Stadt Mönchengladbach
Stadt Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen, Förderlaufzeit: 01.09.2010-31.08.2013


Kontakt

Stadt Mönchengladbach
Fachbereich 40 - Schule und Sport
Voltastr. 2
41061 Mönchengladbach

Ursula Müller-Brackmann - Projektleiterin
Tel.: 02161 253770
Fax: 02161 253779
E-Mail: Ursula.Mueller-Brackmann@moenchengladbach.de

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=bildungsnetzwerk

 


Die Wirtschaftsstruktur Mönchengladbachs war bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hinein sehr stark durch die Textilindustrie geprägt. Viele geringqualifizierte Arbeitskräfte fanden in diesen Unternehmen Beschäftigung. Technisierung, Automatisierung und die in der Textilwirtschaft frühzeitig einsetzende Globalisierung führten zu einem massiven Rückgang der Textil- und Bekleidungsindustrie in der Region, so dass sich in Mönchengladbach ein intensiver Strukturwandel vollzogen hat. Dieser Wandel hinterlässt bis heute seine Spuren auf dem Arbeitsmarkt; nach wie vor hat Mönchengladbach daher mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen.

In der Stadt Mönchengladbach leben ca. 261 494 Menschen, davon 27 956 Menschen mit ausländischem Pass (dies entspricht einem Anteil von 10,7%). Grundsätzlich ist erkennbar, dass die Einwohnerzahl von Mönchengladbach seit 1996 von 270 000 auf derzeit 261 000 Menschen sinkt.

[Die Zahlen stammen vom Fachbereich Stadtentwicklung und Statistik; Abteilung Statistik (Stand: 09/2011) und aus dem Arbeitsmarktreport Agentur für Arbeit Mönchengladbach (Stand: 04/2011)]

Der Projektstandort Mönchengladbach strebt den Aufbau einer zentralen Koordinierungsstelle an, die über Initiativen der lokalen Akteure fortwährend informiert ist, die Erfahrungen der einzelnen Akteure bündelt, Austausch organisiert und bei Bedarf fachlich berät. Um diese Aufgabe auch zukünftig wahrnehmen zu können, wird das Team des Übergangsmanagements unmittelbar in das regionale Bildungsnetzwerk des Fachbereichs Schule und Sport integriert.

Diese Initiative dient dem Ziel des Förderprogramms, kommunale und regionale Förderstrukturen in den Arbeitsschwerpunkt des Übergangsmanagements bestmöglich aufeinander abzustimmen.

Im Fokus steht besonders die Zielgruppe der sogenannten benachteiligten Jugendlichen, denen durch gezielte Maßnahmen ein passgenauer Übergang ins Berufsleben ermöglicht werden soll.

Nächste Arbeitsziele 2011/2012

  • Entwicklung einer kommunalen Datenbank
  • Koordinierung der Einzelaktivitäten im regionalen Übergangsmanagement
  • Aufbau einer zentralen, professionellen Fachberatung im Übergangsmanagement
  • Behebung bestehender Informationslücken durch Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen
  • Multiplikatorenschulungen

Eine der ersten Aufgaben ist eine umfassende Bestandsaufnahme sämtlicher Maßnahmen, Angebote und Institutionen im Übergangssystem. Da eine zentrale Übersicht bisher nicht vorliegt, wird zurzeit ein Leitfaden - sowohl in gedruckter als auch in elektronischer Version - erstellt, um diese Informationslücke zu schließen.

Der erste Teil des Leitfadens erscheint voraussichtlich im ersten Quartal 2012 mit den Berufsorientierungs-, sowie den Bildungs- und Beratungsangeboten. Im zweiten Teil werden die Maßnahmen und Projekte des Übergangsbereiches erfasst. Erscheinungstermin ist voraussichtlich im zweiten Quartal 2012.

Mit der Fertigstellung des Leitfadens und möglicher weiterer Informationsschriften werden zentrale fachliche und förderrechtliche Informationen im Sinne einer Datenbank erfasst und dienen somit als Arbeitsgrundlage für die unterschiedlichen Akteure und Entscheidungsträger im Übergangsmanagement.

Aufgrund der Vielzahl von Netzwerkpartnern, die das zu erschaffende Gesamtnetzwerk beinhalten wird, bietet es sich an, bereits bestehende Gesprächskreise zu berücksichtigen. Zum Aufbau neuer, bedarfsgerechter Strukturen müssen die geeigneten Kooperationspartner jedoch individuell ausgewählt und eingebunden werden.

Ergebnisse

Ergebnis

Ziel des Projekt war es, auf der Ebene der Stadt Laatzen eine Koordinierungsstelle zu etablieren, die - orientiert an den regionalen Bedarfen und regionalen Schwerpunktsetzungen der beteiligten Akteure - neue bzw. verbesserte Strukturen im Bereich des Übergangs Schule-Beruf initiiert, abstimmt und im Durchführungsprozess koordiniert. Das Vorhaben hatte im Wesentlichen die folgenden strategischen Ziele und operativen Umsetzungsstrategien:
Herstellung der Transparenz zur Angebotssituation, Gewährleistung passgenauer Hilfen beim Übergang Schule-Beruf, Vernetzung der Akteure und Erarbeitung der Förderstrategien, Verbesserung und Erhöhung der Bildungs- und Ausbildungschancen, Erhöhung der Chancengleichheit im Sinne des Gender und Cultural Mainstreaming, Verringerung der Ausbildungsabbrüche durch passgenauere berufliche Orientierung, Gestaltung vielfältiger Übergangsstrategien und gezielter effektiver Angebote durch eine transparente Netzwerkarbeit, Ausbau der Kooperation mit den Wirtschaftsunternehmen und Verstetigung des Regionalen Übergangsmanagements als Koordinierungsstelle in Laatzen nach Förderende.
Auf der Grundlage einer Basisevaluation zum Sachstand der Angebote und Förderkonzepte wurden vorhandene Qualitätsstandards und verbindliche Verfahrensstandards für ein strukturiertes Übergangssystem analysiert und mit Handlungsanweisungen zur dauerhaften Steigerung der Qualität und der Effektivität der Angebote untersetzt. Das Projekt wurde von einer intensiven und zielgruppenspezifischen Öffentlichkeitsarbeit flankiert.

Fazit

Durch fortlaufende statistische Recherche, konsequentes Berichtsmonitoring und die Kooperation mit dem Niedersächsischen Institut für Wirtschaftsforschung ist es gelungen, nachhaltige Kooperationsstrukturen zu etablieren und das Regionale Übergangsmanagement in der Stadt Laatzen über das Ende des Förderzeitraums hinaus konzeptionell weiter zu entwickeln, personell zu verstetigen und in den kommunalen Strukturen zu verankern. Die Ergebnisse des Regionalen Übergangsmanagement bilden die Grundlage für die erfolgreiche Implementierung und Fortführung der Koordinierungsaufgaben, die konzeptionelle Weiterentwicklung und die personelle Verstetigung in der städtischen Verwaltungsstruktur der Stadt Laatzen.

Öffentlichkeitsarbeit und Information

  • Konzeption, und Erstellung des Leitfadens Übergang Schule-Beruf Teil 2: Maßnahmen und Projekte im Übergangssystem in Mönchengladbach
  • Einbindung des RÜM -Internetauftrittes in die Website des Regionalen Bildungsnetzwerkes www.mg.rbn.nrw.de
  • Berichte und Veröffentlichungen im Newsletter des Regionalen Bildungsnetzwerkes
  • Vorstellung des Standortes Mönchengladbach vor Vertretern des MSW und der Schulaufsicht im Rahmen der STARTKLAR! Koordination
  • Gewinnung neuer Kooperationspartner: z.B.Handwerkerinnenhaus, Köln e.V.
  • Entwicklung und Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen für Akteure und Multiplikatoren im Übergang Schule-Beruf (Fortbildung zur Durchführung von Bewerbungstrainings, Workshop Online-Bewerbung, Workshop Potenzialanalyse)
  • Organisation und Ausrichtung einer Informationsplattform („RÜM-Cafe“) im Rahmen der Berufsorientierungsmesse „Beruf konkret“

Entwicklung einer kommunalen Datenbank

  • Erfassung und Aufarbeitung regionaler Bevölkerungsdaten (darunter auch Jugenddaten auch unter Berücksichtigung von Gender und Cultural), incl. Erfassung der Zahl der unversorgten Schülerinnen und Schüler
  • Erfassung und Aufarbeitung regionaler Schuldaten (darunter auch Schulabschlüsse, auch unter Berücksichtigung Gender und Cultural)
  • Aufnahme der lokalen Arbeitsmarktzahlen
  • Erhebung der Übergangsmaßnahmen (Berufsorientierungs-, sowie Bildungs- und Berufsberatungsangebote) durch den zweiten Teil des Leitfadens für 2012 abgeschlossen
  • Fortlaufende Aktualisierung der Datenbasis
  • Jährliche Aktualisierung des Datenberichtes
  • Erstellung eines Kontaktdatenverzeichnisses für den Übergang Schule Beruf

Netzwerkarbeit

  • Aufbau und Teilnahme an Arbeits-/Gesprächskreisen, u. A. zur Erfassung lokaler Bedarfe:
    - Aufbau eines Koordinationsmanagements
    - Aufbau einer Fachberatung im Übergang Schule - Beruf
    - Erfassung weiterer, kommunal bestehender Schnittstellen im Übergangsmanagement

Seit der offiziellen Vorstellung der Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter des RÜM im Rahmen eines Tages der offenen Tür im Mai 2011, gemeinsam mit vielen Akteuren des Übergangsbereiches und der lokalen Presse, hat das Regionale Übergangsmanagement in Mönchengladbach Folgendes erreicht:

  • Presse-/Öffentlichkeitsarbeit
  • Vorstellung in politischen Gremien
  • Mitorganisation und Teilnahme an Schulleiterkonferenzen
  • Mitorganisation und Teilnahme am StuBO-Kreis
  • Ausrichtung des StuBO-Stammtisches
  • Regelmäßige Treffen und Austausch mit anderen RÜM-Projekten
  • Erstellung eines Leitfadens über Berufsorientierungs- sowie Bildungs- und Berufsberatungsangebote
  • Aufbau einer Datenbank im Übergangsgeschehen
  • Entwicklung eines Projektflyers
  • Beiträge im Newsletter des Regionalen Bildungsnetzwerkes
  • Konzipierung und Entwicklung eines Veranstaltungskalenders
  • Übernahme der STARTKLAR!-Koordination bis zum Ende der Projektlaufzeit
  • Planung von Multiplikatorenfortbildungen
  • Teilnahme an diversen Arbeitskreisen

 

Projekt­darstellungen

  • Präsentation zur Abschlussveranstaltung am 02.07.2013

    [PDF - 2,08 MB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Moenchengladbach_Praesentation_Abschluss.pdf)

  • geplante Projekte im RÜM

    [PDF - 95,4 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Moenchengladbach_GeplanteProjekte.pdf)

  • Projektflyer

    [PDF - 452,0 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Moenchengladbach_Flyer_Ruem.pdf)

  • RÜM Informationen 01/2012

    [PDF - 214,5 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Moenchengladbach_Uebergangsmanagement_Informationen_1_2012.pdf)

Arbeits­materialien

Erhebungen

  • 1. Datenbericht Dezember 2012

    [PDF - 1,84 MB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Moenchengladbach_Datenbericht.pdf)

 
Förderung
Durchführung