.
Die vorgegebene Zielsetzung 40 an- und ungelernte TN für eine Qualifizierung zu gewinnen, wird weit übertroffen werden. Dass diese TN allerdings im Projektzeitraum zu 90% einen Berufsabschluss erreichen, kann ausgeschlossen werden. Als Gründe dafür sind die vielfältigen Arbeitsplatzangebote im Verkehrsmarkt und die hervorragend darauf ausgerichteten Ausbildungsmodule und Teilqualifikationen zu sehen. Da diese mit arbeitsmarktlich verwertbaren Abschlüssen enden (Fachkraft Straßengüterverkehr, Busfahrer/in, Fahrdienstleiter/in, Kundenbetreuer/in im Nahverkehr, Fahrzeugführer/in, Mitarbeiter im Wareneingang usw.) und zu einer Integration mit guter Bezahlung in den ersten Arbeitsmarkt führen, steht das Bedürfnis den entsprechenden Berufsabschluss als Externe/r zu erwerben, nicht im Vordergrund.
2012 haben 24TN mit einer Qualifizierung zum Fahrdienstleiter/in und 24 Teilnehmer mit einer Qualifizierung zum Kundenbetreuer im Nahverkehr oder Rangierbegleiter/in und 27 TN mit einer Ausbildung zum Triebfahrzeugführer als NQ-Module des Eisenbahners im Betriebsdienst (EiB) begonnen. Dazu kamen 2 LKW-Fahrer und 2 Busfahrer, die unmittelbar nach Beendigung der Ausbildung eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufnahmen. 68 Teilnehmer beendeten 2012 erfolgreich verschiedene NQ-Module. Die Vermittlungsquote lag bei 80-100%.
Im Projekt wurde entschieden, dass entgegen der Planung, kein Flyer über Förderprogramme entwickelt wird. Eine solche Broschüre gibt es bereits seit mehreren Jahren, die regelmäßig auf die neuen Programme und Gesetzesänderungen angepasst wird. Darüber hinaus sind die noch zusätzlich möglichen landes- oder kommunalpolitischen Förderungen überschaubar und ebenfalls in der Broschüre nachlesbar.
Bei der Beratung der Interessenten wird auf folgende Schwerpunkte eingegangen:

  1. Vorstellung der Angebote zur Nachqualifizierung im Verkehrsmarkt mit Perspektive Berufsabschluss
  2. Abgleich mit den Interessen, Voraussetzungen und Vorkenntnissen des Teilnehmers
  3. Abklärung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt, bei Arbeitgebern und der persönlichen Mobilität
  4. Beratung zu Fördermöglichkeiten und Antragstellung
  5. Vereinbarung zur weiteren Verfahrensweise
  6. Bewerbung und Vorstellung bei Arbeitgebern
  7. Abklärung der Eignung und Tauglichkeit
  8. Nach Entscheidung des TN, Arbeitgebers und Vorlage der Finanzierungszusage, Eingliederung in Qualifizierung
  9. Betreuung der Teilnehmers während der Weiterbildung
  10. Unterstützung bei der Integration in Arbeit

In Projekt Move it – Köln ist es 2012 gelungen, komplette Qualifizierungskurse mit der wirtschaftlich notwendigen Teilnehmerzahl von 12 -15 zu starten oder die Teilnehmer in angebotene Kurse zu integrieren.
Auch Einzelteilnehmer wurden zeitnah in den verschiedenen Qualifizierungsmaßnahmen untergebracht, was zwar einen hohen Koordinierungsaufwand bedeutet, aber durch die guten Kontakte der Qualifizierungsberater/innen ermöglicht wurde. Alle TN wurden während der Maßnahme betreut, die entsprechenden Unterlagen geführt und die Vermittlung in Praktikum oder Arbeit sichergestellt.
Zurückblickend auf den Berichtszeitraum 2012 ist festzustellen, dass es immer eine Herausforderung für die Qualifizierungsberater war, alle Interessen und Vorgaben der Partner im Qualifizierungsnetzwerk, bei den Unternehmen und unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer zusammen zu bringen. Gelungen ist dies aber sehr gut und bringt Vorteile für alle Seiten.

Neu entwickelt und sehr nachgefragt sind Ausbildungsbausteine zum Eisenbahner/zur Eisenbahnerin im Betriebsdienst. Diese Bausteine sind von der IHK anerkannt worden und einige - wie Bremsprobeberechtigte/Bremsprobeberechtigter, Kundenbetreuerin/Kundenbetreuer im Nahverkehr (KIN), Fahrdienstleiter/Fahrdienstleiterin - stoßen auf starkes Interesse und Nachfrage bei Eisenbahnverkehrsunternehmen.

„Move it“ wendet sich zum einen an Un- und Angelernte, die bereits in Eisenbahnverkehrsunternehmen arbeiten, aber keinen Berufsabschluss haben. So ist beispielsweise für die Tätigkeiten als Fahrdienstleiter/Fahrdienstleiterin oder Kundenbetreuer/Kundenbetreuerin im Nahverkehr eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht zwingend notwendig. In fundierten, sogenannten Funktionsausbildungen – Qualifizierungen „on the job“, direkt für die jeweilige Tätigkeit – werden die notwendigen Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt. Der mit diesen Funktionsausbildungen korrespondierende Ausbildungsberuf ist der Eisenbahner/ die Eisenbahnerin im Betriebsdienst. Ein anerkannter Berufsabschluss ist jedoch umfassender und damit hochwertiger als eine reine Funktionsausbildung und sichert die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter als Fachkraft nachhaltiger.

„Move it“ wendet sich zudem an Arbeitssuchende, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr für eine Erstausbildung im dualen System in Frage kommen. Eine Umschulung hat sich u.a. aufgrund der Dauer einer Umschulung für diese Teilnehmer auch nicht immer als geeignet und flexibel genug erwiesen.

Insbesondere der Baustein „Fahrdienstleiter/Fahrdienstleiterin“ erfreut sich starker Nachfrage, so dass in den ersten zwei Quartalen 2012 der Start von zwei Lehrgängen ansteht, nachdem bereits 2011 diverse Bausteine (fünf Fahrdienstleiter, eine KIN B) erfolgreich umgesetzt oder begonnen wurden.

Neben den originären „Bahnberufen“ werden in der Region stark die Qualifizierungsbausteine zum Berufskraftfahrer/zur Berufskraftfahrerin nachgefragt. Diese werden zum Beispiel mit regionalen Bus- und Logistikunternehmen umgesetzt, so dass im Dezember 2011 ein entsprechender Lehrgang begonnen hat.

Zahlreiche Beratungen von An- und Ungelernten sind zustande gekommen auf Grund von Hinweisen der Arbeitsagentur und des Jobcenters. Insgesamt sind mehr als 365 Personen im Jahr 2011 beraten worden

Besonders positiv ist die Zusammenarbeit mit den Unternehmen des Verkehrsmarktes. Langjährige Kundenbeziehungen haben dazu geführt, dass 2011 mehr als 70 Firmen zur Nachqualifizierung beraten wurden – mit dem Ergebnis, dass 158 an- und ungelernte Personen eine Nachqualifizierung absolviert haben bzw. aktuell absolvieren.

Als nächste Schritte sind geplant, Aktivitäten zu entfalten, die zu einer größeren Bündelung der Ressourcen von NQ-Angeboten führen.

Die Zusammenarbeit mit der IHK muss hingegen noch intensiviert werden.

Projekt­darstellungen

Arbeits­materialien

  • Qualifizierungsplan Teilnehmende

    [PDF - 66,1 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Nachqualifizierung/Nachqualifizierung_Koeln_Qualifizierungsplan.pdf)

  • Formular Erstgespräch

    [PDF - 86,5 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Nachqualifizierung/Nachqualifizierung_Koeln_Formular_Erstgespraech.pdf)

  • Angaben für den Lebenslauf

    [PDF - 68,5 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Nachqualifizierung/Nachqualifizierung_Koeln_Angaben_Lebenslauf.pdf)

  • Checkliste Unterlagen

    [PDF - 68,6 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Nachqualifizierung/Nachqualifizierung_Koeln_Checkliste_Unterlagen.pdf)

  • Beratungsprotokoll

    [PDF - 82,4 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Nachqualifizierung/Nachqualifizierung_Koeln_Beratungsprotokoll.pdf)

  • Erhebungsbogen Betriebe

    [PDF - 72,7 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Nachqualifizierung/Nachqualifizierung_Koeln_Erhebungsbogen_Betriebe.pdf)

  • Anerkennung IHK Köln

    [PDF - 250,1 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Nachqualifizierung/Nachqualifizierung_Koeln_IHK_Anerkennung.pdf)

 
Förderung
Durchführung