Landkreis Görlitz
Zukunft Görlitz, Landkreis Görlitz, Sachsen, Förderlaufzeit: 01.09.2010-31.08.2013


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Durch die Gebietsreform zum 1.8.2008 wurde der Landkreis Görlitz aus den bisherigen Kreisen Niederschlesischer Oberlausitzkreis, Löbau-Zittau und der kreisfreien Stadt Görlitz gebildet. Im jetzigen Kreisgebiet existieren sehr unterschiedliche Ansätze, um die Übergänge von Schule in Ausbildung zu managen. Es bestehen unterschiedliche Schwerpunktsetzungen und Strategien. Ein Regionales Übergangsmanagement ist ein wichtiger Baustein zur Verzahnung der Akteure und Aktivitäten und trägt wesentlich zum Zusammenwachsen des Landkreises bei.

Aufgrund der immer noch hohen strukturell verfestigten Arbeitslosigkeit sehen viele Jugendliche keine Perspektive in ihrer Heimat. Das Regionale Übergangsmanagement (RÜM) will die vorhandenen Chancen bündeln und sichtbar machen. Auf der anderen Seite kämpfen bereits jetzt viele Ausbildungsbetriebe mit einer mangelnden Anzahl an geeigneten Bewerbern und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle. Eine stetig alternde Belegschaft verschärft den Druck. Es droht ein Fachkräftemangel. Das hätte schwerwiegende Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort. Hier hat das RÜM die Aufgabe, keine Jugendliche und keinen Jugendlichen an der Schwelle beziehungsweise den Schwellen Schule-Ausbildung-Beruf verloren zu geben.

Obwohl es eine Vielzahl unterschiedlichster Programme und Initiativen gibt, fehlen bislang der „rote Faden“, Synergieeffekte und Konzepte des Transfers und der Nachhaltigkeit. Eine strategische Ausrichtung, eine Bündelung der Ressourcen und der Aufbau zukunftsfähiger Strukturen verbessern die Wettbewerbsfähigkeit der Region im Hinblick auf die Fachkräftesicherung.

Fachkräfte sichern – Dual hat Vorfahrt

Die Fachkräftesicherung ist Voraussetzung für eine gesunde Wirtschaft im Landkreis. Die beste und nachhaltigste Ausbildung erfolgt in unseren Betrieben. Deshalb sieht sich das Regionale Übergangsmanagement als Partner der Wirtschaft und will die Strukturen verbessern, damit möglichst viele Ausbildungsplätze besetzt werden und kein Jugendlicher und keine Jugendliche auf der Strecke bleibt. Ziel von RÜM ist es, berufsvorbereitende Maßnahmen mit einem hohen betriebspraktischen Anteil zu versehen. Nur so entsteht Verständnis für betriebliche Abläufe und bekommen Jugendliche eine echte Berufsperspektive.

Regional abgestimmte Berufsorientierung

Weiteres strategisches Ziel ist eine regional abgestimmte berufliche Orientierung und Berufswegeplanung. Mehr Miteinander ist die Devise. Frühe und regelmäßige Berufsorientierung, aufbauend auf den Erfahrungen der Modellregion für Berufs- und Studienorientierung steht im Mittelpunkt. Erprobte Elemente wie der „Praxistag in der Wirtschaft“ werden dabei weiterentwickelt. Gleichzeitig werden wir mit den regionalen Akteuren Angebote initiieren, die Eltern bei der Berufsberatung ihrer Kinder unterstützen.

Aufbau tragfähiger Strukturen

Fördermittel fließen nicht ewig. Es gibt eine große Anzahl an guten Programmen und Projekten, die bereits laufen. Wir wollen tragfähige Strukturen aufbauen, die auch ohne Fördergelder funktionieren.

Perspektiven und Chancen aufzeigen

Unser Projekt unterstützt den Landkreis darin, die Perspektiven und Chancen sichtbar zu machen. Im Landkreis Görlitz gibt es vielfältige berufliche Möglichkeiten. Häufig sind sie aber nicht ausreichend bekannt. Schüler der Abgangsklassen erhalten jährlich einen Ausbildungsatlas. Er bietet einen Überblick über Ausbildungs- und Karrierechancen im Landkreis Görlitz. Gleichzeitig planen wir einen Imagefilm, der Erfolgsgeschichten von Jugendlichen mit Startschwierigkeiten erzählt. Wir wollen jungen Menschen Mut machen, hier in der Region ihre beruflichen Chancen zu nutzen.

Der Landrat des Landkreises Görlitz hat die Fachkräftesicherung und damit den reibungslosen Übergang von der Schule ins Berufsleben zur Chefsache erklärt und sich an die Spitze einer Strategischen Steuergruppe gestellt. Weitere operative Gremien und Netzwerke sind aktiviert. Viele gute Projekte und Akteure sind vor Ort. Mit Hilfe des regionalen Übergangsmanagements gilt es, diese miteinander zu verbinden. Wichtig ist dabei die Sicherung der Nachhaltigkeit des Projektes und der Aufbau tragfähiger Strukturen. Dabei wollen wir folgende Arbeitspakete des Vorhabens umsetzen:

Ein wesentliches Arbeitspaket der Projektumsetzung ist eine umfangreiche Bestandsaufnahme. Dabei wird eine Übersicht über den Fachkräftebedarf erstellt und der aktuelle Stand bei Berufsorientierungsangeboten an den Schulen, der Ausbildungsbedarf bei Jugendlichen und die Effizienz von Übergangsmaßnahmen werden ermittelt.

Ausgehend von den Ergebnissen der Bestandsaufnahme übernimmt RÜM die strategische Aufgabe einer regional abgestimmten beruflichen Orientierung und Berufswegplanung im Landkreis. Dabei unterstützen wir mit unserem Netzwerk die Schulen bei der Gewinnung von Partnern in der Wirtschaft und Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit Schulen. Mit den regionalen Akteuren initiieren wir Angebote und entwickeln Materialien, die Eltern bei der Berufsberatung unterstützen.

Wer an der ersten Schwelle den Sprung in das Berufsleben nicht schafft, benötigt eine auf den individuellen Fall abgestimmte Unterstützung. In Zusammenarbeit mit allen regionalen Partnern wollen wir stabile Brücken in Ausbildung bauen und bestehende Übergangsmaßnahmen optimieren.

Das Bewusstmachen beruflicher Karrierechancen im Landkreis wird durch das Projekt stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Ein Ausbildungsatlas für alle Schüler der Abgangsklassen, ein Imagefilm, der Erfolgsgeschichten von Jugendlichen mit Startschwierigkeiten erzählt, gezielte Pressearbeit, ein Internetauftritt, Fachtagungen und Workshops flankieren diesen Prozess.

Ergebnisse

Ergebnis

Ziel des Vorhabens war es, im Kreis Düren benachteiligten Jugendlichen Zugängen zur Ausbildung zu eröffnen und den Anteil junger Menschen ohne Berufsabschluss nachhaltig zu reduzieren. Das Regionale Übergangsmanagement im Kreis Düren vernetzte und koordinierte hierzu existierende Angebote und Akteure im Übergang Schule-Beruf. Es wurde eine Datenbasis als Planungsgrundlage geschaffen, die Gremien und Netzwerke am Übergang Schule-Beruf wurden verzahnt und systematisiert, und es wurden Expertenforen eingerichtet, um die Beratung abzustimmen, die Elternarbeit zu unterstützen und die schulische Berufsorientierung weiterzuentwickeln. Das Vorhaben hat mit seiner Strukturentwicklung wie auch mit seinen Einzelmaßnahmen zu allen förderpolitischen Zielen des Programms sehr wesentliche Beiträge mit z.T. modellhaftem Charakter geleistet.

Fazit

Mit der flächendeckenden Einführung des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss Übergang Schule -Beruf in NRW" und der damit verbundenen Einrichtung der Kommunalen Koordinierungsstelle führt der Kreis Düren die begonnene Arbeit - unter neuem Vorzeichen - seit dem 01.09.2013 weiter. Die strategische und operative Zusammenarbeit aller Akteure erfährt somit Kontinuität. Die bestehenden Netzwerke und Gremien wurden den neuen Zieldimensionen angepasst und weiterentwickelt. Eine Übersicht der künftigen Angebotsstruktur inklusive klarer Zielgruppenzuordnung wird weiterhin allen Akteuren für den Beratungsprozess zur Verfügung gestellt. Die Basis liefert die vom Vorhaben entwickelte Angebotsdatenbank sowie die Übersichten möglicher Anschlussperspektiven gegliedert nach Schulabschlüssen. Der Abgleich von Maßnahmeangebot und -nachfrage erfolgt zukünftig auf der Basis der Anschlussvereinbarungen. Erste Netzwerke zur Durchführung sogenannter Zukunftskonferenzen wurden bereits in Hauptschulen implementiert. Die kommunale Koordinierungsstelle systematisiert diesen Prozess. Der begonnene Prozess zur Stärkung der dualen Ausbildung wird ebenfalls fortgeschrieben. Die Kommunikation zwischen Vertretern der einzelnen Bildungsgänge an den Berufskollegs und den Ausbildungsbetrieben vor Ort wurde ausgebaut und intensiviert.

Seit November 2010 ist es dem RÜM gelungen, den Übergang von der Schule in den Beruf im Landkreis Görlitz transparenter zu gestalten. Durch intensive Netzwerkarbeit ziehen die Beteiligten mehr als je zuvor an einem Strang.

Das Jahr 2012 stand dabei für das Team des Regionalen Übergangsmanagements ganz im Zeichen der weiteren Bündelung von Aktivitäten am Übergang Schule-Beruf und der Forcierung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft im Landkreis Görlitz. Der Landkreis Görlitz mit seinem Regionalen Übergangsmanagement, die Agentur für Arbeit Bautzen, die Industrie- und Handelskammer Dresden und die Handwerkskammer Dresden haben sich zusammengetan und eine zentrale Berufsorientierungsmesse für den gesamten Landkreis ins Leben gerufen. In Deutschland gibt es das nicht so oft, dass sich Arbeitsagentur, IHK, Handwerkskammer und Landratsamt von guten eigenen Konzepten verabschieden, um an einer noch besseren gemeinsamen Sache zu arbeiten. Die Partner stellen sich damit der Herausforderung und der Verantwortung zur Zusammenführung von Berufsorientierungsangeboten in der Region und einer praxisnahen Unterstützung der Jugendlichen bei der Berufswahl. Der “INSIDERTREFF - Deine Ausbildung in der Region“ wird 2013 die zentrale Berufsorientierungs- und Ausbildungsmesse für den Landkreis Görlitz und bietet für Schüler und Eltern optimale Bedingungen, um sich praxisnah zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im Landkreis zu informieren. Damit bietet die Messe sowohl den Schülern als auch den Unternehmen eine Plattform, die ganz klar für sich reklamieren kann, dass sie die zentrale Veranstaltung zum Thema Berufs- und Studienwahl im Landkreis Görlitz ist. In Kombination mit dem Ausbildungsatlas INSIDER hat der Landkreis somit bereits zwei Instrumente, um über die guten Berufschancen in der Region zu informieren und damit die Unternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen. Mit der Beteiligung der Unternehmen sind die Organisatoren mehr als zufrieden. Die Messehalle in Löbau ist bereits seit Wochen ausgebucht. 148 Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Institutionen werden sich präsentieren. Das zeigt, dass der INSIDERTREFF den Nerv der Wirtschaft getroffen hat. Fast alle Aussteller locken die Schüler und ihre Eltern mit praktischen Angeboten an die Messestände. Insider aus den Betrieben plaudern aus dem Nähkästchen und geben Tipps rund um Ausbildung und Studienmöglichkeiten. Der Ausbildungsatlas INSIDER war ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Regionale Übergangsmanagement. Hatte doch eine zu Beginn des Projektes durchgeführte Bestandsaufnahme alarmierende Zahlen ergeben: Mehr als 40 Prozent aller befragten Jugendlichen erklärten im Jahr 2011, dass sie glauben, den Landkreis Görlitz verlassen zu müssen, wenn sie beruflich Fuß fassen wollen. Neben dem Ausbildungsatlas wurde deshalb ein zweites Instrument entwickelt, um den Schülern die Perspektiven vor der Haustür aufzuzeigen. Pünktlich zum neuen Schuljahr bringt das Regionale Übergangsmanagement des Landkreises Görlitz den 2. Ausbildungsatlas Insider für Schüler der Klassen 8-12 und berufsvorbereitende Maßnahmen heraus. Auf über 150 Seiten werden interessante Geschichten über Unternehmen, Berufe und Auszubildende erzählt, die Lust aufs Hierbleiben und Mut für eine berufliche Karriere in der Heimat machen. Der INSIDER ist wohl bundesweit in seiner Form einzigartig. Der etwas andere Ausbildungsratgeber soll Jugendliche aus dem Landkreis ganz anschaulich dabei unterstützen, die richtige Berufsentscheidung zu treffen und aufzeigen, wie vielfältig und spannend die Karrieremöglichkeiten im Landkreis sind. Darüberhinaus ist der Insider noch informativer und gespickt mit vielen Insidertipps zum Thema Ausbildung. Auch bei der Verteilung setzt der hochwertig gestaltete Ausbildungsatlas Maßstäbe. Die Auflage von 6.000 Stück geht fast komplett direkt in alle Schulen des Landkreises. Alle Schüler, die im nächsten Jahr eine Ausbildung beginnen, haben garantiert ein eigenes Exemplar. Für die jüngeren Jahrgänge gibt es Klassensätze.

Die Strategische Steuergruppe mit dem Landrat an der Spitze fungiert als fachlicher Beirat, sie besteht aus Vertretern aus Wirtschaft und Kammern, Bildung und Wissenschaft, Politik und Verwaltung, Behörden sowie der Elternschaft.

Schwerpunkte sieht die Steuergruppe in der Unterstützung der Unternehmen mit Fachkräften, der frühzeitigen beruflichen Orientierung an Schulen und dem Sichtbarmachen der Potentiale der Region, damit möglichst viele junge Menschen hier eine Ausbildung beginnen und Lehrstellen nicht unbesetzt bleiben.

Unter dem Thema „Perspektive Berufsabschluss – Fachkräftesicherung im Landkreis Görlitz – Ziele und Strategien des regionalen Übergangsmanagements“ fand im Januar eine Fachtagung mit 120 Teilnehmern statt. Sie diente  als offizieller Startschuss für alle Akteure, die an der Schwelle Schule-Berufsleben agieren. Neben einer Vorstellung des Projektes „Zukunft Görlitz“ wurden Praxisbeispiele aus anderen Regionen vorgestellt, so zum Beispiel aus Leipzig.

Eingebettet war die Fachtagung in die 3. Zukunftskonferenz, die mit Unterstützung des "Regionalen Übergangsmanagements" vom JOBSTARTER-Projekt „Ausbildungsagentur Passgenau“ des Lausitz Matrix e.V. im Berufsschulzentrum Görlitz durchgeführt wurde. Dazu waren rund 650 Schüler der 9. bis 11. Klassen aus dem gesamten Landkreis am Start, die sich einen praxisnahen Überblick über 50 verschiedene Berufsbilder verschaffen konnten.

Derzeit ist die Erstellung eines Ausbildungsatlasses für die Schüler der Abgangsklassen, beginnend mit dem Schuljahr 2011, in Vorbereitung. Der Atlas bietet einen Überblick über Ausbildungs- und Karrierechancen im Landkreis Görlitz. Die Ausbildungsbetriebe stellen Angebote, Anforderungen und Besonderheiten ihres Unternehmens vor. Der Ausbildungsatlas dient als Arbeitsmaterial für den Unterricht und den privaten Gebrauch. Dazu werden jetzt die notwendigen redaktionellen und gestalterischen Beiträge mit den ausbildenden Unternehmen abgestimmt und umgesetzt.

Projekt­darstellungen

  • Projektflyer

    [PDF - 5,57 MB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Goerlitz_Flyer_DIN_lang.pdf)

Arbeits­materialien

Erhebungen

 
Förderung
Durchführung