Landkreis St. Wendel
Landkreis St. Wendel, Saarland, Förderlaufzeit: 01.09.2010-31.08.2013


Kontakt

Landkreis St. Wendel
Kommunale Arbeitsförderung-Jobcenter
Tritschlerstraße 5
66606 St. Wendel

 


1. Landkreis St. Wendel allgemein

  • ländlich geprägt, Südwestdeutschland, Saarland
  • rund 92.000 Einwohner, 7 Gemeinden, 1 Kreisstadt
  • ca. 22.750 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze: Tendenz steigend
  • Spitzenwerte in zahlreichen Rankings (INSM, focus-money, prognos)

2. Wirtschaftsstandort

  • mit einem ausgewogenen Branchenmix, leistungsfähigen Betrieben sowie hohen Zuwächsen bei Arbeitsplätzen und Kaufkraft
  • Kleine und mittelständische, flexible Wirtschaftsstruktur
    Bekannteste Unternehmen: Wichtigste Branchen:
    Fresenius Medical Care Medizintechnik
    Globus-Handelsgruppe Lebensmittel
    Hörmann-Gruppe Maschinenbau
    Wagner Tiefkühlprodukte Handwerk
    Stamer-Gruppe (mit den Marken
    Hughes & Kettner - HK AUDIO und MindPrint)
    Musikanlagen
  • Weiterentwicklung folgender Zukunftsfelder:
    • Tourismus (Fertigstellung eines Ferienparks am Bostalsee bis Sommer 2013)
    • Gesundheitswirtschaft und Erneuerbare Energien (über Regionale Netzwerke gesteuert durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land GmbH)

3. Optionskommune

Der Landkreis St. Wendel ist seit 2005 sog. „Optionskommune“ und betreut den Rechtskreis SGB II in Eigenregie:

  • seit langem niedrigste Arbeitslosenquote im Saarland; seit Beginn der Option zwischen 4 und 5 %
  • geringste Jugendarbeitslosigkeit im Saarland im Rechtskreis SGB II;
    deutsche Spitzenwerte: durchschnittlich um 0,5 %

4. „St. Wendeler Jugendberufshilfe“

Seit 2002 unterhält der Landkreis am Übergang Schule-Beruf das System der „Jugendberufshilfe“ (Kooperation zwischen Berufsbildungszentrum und Landkreis)

  • „Jugendberufshilfe“ ist ein mehrjähriges, aufeinander aufbauendes Hilfesystem für den gesamten Landkreis, bestehend aus den einjährigen Modellklassen: Werkstattschule, Produktionsschule und Dualisiertem BGJ (insgesamt pro Jahr etwa 200 SchülerInnen)
  • Zielgruppe: SchülerInnen mit problematischen Schulkarrieren und verringerten Chancen zur beruflichen Integration
  • Inhalt der Modellklassen: abgestufter und passender Praxiseinsatz, Hauptschulabschluss und Vermittlung in Ausbildung
  • Besonderheit: Landkreis ist Arbeitgeber, der in den Schulen tätigen Sozialpädagogen, deren Arbeitsplatz ist aber vor Ort in den Schulen

Sowohl die „Jugendberufshilfe“ als auch „RÜM“ (Beginn: 01.09.2010) sind organisatorisch und fachlich in die SGB II-Behörde integriert (somit befinden sich SGB II, SGB VIII , Schulträgerschaft und Wirtschaftsförderung unter einem Dach). „Jugendberufshilfe“ und „RÜM“ arbeiten rechtskreisübergreifend.

 

1. Masterplan für Landkreis St. Wendel

Bestandsaufnahme der Bundes-, Landes- und sonstigen Projekte sowie der Verläufe im Übergangssystem

  • Entwicklung eines Masterplans im Landkreis für den Übergang Schule – Beruf (strategische und operative Umsetzung, Förderkonferenzen, Förderbedarfe, Bildungsangebote, Fachkräftebedarfe)
  • Einrichtung von Hilfeketten
  • Kommunikation des Masterplans vor Ort
  • Hilfen vor Ort bei der Umsetzung und Anwendung der verschiedenen Projekte

2. Förderkonferenzen und Förderpläne am Übergang Schule – Beruf

  • Zielgruppe: alle SchülerInnen der 8. und 9. Klassen im Hauptschulzweig im gesamten Landkreis, AbgängerInnen 7. Klasse, AbgängerInnen Förderschulen
  • Initiierung von Förderkonferenzen für die Zielgruppe (Vertreter örtliche Schule, Vertreter SGB II – „Jugendberufshilfe“, Vertreter SGB III – Berufsberatung, Vertreter SGB VIII – Schoolworker)
  • Umsetzung der Förderkonferenzen (je Klasse und Schuljahr eine Eingangs- und Abschlusskonferenz)
  • Hilfe und Begleitung bei der Förderplanung
  • Zusammenfassung der Daten

 

1. Abstimmung eines Masterplans auf der politisch-administrativen Ebene

  • Landrat (politische Verantwortung, SGB II, SGB VIII, Schulträgerschaft, Wirtschaftsförderung)
  • Agentur für Arbeit (SGB III)
  • Ministerium für Bildung (politische Verantwortung)

2. Vernetzung der institutionellen Ebene

  • Örtliche Schulen
  • Freie Träger
  • Projekte
  • Kammern
  • Wirtschaftsförderung
  • und weitere

3. Informationstransfer auf der Teilnehmerebene

  • Schüler und Schülerinnen
  • Eltern
  • Unternehmen

4. Zeitschiene (Stand März 2011)

  • aktuell: Entwicklung des Masterplanes
  • aktuell: Information und Vernetzung der betroffenen Träger
  • aktuell: Information und Einbindung der örtlichen Schulen
  • ab April 2011: modellhafte Erprobung der Förderkonferenzen an einer Schule
  • ab April 2011: Beginn der Schüler-, LehrerInnen- und Arbeitgeberbefragung
  • ab Schuljahr 2011/2012: flächendeckendes Regionales Übergangsmanagement im Landkreis St. Wendel

 

Ergebnisse

Ergebnis


Ziel des Projektes war es, durch Koordinierung und Bündelung der Potentiale aller relevanten Akteure im Übergangssystem mittels eines landkreiszentralen Koordinierungsbüros, angesiedelt in der SGB II-Behörde des Landkreises und unmittelbar der Amtsleitung unterstellt. So wurde eine tragfähige und dauerhafte Kooperationsstruktur aufgebaut, die qualitätssichernd und regionalpolitisch zentral alle Angebote am Übergang erfasst, transparent macht, dokumentiert und koordiniert - Doppelstrukturen wurden so vermieden.
Auf dieser Arbeitsbasis wurde zur Zielerreichung zusammen mit dem saarländischen Bildungsministerium und der Agentur für Arbeit ein Masterplan für den Landkreis entworfen und vereinbart. Jedem Partner wurde eine Aufgabenwahrnehmung übertragen. Durch diese Verbindlichkeit auf "hoher" Ebene wurden alle Arbeitsmarktakteure eingebunden. Auf der Basis grundlegender Befragungen und einer Bestandsaufnahme wurden vorhandene Lücken aufgedeckt und durch adäquate Maßnahmen ein reibungsloser Übergang der Jugendlichen von der Schule in einen Beruf gewährleistet.
Ein herauszuhebender Meilenstein sind die durch das RÜM entwickelten und nachhaltig weiter eingesetzten Förderkonferenzen an den Schulen: Jeweils nach der 8., zu Beginn der 9. und Mitte 9. Klasse werden die einzelnen Schüler in einem Kreis aus Lehrern, Jugendamtsmitarbeitern / Schoolworkern, Berufsberatern der Agentur für Arbeit, Jugendmigrationsdienst, etc. besprochen und die sich bietenden Möglichkeiten, Probleme aber auch Unterstützungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten intensiv erörtert.
Die Anbindung der Koordinierungsstelle an die SGB II-Behörde des Landkreises, deren Aufgabe auch u. a. die finanzielle Unterstützung von benachteiligten Familien und Kindern ist, hat sich als hilfreich und durchsetzungsfähig erwiesen. Besonders erfolgreich für die langfristige Etablierung des Übergangsmanagements als wichtige kommunale Aufgabe gestaltete sich die frühzeitige Abstimmung mit dem saarländischen Ministerium und der Bundesagentur für Arbeit. Das Projekt wurde von einer zielgruppenspezifischen Öffentlichkeitsarbeit flankiert.

Fazit


Durch die intensive Zusammenarbeit mit dem saarländischen Bildungsministerium und der Agentur für Arbeit konnte sich das Projekt mit seinen Erfahrungen und Erkenntnissen auf den politischen Entscheidungsebenen einbringen. Dadurch ist es gelungen, die Aufgabe des Regionalen Übergangsmanagement nachhaltig bei den regionalen Partnern zu verankern. Dies und die Verankerung des RÜM in der SGB II-Behörde haben dazu geführt, dass sich die im Rahmen der Projektlaufzeit initiierte und etablierte Netzwerkarbeit auch über den Förderzeitraum hinaus dauerhaft selbst trägt und die Koordinierungsaufgabe über die Projektlaufzeit hinaus nachhaltig mit einer Vollzeitstelle etabliert hat.

Ausbildungsmesse Regionales Übergangsmanagement

Am 03. und 04.02.2012 wurde durch das Büro für Regionales Übergangsmanagement eine Ausbildungsmesse in den Räumen der Erweiterten Realschule St. Wendel organisiert und durchgeführt.
Hintergrund dieser Messe war der zu erwartende Facharbeitermangel, von dem der Landkreis St. Wendel nach einer Erhebung der Bertelsmann Stiftung (http://www.wegweiser-kommune.de/datenprognosen/laenderberichte/download/pdf/Laenderbericht_Saarland.pdf)
besonders betroffen sein wird. Mit der Ausbildungsmesse sollte die Kooperation der Wirtschaft mit den Schulen gestärkt und die Sicherung des zukünftigen Fachkräftemangels thematisiert werden.
Die Messe bildete eine Plattform für Betriebe aus den Sparten: Pflege, Hotel- und Gaststättenbereich, Lebensmittelverarbeitung und ausgewählten Handwerksbetrieben.
Insgesamt 23 Ausbildungsbetriebe nahmen diese Chance wahr. Zudem waren die Agentur für Arbeit, das Jobcenter der Kommunalen Arbeitsförderung des Landkreises St. Wendel sowie die Handwerksammer des Saarlandes und die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes vertreten. Auch Projekte wie die Kompetenzagentur, „Ausbildung Jetzt“ und „Zukunft Konkret“ informierten die Besucher an ihren Ständen. Etwa 500 Schüler der Klassenstufe 9 der Erweiterten Realschulen, Gesamtschulen und der Förderschulen besuchten mit ihren Klassenlehrern und den Fachkräften der Berufsorientierung die Messe. Angesprochen werden sollten hier vor allem Schülerinnen und Schüler, die motiviert und handwerklich begabt waren, andererseits aber schulische Leistungsdefizite hatten.
Die Berufswünsche dieser Jugendlichen beschränken sich meist auf wenige geschlechtsspezifische Berufe. Die Ausbildungsmesse wollte diesen Jugendlichen weitere Möglichkeiten aufzeigen und sie in Kontakt mit entsprechenden Firmen bringen.
Das Regionale Übergangsmanagement beteiligte sich im Oktober/November 2012 an zwei weiteren Ausbildungsmessen in Theley und Nonnweiler.

Förderkonferenzen

Im Mai 2011 wurde an der ERS Theley die erste Förderkonferenz als Modell der Zusammenarbeit der Rechtskreise SGB II, SGB III und SGB VIII mit den Sekundarschulen gestartet. Drei weitere Schulen folgten im selben Jahr. Ab dem Schuljahr 2012/13 nehmen alle 8. und 9. Klassen der Gemeinschaftsschulen (Nachfolgemodell der Erweiterten Realschulen und der Gesamtschulen) im Landkreis St. Wendel mit etwa 1200 Schülerinnen und Schülern an dem Modell teil.
Durch die enge Zusammenarbeit der Rechtskreise und der Schule wurden alle Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf identifiziert und die Problemlage besprochen werden. In den darauf folgenden Gesprächen der Klassenlehrer mit den Eltern und Schülern konnte jedem Jugendlichen ein passgenaues Hilfsangebot auf der Grundlage der Ergebnisse der Förderkonferenz unterbreitet werden. Bei durchschnittlich 15 % der Schülerinnen und Schüler wurde ein Förderbedarf festgestellt.

 

Schulgespräche

Die Vertreter der Rechtskreise SGB II und III unterstützen zusammen mit der Leitungsebene der jeweiligen Schule in den „Schulgesprächen“ den Aufbau und die Strukturierung der beruflichen Orientierung.
Die Berufsorientierung beginnt in der Klasse 7. Sie hat Ihren Schwerpunkt in der Klasse 8 und sollte idealerweise nach der Klasse 9 mit der Vermittlung in Ausbildung oder dem Besuch einer Schule abschließen.
Die Schulen äußerten konkrete Wünsche und Hilfen bei der Umsetzung.
Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und dem Ministerium für Bildung und Kultur arbeitet RÜM an der Umsetzung der Ideen.
Das reicht von der Vermittlung von Betrieben, die theorieverminderte Ausbildungen für Förderschüler zur Verfügung stellen, über die Organisation des Praktikums bis zur Erstellung eines Qualitätsmanagements für das Praktikum.
Mit der Durchführung eines „Berufsparcours“ durch das Technikzentrum Minden war die Idee geboren, diese Maßnahmeart für alle Schulen im Landkreis verfügbar zu machen. Das Regionale Übergangsmanagement hat einen eigenen Berufsparcours entwickelt und angeschafft. Zum kommenden Schuljahr wird dieses Angebot, wie in den Schulgesprächen vereinbart, von den Schulen in Eigenverantwortung durchgeführt.

Studien des Deutschen Jugendinstitutes

1. DJI Schülerbefragung

Die zweite Befragungswelle der Schülerbefragung an den Schulen wurde im Oktober/November durchgeführt.
Eine aussagekräftige Erhebung musste wegen der unerwartet niedrigen Schülerbeteiligung ausbleiben.

2. DJI Betriebsbefragung

Etwa 1500 Betriebe aus dem Landkreis wurden im Rahmen einer Betriebsbefragung angeschrieben.
Ziel der Betriebsbefragung war es, von den regional ansässigen (Ausbildungs-) Betrieben im Landkreis St. Wendel eine Einschätzungen zur gegenwärtigen Ausbildungssituation und zur künftigen Entwicklung zu gewinnen.

Wichtige Fragestellungen waren in diesem Zusammenhang:

• In welchen Berufen bilden die Betriebe aktuell aus?
• Welche Ausbildungsformen werden von den Unternehmen angeboten?
• Wie sehen die betrieblichen Übernahmeabsichten von Ausbildungsabsolventen aus?
• Welche Strategien nutzen Ausbildungsbetriebe bei der Suche nach geeigneten Bewerbern für ihre Ausbildungsstellen?
• Welche Auswahlkriterien sind den ausbildenden Betrieben bei der Einstellung von zukünftigen Auszubildenden wichtig?
• Wie werden die Vorkenntnisse der Lehrstellenbewerber eingeschätzt?
• Wie hoch ist die Bereitschaft (mehr) Jugendliche mit Förderbedarf auszubilden?
• Welche Voraussetzungen müssten aus Sicht der Unternehmen gegeben sein?
• Wie bekannt sind den Unternehmen verschiedene Unterstützungsangebote in der beruflichen Ausbildung? Inwieweit werden diese Fördermöglichkeiten in den Betrieben tatsächlich genutzt?
• Wie hat sich das betriebliche Ausbildungsplatzangebot in den letzten Jahren im Landkreis St. Wendel entwickelt?
• Inwieweit hatten die Betriebe Schwierigkeiten bei der Besetzung von Lehrstellen?
• Wie reagieren die ausbildungsaktiven Betriebe auf rückläufige Bewerberzahlen?
• Wie sehen die aktuellen Ausbildungspläne der Unternehmen aus? Welche Personalprobleme werden erwartet?

Die Schülerbefragung, die Betriebsbefragung und ein Abschlussbericht liegen als PDF-Datei vor.

Fachtagung

Am 29.11.2012 fand zum Thema Übergang Schule-Beruf eine Fachtagung statt.
Zu dieser Veranstaltung waren Fachkräfte aus dem Saarland und den angrenzenden Regionen eingeladen. Über 100 Gäste folgten der Einladung.
Der Landrat Udo Recktenwald hat das Thema der Tagung in seiner Eröffnungsrede so umschrieben und damit den Inhalt sehr gut getroffen:

„Der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf ist die wichtigste Phase im Leben junger Menschen. Um diejenigen, die dabei Hilfe benötigen zu unterstützen, hat der Landkreis St. Wendel vor zehn Jahren die „St. Wendeler Jugendberufshilfe“ gegründet.
Seitdem konnten wir zusätzlich über 400 junge Menschen zum Hauptschulabschluss begleiten, 700 Jugendliche erhielten durch unsere Vermittlung einen Ausbildungsplatz. Heute ist die Jugendberufshilfe zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Bildungslandschaft im Landkreis St. Wendel geworden.
Daher war es für uns nur konsequent, die Angebote der Jugendberufshilfe zu einem Gesamtkonzept „Regionales Übergangsmanagement“ weiterzuentwickeln. Dabei sind unsere Ziele klar: Möglichst niemand soll uns an der Schwelle von der Schule ins Berufsleben verloren gehen, die Hilfen für junge Menschen müssen aufeinander abgestimmt und untereinander vernetzt sein. Nur dadurch kann es gelingen, präventiv der Langzeitarbeitslosigkeit den „Nachwuchs“ zu entziehen. Wichtig ist dabei, in enger Zusammenarbeit mit den Schulen, der Arbeitsagentur und dem Land, in Förderkonferenzen gezielt und passgenau Angebote für den jeweiligen Jugendlichen auf Basis der zahlreichen Trägerprogramme zu entwickeln, anstatt die Schüler kontrolliert einem undurchschaubaren und oft auch nicht zielführenden Angebot zu überlassen.
Im Rahmen unserer Fachtagung wollen wir gemeinsam mit renommierten Gästen das bisher Erreichte darstellen, die bestehenden Entwicklungspotentiale aufzeigen, aber auch neue Impulse für den Landkreis St. Wendel und darüber hinaus geben.
Ich freue mich auf Ihre Teilnahme an der Fachtagung und wünsche uns gemeinsam spannende Diskussionen!“

Ein aktueller Link zur Landkreisseite mit Beschreibungen und Bildern der Fachveranstaltung und Download der Berichte
http://www.landkreis-st-wendel.de/index.phtml?La=1&sNavID=1766.314&mNavID=1766.97&object=tx|1766.2342.1&kat=&kuo=2&sub=0

Netzwerkarbeit

Der bisher bestehende „Arbeitskreis Schule-Beruf“ umfasst 19 unterschiedliche Akteure an der Schnittstelle Schule-Beruf: alle allgemein- und berufsbildenden Schulen im Landkreis, die Agentur für Arbeit, das Fallmanagement der Kommunalen Arbeitsagentur – Jobcenter, die Kammern, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land sowie Projekte, unter anderem die „Kompetenzagentur“, „Ausbildung Jetzt“ und die „Vertiefte Berufsorientierung“ der Arbeitsmarktinitiative Stadt St. Wendel e. V. und der St. Wendeler Initiative für Arbeit und Familie. Weitere Teilnehmer werden zu aktuellen Themen eingeladen.
Der Arbeitskreis traf sich 2012 vier Mal, regelmäßig alle 3 Monate.
Einige der ständigen Themen sind die Zusammenarbeit von Schulen mit Eltern, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und aktuell in Zusammenarbeit mit dem Schulpsychologischen Dienst Verhaltensauffälligkeiten. Durch die Schulreform im Saarland standen die Neuerungen und Änderungen durch die Einführung der Gemeinschaftsschulen in den beiden letzten Treffen im Vordergrund.

 

Sprechstunden in der Dr. -Walter-Bruch-Schule (Berufsbildungszentrum St. Wendel)

Die Dr.-Walter-Bruch-Schule, Berufsbildungszentrum des Landkreises St. Wendel, setzt sich aus dem kaufmännischen, dem sozialpflegerischen sowie dem technisch-gewerblichen Bereich zusammen. Seit 2003 besteht eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Schulprojekten der Jugendberufshilfe St. Wendel.
2012 konnte ein weiteres Hilfsinstrument in der Dr.-Walter-Bruch-Schule durch das Regionale Übergangsmanagement initiiert und etabliert werden.
Für die Schülerinnen und Schüler der zweijährigen Berufsfachschulen besteht ein besonderer Förderbedarf, hier sind häufig Schwierigkeiten wie Schulabbruch, Fehlzeiten und mangelnde berufliche Vorstellungen und Perspektiven vorzufinden.
Eine Mitarbeiterin der Kommunalen Arbeitsförderung führt regelmäßige Sprechstunden an den drei Standorten durch. Sie stellt berufliche Perspektiven in den Klassen vor, klärt den Hilfebedarf, konkretisiert in Einzelgesprächen die Problemlage und leitet passgenau zu den Hilfesystemen weiter.

Monitoring

Ausgehend von der Befragung des DJI am Übergang von Schule zu Beruf will das RÜM im Landkreis St. Wendel ein eigenständiges Monitoring am Übergang von der Abgangsklasse etablieren und jährlich fortschreiben.

Klärung der Regionalen Angebotslage im Regionalen Übergangsmanagement

Durch die Teilnahmen an den Ausbildungsmessen und über verschiedene Arbeitskreise auf Landesebene konnten die vom Büro für Regionales Übergangsmanagement St. Wendel erstellten Berichte, Plakate und Broschüren über die Kreisgrenzen hinaus bekannt gemacht werden.
Unterstützt wurde die Öffentlichkeitsarbeit durch einen Fachvortrag bei der Veranstaltung „Jugendliche beim Übergang in  Ausbildung und Erwerbstätigkeit“ der Arbeitskammer des Saarlandes und bei der Podiumsdiskussion „Fit für den Beruf?“, zu der die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land und die Waldorfschule Saar-Hunsrück eingeladen hatten.

1. Masterplan und Förderkonferenzen

Die Verständigung auf der politisch-administrativen Ebene über den Masterplan für den Landkreis St. Wendel ist in weiten Teilen erfolgt und akzeptiert. Dies betraf vor allem die Programme der „Kompetenzagentur“, die Landesprogramme „Ausbildung Jetzt“, „Zukunft Konkret“ und „Anschluss Direkt“.

Aktuell nehmen vier Schulen von den 8 ERS und GeS im Landkreis an der modellhaften Erprobung der Förderkonferenzen teil. Unter Teilnahme der verschiedenen Rechtskreise (SGB II – Jugendberufshilfe, SGB III – Berufsberatung und SGB VIII – Schoolworker) wurden in den Schulen die Jugendlichen der 8. Klasse gesichtet, mögliche Problemstellungen identifiziert und individualisierte Aufgaben für die folgenden Förderkonferenzen festgelegt. Diese sind für den Zeitraum Januar bis März 2012 vorgesehen.

Zusätzlich wurde mit allen Modellschulen besprochen, dass Ende des laufenden Schuljahres ein „Schulgespräch“ unter Beteiligung der genannten Rechtskreise durchgeführt werden soll. Inhalt des Gespräches ist die Gestaltung der Berufsorientierung in Zusammenarbeit der Rechtskreise II, III und VIII mit der jeweiligen Schule für das kommende Schuljahr. Hierbei sollen Bedarfe geklärt, neue Ideen entwickelt sowie Termine und Inhalte zwischen den Rechtskreisen abgestimmt werden.

2. Studien des Deutschen Jugendinstituts

Der Ergebnisbericht zur ersten Schülerbefragung im Landkreis St. Wendel liegt vor und wird Thema der nächsten Kreistagsausschusssitzung. Die zweite Schülerbefragung wurde durch das Deutsche Jugendinstitut bereits abgeschlossen. Ergebnisse werden im Frühjahr 2012 erwartet.

Ebenso wurde bei 1500 Betrieben im Landkreis St. Wendel eine Betriebsbefragung unternommen. Inhalt der Befragung war die aktuelle und zukünftig zu erwartende Ausbildungssituation.

3. Öffentlichkeitsarbeit

Der „Bildungskompass“ für den Landkreis St. Wendel wurde inzwischen fertiggestellt (inklusive Präsentationsmaterial) und wird allen Akteuren des Übergangsmanagementes zugänglich gemacht.

4. Ausbildungsmesse

Für den 3. und 4. Februar 2012 ist in der erweiterten Realschule St. Wendel eine Ausbildungsmesse mit der Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9 vorgesehen. Die Planung und Koordinierung der Ausbildungsmesse sind aktuell in Arbeit.

 

Projekt­darstellungen

  • Projekt-Wand RÜM

    [PDF - 1,02 MB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_StWendel_Projektwand.pdf)

  • Projekt-Präsentation

    [PDF - 196,7 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_StWendel_PraesentationRuemKonzept.pdf)

  • Einladungsflyer zur Fachtagung RÜM am 29.11.2012

    [PDF - 1,16 MB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_StWendel_EinladungRuemFachtagung11_2012.pdf)

Arbeits­materialien

Erhebungen

 
Förderung
Durchführung