Landkreis Rostock
A-HA Anschluss Halten, Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern, Förderlaufzeit: 01.10.2010-30.09.2013


Kontakt

Landkreis Rostock
Regionales Übergangsmanagement Schule-Beruf
Am Augraben 2
18273 Güstrow

 

 


Mit der Kreisgebietsreform im September 2011, d.h. dem Zusammenschluss der beiden Altkreise Güstrow und Bad Doberan zum Landkreis Rostock, änderten sich die Rahmenbedingungen für ein gemeinsames Regionales Übergangsmanagement grundlegend. Einerseits entstand ein Flächenkreis mit 3421 km² und 215.336 Einwohner/innen mit zwei völlig verschiedenen Netzwerkstrukturen. Andererseits sind die Problemlagen und Aufgabenschwerpunkte beider Landkreise im Bereich Übergang von der Schule in den Beruf sehr unterschiedlich.

Die Wirtschaftsstruktur des Landkreises ist weitgehend von klein- und mittelständischen Unternehmen geprägt, mit den Schwerpunkten Landwirtschaft, verarbeitendes Gewerbe und Tourismus. Bereits heute ist der demografische Wandel spürbar, da die Bevölkerung infolge von Geburtenrückgang und Abwanderung immer noch abnimmt. In vielen Regionen ist der Fachkräftemangel bereits angekommen, viele klein- und mittelständische Unternehmen geben an, ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen zu können.

Auf der anderen Seite nimmt aber die Anzahl der Schulabbrecher/innen im Landkreis kontinuierlich zu, und es gibt zu viele Ausbildungsabbrüche. Vielen Jugendlichen, die nach ihrem Schulabschluss im Landkreis bleiben, fehlt es an Mobilität. Das ist nicht nur auf persönliche Defizite zurückzuführen, sondern hat auch strukturelle Ursachen. Vielen mangelt es zusätzlich an Ausbildungsreife und an eigenen Bildungs- und Ausbildungsaspirationen. , Sie sind resigniert oder können ihre Möglichkeiten einfach nicht erkennen.
Um den Jugendlichen den Weg von der Schule in die Ausbildung zu erleichtern, hat sich deshalb ein komplexes Angebotsspektrum in den Bereichen Berufsorientierung, -vorbereitung und Ausbildung etabliert, das auch für die Akteure am Übergang Schule-Beruf inzwischen kaum noch überschaubar ist. Daraus leitet sich die Notwendigkeit ab, mit dem regionalen Übergangsmanagement im Landkreis Rostock verbindliche und übersichtliche Strukturen zu schaffen.
Gemeinsam mit den regionalen Akteuren wird seit Projektbeginn an einer Gesamtstrategie für den Übergang von der Schule in die Berufsausbildung gearbeitet und versucht, die sehr unterschiedlichen Interessenlagen abzustimmen und möglichst miteinander in Einklang zu bringen.

Das Projekt "A-HA Anschluss Halten" versteht sich als neutrale Fachstelle zur Vernetzung der Akteure am Übergang von der Schule in den Beruf. Ziel ist es, gemeinsam ein Handlungskonzept für ein passgenaues, anschlussorientiertes Übergangsmanagement zu erarbeiten und umzusetzen.

Mit der Umsetzung des zu erarbeitenden Handlungskonzepts sollen die Bildungs-, Ausbildungs- und Erwerbschancen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Landkreis Rostock verbessert werden. So dass ihnen vor Ort bessere Perspektiven bzw. Karrieremöglichkeiten geboten werden und ein Verbleib der Jugendlichen in der Region den Fachkräftebedarf sichert.

Projektziele

  • Aufbau und Etablierung einer neutralen Fachstelle (Nachhaltigkeit)
  • Aufbau von verbindlichen Kooperationsstrukturen, vor allem in den Bereichen Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und Coaching/Begleitung von Jugendlichen am Übergang Schule-Beruf

  • Verstärkte regionale Vernetzung der Akteure am Übergang Schule-Beruf

  • Erhöhung der Transparenz regionaler Beratungs- und Förderangebote durch die Internetplattform www.anschluss-halten.de

Das Projekt "A-HA Anschluss Halten" widmet sich seinem Hauptziel - der Erarbeitung eines Handlungskonzepts für den Übergang Schule-Beruf - in drei thematischen Schwerpunkten:

  • Bedarfe ermitteln
  • Kooperationen fördern
  • Lücken identifizieren und wo möglich schließen

Bedarfe ermitteln

Die Angebotsanalyse umfasst die Befragung aller Akteure in der Region, die am Übergang Schule-Beruf tätig sind. Hierbei geht es um die aktuellen Projekte, ihre Inhalte, Zielgruppen und Erfolge. Die Ergebnisse werden in einer Datenbank im Hinblick auf Prozess- und Anschlussorientierung aufbereitet und zugeschnitten auf die verschiedenen Zielgruppen auf der Internetplattform veröffentlicht.

So soll zukünftig durch die Schaffung von Transparenz dem Aufbau von Parallelstrukturen bezüglich Projekten mit vergleichbaren Zielstellungen, Zielgruppen und Inhalten entgegengewirkt werden.

Ein jährlich erscheinender Bildungsbericht bündelt alle wichtigen Daten zum Übergang Schule-Beruf im Landkreis und dient als Planungsgrundlage für strategische Entscheidungen.

 

Kooperation fördern

 Das Projektteam von "A-HA Anschluss Halten" arbeitet in verschiedenen Arbeitskreisen im Bereich Übergang Schule-Beruf und übernimmt dort Aufgabenbereiche wie Organisation, Koordination und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei ist es die Absicht des Projektes, die Ressourcen der Arbeitskreise zu nutzen und die Akteure ins Gespräch zu bringen, um eine bessere Abstimmung untereinander zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Arbeitsgremien zählen die Interessengemeinschaft Übergang Schule-Beruf-Jugendhilfe, AK Girls´Day/ JungsTag MV, Arbeitskreise SchuleWirtschaft in der Region (Bad Doberan/Rostock) sowie ein Elternforum.

Im Rahmen von Fachtagungen zum Übergang Schule-Beruf werden Best-Practice-Beispiele aus dem Landkreis vorgestellt. Darüber hinaus wird mit den Teilnehmenden der Stand der Kooperation zusammengetragen und daran gearbeitet, wie eine anschlussorientierte Gesamtstrategie für den Übergang von der Schule in den Beruf umgesetzt werden kann.

 

Lücken schließen

Ein weiteres wichtiges Handlungsfeld ist die Elternarbeit. Im Laufe des Projektes wurden gemeinsam mit interessierten Eltern und Akteuren, Angebote für Eltern weiterentwickelt, die ihnen helfen, ihre Kinder bei der Berufswahl und Lebensplanung besser zu unterstützen. Ein neu gegründetes Elternforum mit Vertreter/innen des Jugendamtes, verschiedenen regionalen Träger, Elternvertreter/innen erarbeitet derzeitig ein Konzept zur Elternarbeit am Übergang Schule-Beruf mit entsprechenden Aktivitäten.

Das Projektteam ist aktiv an der Organisation und Durchführung von BO-Messen, am Girls´Day und am JungsTag im Landkreis beteiligt und arbeitet an der konzeptionellen Weiterentwicklung von geschlechterbewussten Angeboten in der Berufsorientierung mit. Zusätzlich unterstützen die Mitarbeiter/innen des Projektes die Akteure bei der Schließung bestehender Lücken im Übergangssystem, indem sie ihnen einerseits Informationen zur Förderung bereitstellen und konzeptionelle Ideen einbringen, andererseits auch kleinere Projektvorhaben als Initialprojekte finanziell unterstützen.

 

Ergebnisse

Ergebnis

Ziel des Projekts war es, auf der Ebene der Landkreisverwaltung Rostock eine Koordinierungsstelle zu etablieren, die - orientiert an den regionalen Bedarfen und regionalen Schwerpunktsetzungen der beteiligten Akteure - neue bzw. verbesserte Strukturen im Bereich des Übergangs Schule-Beruf initiiert, abstimmt und im Durchführungsprozess koordiniert. Das Projekt konkretisierte sich in folgenden Handlungsfeldern:
- Optimierung des Umfeldes, d.h.: Schaffung von dauerhaften, vernetzten, institutionellen Strukturen,
- Schaffung einer höheren Verbindlichkeit und Systematisierung bei der Begleitung der Jugendlichen,
- Verbesserung des individuellen Übergangsmanagements.
Auf der Basis einer erstmaligen Sichtung der gesamten Angebotslandschaft und der Schaffung einer Datenbasis zur besseren Transparenz der Aktivitäten der Akteure und der Angebote am Übergang Schule-Beruf wurden vorhandene Qualitätsstandards und verbindliche Verfahrensstandards für ein strukturiertes Übergangssystem analysiert und mit Handlungsanweisungen zur dauerhaften Steigerung der Qualität und der Effektivität der Angebote untersetzt. Die Schaffung von Transparenz und die Verbesserung der Kooperation durch Vernetzung bildeten die Basis für die Identifizierung und Schließung von Lücken im Angebotssystem. Als wichtiges Instrument zur individuellen Begleitung der Jugendlichen wurde unter www.anschluss-halten.de ein Ausbildungsportal mit interaktiven Begleitinstrumenten geschaffen. Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Projektarbeit ist die Etablierung einer "berufswahlbegleitenden Elternarbeit". Das Projekt kooperierte mit den Arbeitskreisen SchuleWirtschaft in Güstrow sowie in Bad Doberan und Umland e.V.. Es wurde von einer intensiven und zielgruppenspezifischen Öffentlichkeitsarbeit flankiert.

Fazit

Durch intensive Zusammenarbeit, gute Netzwerkarbeit und koordinierte Abstimmungsprozesse wurde das Ausbildungsportals www.anschluss-halten.de entwickelt und nachhaltig etabliert. Die darin enthaltenen interaktiven Begleitinstrumente für Schülerinnen und Schüler bei der Berufswahl einerseits und die Netzwerkarbeit für ein Arbeitsbündnis Jugend-Beruf haben die ersten Voraussetzungen geschaffen für eine bessere Passung der Förderangebote auf die jeweiligen Förderbedarfe der Jugendlichen und ein damit verbundenes abgestimmtes Handeln. Dadurch und durch die gute Kooperation mit dem AK Schule/Wirtschaft ist es gelungen, die Aufgabe des Regionalen Übergangsmanagement nachhaltig bei den regionalen Partnern zu verankern und die Kontinuität der Netzwerkarbeit durch ein gemeinsames Handlungskonzept im Landkreis Rostock zu sichern. Das Ministerium für Bildung, Wirtschaft und Kultur des Landes Mecklenburg Vorpommern hat eine Verwaltungsvorschrift erlassen, in der die Schulen u.a. aufgefordert wurden, mit dem Regionalen Übergangsmanagement zusammenzuarbeiten.

Mit den Befragungen aller allgemeinbildenden Schulen im Landkreis zum Umsetzungsstand ihrer Berufsorientierungsaktivitäten und einer Anbieterbefragung zu den Angebots- und Kooperationsstrukturen sowie der Bedarfslage aus Sicht der Akteure, konnte ein umfassendes Bild des Übergangsgeschehens skizziert werden. Allerdings ist ein lückenloses Erschließen der Angebotsstruktur im Landkreis kaum möglich, da sich nicht alle Akteure an der Anbieterbefragung beteiligten.
Die Ergebnisse mit den Handlungsempfehlungen wurden im ersten Bildungsbericht „AnschlussPerspektiven im Landkreis Rostock – Situationsbericht 2011/ 2012“ veröffentlicht, einem breiten Publikum vorgestellt und in den Netzwerken intensiv diskutiert.
Im Rahmen der weiteren Angebots- und Bedarfsanalyse werden aktuell eine Berufsschulbefragung, eine Elternbefragung und eine Unternehmensbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse werden im nächsten Bildungsbericht 2013 veröffentlicht und alle Ergebnisse synoptisch zu strategischen Handlungsempfehlungen verdichtet.

Derzeit koordiniert das RÜM „A-HA Anschluss Halten“ verschiedene Arbeitskreise und Arbeitsgruppen, die sich einer Systematisierung des Übergangs widmen.

Im Rahmen des Arbeitskreises „Systematisierung der Berufsorientierung“ werden derzeit die Möglichkeiten einer besseren Abstimmung der schulischen Berufsorientierung, bezogen auf den Berufswahlprozess, abgesteckt und sollen perspektivisch in Handlungsempfehlungen für Schulen und Anbieter von BO münden. Ziel ist es, Basisangebote zu identifizieren und gemeinsam Wege zu suchen, diese in längerfristige Förderstrukturen einzubetten.

Kernfragen des Netzwerkes sind:

1. Wie kann eine Systematisierung von Berufsorientierung im Sinne eines regionalen BO-Rahmens aussehen?
2. Wie kann die Transparenz der Akteure und Angebote verbessert werden?
3. Welche Formen der Kooperation eignen sich zur besseren Koordinierung der Angebote?

Seit September 2011 gibt es zudem eine vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur herausgegebene Richtlinie zur Durchführung der Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie umfasst die wichtigsten Kernelemente einer erfolgreichen Berufsorientierung und gibt allgemeine Empfehlungen, die Angebote und Inhalte der BO sinnvoll in ein schulisches Berufsorientierungskonzept einzubetten. RÜM unterstützt diesen Umsetzungsprozess und möchte auf der Basis dieser Richtlinie Empfehlungen für die schulische Arbeit im Landkreis mit den Netzwerkpartnern erarbeiten. Allerdings erweist sich dieses Vorhaben als schwierig, da die Schulen derzeit wenig Veränderungsbedarf signalisieren und ihr Angebot als ausreichend strukturiert empfinden.

Da eine systematische Berufsorientierung nicht alle Jugendlichen erreicht, und eine Vielzahl von Jugendlichen zusätzliche Unterstützung benötigt, rief das RÜM bereits im Sommer 2011 die Interessengemeinschaft Schule-Beruf-Jugendhilfe ins Leben. Das Arbeitsgremium besteht sowohl aus Mitglieder/innen der Rechtskreise SGB II (U25), SGB VIII (§13) als auch aus Projektleiter/innen der Unterstützungsangebote. Aufgabe der Interessengemeinschaft ist es, den Transfer der fachlichen Praxis im Sinne einer besseren Transparenz der genutzten Verfahren zu verbessern. Des Weiteren wird gemeinsam nach Wegen gesucht, den Förderplanungs- und Dokumentationsprozess besser aufeinander abzustimmen. So wurde während der Arbeitssitzungen deutlich, dass zu viele Fachleute an einem Jugendlichen arbeiten und dass deren Zielstellungen nicht immer klar voneinander abgegrenzt sind. Abstimmungen zur Zusammenarbeit sind zwingend erforderlich. Durch die Treffen konnten neue wichtige Kooperationsbeziehungen initiiert gebracht werden. Zudem trägt das Netzwerk die aktuellen Bedarfe im Landkreis zusammen und sucht nach entsprechenden Lösungen.
Mittels der Internetplattform www.anschluss-halten.de werden alle Partner aufgefordert, ihr Angebot transparent zu machen. Durch die Kreisgebietsreform bietet dieses Gremium die Möglichkeit, Kooperationsprozesse neu zu definieren und leistet damit einen Beitrag zum fachlichen Zusammenwachsen der beiden Kreisstrukturen.

Zwei weitere wichtige Arbeitsfelder bilden die Eltern- und die Genderarbeit.
Im Rahmen der Elternarbeit wurde eine Fortbildungsreihe für Eltern/-vertreter/innen entwickelt und an verschiedenen Schulstandorten erprobt. Im Ergebnis der Veranstaltungen wurde eine Elternbroschüre zur Berufswahlbegleitung für den Landkreis erarbeitet und veröffentlicht. Aufgrund der großen Resonanz soll diese zum Schuljahr 2013/ 14 eine Aktualisierung erfahren.
Für 2013 ist eine gemeinsame Multiplikatorenschulung mit den Netzwerkakteur/innen und fachlichen Partner/innen zur aktivierenden Elternarbeit am Übergang Schule-Beruf geplant.

Durch die Kreisgebietsreform finden auch Umstrukturierungen in der Gleichstellungsarbeit statt. Die Netzwerkaktivitäten zum Girls´Day und zum JungsTag MV standen bzw. stehen auf dem Prüfstand und müssen teilweise neugeordnet werden. Das RÜM engagiert sich mit einem Arbeitskreis zur Koordinierung beider Aktionstage im Landkreis und arbeitet eng mit der Landeskoordinierung und der regionalen Gleichstellungsarbeit zusammen. Zukünftig sollen Aktivitäten geplant werden, die über die Aktionstage hinaus zu einer geschlechterbewussten Berufsorientierung führen.

In Mecklenburg-Vorpommern haben sich die verschiedenen Regionalen Übergangsmanagements des Programms „Perspektive Berufsabschluss“ zusammengefunden und eine Landesgruppe gebildet, um gemeinsame Themen zu identifizieren bzw. zu bearbeiten und mit den Landesministerien in den Dialog zu treten. Die Projekte treffen sich egelmäßig zu einem Erfahrungsaustausch.

Seit dem 16.09.2011 ist das Ausbildungsnetz: www.anschluss-halten.de des Landkreises Rostock online gestellt. Es ist eine Plattform für alle Akteure am Übergang Schule-Beruf sowie für Eltern und Schüler/innen. Auf der Internetplattform werden Informationen zu regionalen Praktikums- und Ausbildungsplätzen gesammelt, so dass sich u.a. Jugendliche, Lehrkräfte, Eltern und Unternehmen entsprechende Informationen einholen und auch selbst einpflegen können.
Mit dem Portal haben besonders die Schüler/innen (und unterstützend die Lehrkräfte) die Möglichkeit, durch den Berufswahlprozess begleitet zu werden. Ihnen werden die verschiedenen Angebote zur Berufsorientierung, -vorbereitung und Ausbildung für den Landkreis Rostock bereitgestellt. Außerdem beinhaltet die Internetplattform eine regionale Ausbildungsplatz-, Praktikums- und Ferienjobbörse sowie eine umfassende Adressdatenbank mit allen wichtigen Ansprechpartner/innen, Projekten und Beratungsstellen für den Berufswahl- und Übergangsprozess in der Region. Derzeit arbeiten viele Schulen im Landkreis Rostock mit dem Ausbildungsportal und die Beteiligung steigt stetig. Auch die Ausbildungs- und Praktikumsplatzbörse wird immer intensiver von Unternehmen genutzt und bildet einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung

Im ersten Jahr des Projektes „A-HA Anschluss Halten“ wurden vielfältige Aktivitäten umgesetzt und an den Projektzielen gearbeitet.

Zunächst wurden die Kontakte zu den wichtigsten Netzwerkpartnern und Akteuren vor Ort aufgebaut. In Erst- und Einzelgesprächen wurden schließlich Kammern, Verbände, Bildungsträger, Vereine und Schulen zu den verschiedenen Angeboten am Übergang Schule-Beruf und deren Anschlussfähigkeit befragt. Auf der Basis dieser ersten Ergebnisse wurde eine Angebotsdatenbank erarbeitet, die einen Überblick über die regionalen Angebote in den Bereichen Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und Ausbildung sowie Coaching, Beratung und Elternarbeit geben wird. Die Ergebnisse der Angebotsanalyse werden voraussichtlich Ende 2011 veröffentlicht.

Im Frühjahr führte das A-HA-Team an allen Regional- und Förderschulen des Landkreises eine Schülerbefragung zum Stand der Berufswahl und den Anschlussperspektiven durch. Die Befragung wandte sich an Schüler und Schülerinnen der Vorabgangs- und Abgangsklassen und wurde im Frühsommer abgeschlossen. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet. Eine geplante Folgebefragung wird voraussichtlich im November 2011 durchgeführt werden.

Für das neue Schuljahr werden anhand eines Fragebogens alle Schulleiterinnen und Schulleiter zum Stand der Berufsorientierung an den verschiedenen Schulen befragt, die Ergebnisse dienen der besseren Verwertbarkeit der Schülerbefragungsresultate.

Durch die bereits erhobenen Daten der Angebots- und Bedarfsanalyse wurden bereits erste Bedarfe ermittelt, daher plant das Projekt zum 1. Novemver 2011 eine Fachtagung für Unternehmen sowie Ausbilderinnen und Ausbilder zum Thema „Soziale Kompetenzen in der Ausbildung stärken“. Diese Tagung wird gemeinsam mit den Kammern und der Kreishandwerkerschaft des Landkreises organisiert und soll besonders klein- und mittelständische Unternehmen ansprechen.

In der Netzwerktätigkeit hat sich das Projekt bisher auf drei Arbeitsgruppen konzentriert.
In Planung bzw. Aufbau ist ein Arbeitskreis SchuleWirtschaft im ländlichen Raum. Bisher wurden - gemeinsam mit der Landeskoordinierung SchuleWirtschaft - Gespräche mit interessierten Schulen und engagierten Unternehmen zum Aufbau eines Arbeitskreises geführt.
Zudem wurde die Interessengemeinschaft „Benachteiligte Jugendliche gemeinsam begleiten“ ins Leben gerufen. Auf Initiative des RÜM fand im Juni 2011 ein erstes Treffen statt, zu dem die verschiedenen Akteure im Bereich der Benachteiligten-Förderung geladen waren. Gemeinsam wird an Handlungsempfehlungen zur Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen gearbeitet.
Den dritten Schwerpunkt der Vernetzung stellt die Genderarbeit dar, so hat sich im Landkreis ein Arbeitskreis JungsTag etabliert, der den Aktionstag im Landkreis vorbereitet und ein ganz eigenes Konzept entwickelt hat.
In Mecklenburg-Vorpommern haben sich die verschiedenen Regionalen Übergangsmanagements des Programms „Perspektive Berufsabschluss“ zusammengefunden und eine gemeinsame Landesgruppe gebildet, wobei das RÜM die Funktion des Landessprechers für MV übernommen hat. Die verschiedenen Projekte treffen sich regelmäßig zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch.

Zum 1. September 2011 wird das Ausbildungsnetz www.anschluss-halten.de online gestellt. Es ist eine Plattform für alle Akteure am Übergang Schule-Beruf sowie für Eltern, Schüler und Schülerinnen. Die Internetplattform versammelt Informationen zu regionalen Praktikums- und Ausbildungsplätzen, Jugendliche, Eltern und Unternehmen können die entsprechenden Informationen einholen und auch selbst einpflegen. Mit dem Portal haben besonders die Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte die Möglichkeit die Möglichkeit der Begleitung durch den Berufswahlprozess. Es stehen verschiedene Angebote zur Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und Ausbildung zur Verfügung, außerdem beinhaltet die Internetplattform eine Adressdatenbank mit allen wichtigen Ansprechpartnern und Ansprechpartnerinnen, Projekten und Beratungsstellen für den Berufswahlprozess in der Region.

 

Projekt­darstellungen

Arbeits­materialien

Erhebungen

 
Förderung
Durchführung